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	<description>Ein Online Marketing und SEO Podcast</description>
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	<itunes:summary>OMReport - Der interview-lastige Podcast über Online-Marketing</itunes:summary>
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	<itunes:author>Andre Alpar</itunes:author>
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		<title>Folge 22: Interview mit Mario Fischer</title>
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		<pubDate>Thu, 03 May 2012 08:12:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andre Alpar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online Marketing Podcast]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute im Interview beim OMReport ist Mario Fischer aka der Website Booster. Das Video findet ihr wie immer auch bei Youtube und bei iTunes. Weiterhin findet ihr im Post die Transkription zum Interview. Alpar: So, heute beim OM-Report mit dem &#8230; <a href="http://www.omreport.de/folge-22-interview-mit-mario-fischer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute im Interview beim OMReport ist Mario Fischer aka der <a href="http://website-boosting.de/">Website Booster</a>.</p>
<p><div id="attachment_430" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img src="http://www.omreport.de/wp-content/uploads/2012/04/mario-fischer-300x168.jpg" alt="Mario Fischer bei OMReport.de" title="Mario Fischer bei OMReport.de" width="300" height="168" class="size-medium wp-image-430" /><p class="wp-caption-text">Mario Fischer bei OMReport.de</p></div><br />
Das Video findet ihr wie immer auch bei <a href="http://youtu.be/OmcIaJpc6-I">Youtube</a> und bei <a title="OMReport.de bei iTunes" href="http://itunes.apple.com/de/podcast/id460951174?l=de">iTunes</a>. Weiterhin findet ihr im Post die Transkription zum Interview.<br />
<span id="more-416"></span></p>
<blockquote><p>
Alpar: So, heute beim OM-Report mit dem Professor Dr. Mario Fischer. </p>
<p>Fischer: Richtig. </p>
<p>Alpar: Yay. Sag mal, mir hat jemand gesagt, früher hattest du keinen Doktor, früher warst du nur Professor Fischer. Kann das sein?</p>
<p>Fischer: Nein, da wird nur manchmal halt der Titel nicht verwendet. Aber erst kommt der Doktor, dann kommt der Professor.</p>
<p>Alpar: Wollte gerade sagen, das kann ja gar nicht sein, das war ein Mythos. Oder war das auf irgendeinem Buch mal falsch gedruckt, dass die den vergessen haben oder irgendwo, dass das angefangen hat sich zu etablieren ohne Doktor?</p>
<p>Fischer: Nein, nein, nein, also einen Doktor hatte ich vorher, wie sich es richtig gehört, weil ohne kannst eigentlich normalerweise auch keine Professur. Gibt zwar Ausnahmen, aber in dem Bereich, wo wir sind, ist es eigentlich zwangsläufig Voraussetzung. Und das wird mal so, mal so, manchmal bin ich auch nur Doktor, manchmal nur Mario Fischer, das ist auch völlig in Ordnung.</p>
<p>Alpar: Bist auch nur ein Mensch.</p>
<p>Fischer: Richtig (lacht leise).</p>
<p>Alpar: Was sagst du denn zu der ganzen Bildungswelle im Bereich Online-Marketing und SEO? Du hast ja relativ früh angefangen quasi über diese wissenschaftliche Schiene das so zu puschen, aber jetzt gibt es ja mehrere Stränge, die versuchen &#8230; Also A gibt es gefühlt viel mehr Workshops, Seminare, Konferenzen, Leute, die richtige Pakete, Weiterbildungspakete schnüren. Was sagst du dazu? Oder woher kommt das, oder scheint das nur so, als würde das jetzt irgendwie mehr werden?</p>
<p>Fischer: Nein, ich glaube, das ist schon richtig, dass es mehr wird. Gut, kann natürlich auch sein, dass man jetzt erst offensiv nach außen geht, das was es schon immer gab, aber von meiner Kenntnis und von meinem Eindruck her denke ich, war das nicht so, früher. Das ist natürlich auch so, das ist ein Thema, das zieht, da kann man auch Geld mit verdienen, was ja nichts Anrüchiges ist. Und ich denke, da wird sich sicherlich noch mehr tun in dem Bereich. Und das ist natürlich auch gut, weil auch viele in den Unternehmen sagen, &#8220;Ich muss da irgendwie mal ein Update machen&#8221; und du musst raus aus dem Unternehmen, das klappt ja auch immer nicht, zu sagen/</p>
<p>Alpar: Ihr macht jetzt auch Weiterbildungsangebote, von der Website-Boosting aus.</p>
<p>Fischer: Habe ich eigentlich &#8230;</p>
<p>Alpar: Du bist ja quasi auch aktiv davon betroffen.</p>
<p>Fischer: Ja, das habe ich aber eigentlich schon immer gemacht, dass wir seit fünf oder sechs Jahren auch dieses Seminar Website-Boosting, ich hatte es nur bisher auch mit anderen Trägern gemacht, weil wir uns selber uns nicht um die Organisation gekümmert haben und jetzt haben wir gesagt &#8220;Gut, organisieren wir jetzt selber.&#8221; Aber das Seminar als solches, im Prinzip, gibt es eigentlich seit vier oder fünf Jahren schon. Immer wieder mal in Deutschland, überall.</p>
<p>Alpar: Und ich meine, wenn man in der Branche lange drin ist, wie du, müsste man doch langsam irgendwann den Eindruck bekommen, eigentlich es wiederholt sich ein bisschen, es kommt immer wieder das gleiche und so viel neues passiert nicht, ja? Also wenn man eigentlich sozusagen aus so einer Helikopter-Perspektive so ein bisschen guckt. Und dann &#8211; woher der Bedarf nach so viel Know-How, dass sich sozusagen dies ganzen Weiterbildungsangebote füllen lassen? Also ich habe zum Beispiel gestern bei der TactixX hatte der Kollege Markus Kellermann gezeigt im Prinzip von den letzten sechs Jahren wie sich da die Besucherzahlen entwickelt haben: Ein konstantes Wachstum! Also jedes Jahr 50, 70, 100 Leute mehr. Total geil. Und das ist ja ein Nischenthema, würde man denken, und trotzdem &#8211; und ich habe das Gefühl, bei allen Veranstaltungen ist es so, plus, es kommen neue Formate noch und nöcher.</p>
<p>Fischer: Ja, es ist auch mittlerweile schon so, dass man früher gesagt hat, man macht Online-Marketing und du hast dich auch um viel auch noch selber kümmern können und guck doch mal vor vier, fünf Jahren in Unternehmen, da hast du Adwords sozusagen noch mit dazu machen können. Und heute alleine, wenn du die ganzen Funktionen anschaust in Adwords und was man alles wissen muss, um das sauber zu bespielen und dass es nachher auch konvertiert, das ist eigentlich schon ein Vollzeitjob. Zu sagen, du kümmerst dich nur um die Updates, die jetzt in dem Adwords zum Beispiel kommen und verstehst es komplett richtig: Adwords ist ja im Prinzip heute auch schon so, was man vor ein paar Jahren noch quasi mit nebenbei machen konnte. Das ist heute eigentlich ein Vollzeitjob. A, das zu betreiben/</p>
<p>Alpar: Das heißt aus der Spezialisierung heraus, daher kommt der Bedarf nach mehr Weiterbildung.</p>
<p>Fischer: Ja, es kommen einfach immer mehr Funktionen mit dazu, es wird auch komplexer, ich meine, der Mitbewerberdruck wird natürlich höher und früher hat es halt gereicht, ein paar gute Keywords zu finden und die einigermaßen ein bisschen mit zu optimieren. Heute hängt sehr viel mehr dran, es gibt sehr viel mehr Optionen, die man machen kann. Und nicht nur, dass man sie benutzt, man muss sie auch verstehen, weil wie reagiert der Nutzer drauf, was läuft bei mir in welcher Branche. Ja, und das ist eigentlich schon ein Thema für sich, wo ich sage, da muss heute einer eigentlich schon, wenn er nur das macht/ oder, er kann nur das machen, wenn er wirklich top am Ball bleiben will. Und auch das Thema SEO oder Social Media im Prinzip, wir haben doch jeden Monat kommen neue Dinge dazu, auch neue Plattformen, wo man gucken muss und fragen: &#8220;Passt das bei mir ins Business? Kann ich damit irgendwie Traffic oder Conversions generieren?&#8221; Also es wird schon sehr, sehr, sehr viel breiter muss man sagen. </p>
<p>Alpar: Und deswegen einfach der Hunger und der Bedarf nach irgendwie mehr/</p>
<p>Fischer: Das glaube ich auch, da haben wir zum einen natürlich, dass immer mehr Leute und immer mehr Firmen und Unternehmen dazukommen und sagen, &#8220;Ja, wir müssen jetzt online wirklich dann auch mal das in die Hand nehmen, mehr machen&#8221; und damit kommen automatisch immer mehr Mitarbeiter, die sagen &#8220;Ich brauche da ein Update.&#8221; Und da haben wir natürlich einen Riesenbedarf erst mal an Basics, ja, dass man sagt &#8220;Wie funktioniert sowas überhaupt?&#8221;, ne, und das ist ja nicht klar in unserer Szene, wo man sagt, &#8220;Joah, Backlinks, oder die Metatags, oder welche Texte, oder wie schreibe ich Texte&#8221; wo wir sagen, das ist eigentlich schon lange ausgelutscht und das ist seit fünf Jahren bekannt und da kommt nichts neues dazu. Es gibt aber jede Menge Leute, für die es noch völlig neu ist und die das erst noch lernen müssen, das ist das eine. Und zum Zweiten, eben, die Spezialisierung in die eine oder andere Richtung und es ist, denke ich, auch notwendig in dem Bereich auch über den Tellerrand rauszugucken, ne, und nicht zu sagen &#8220;Ich schreibe jetzt nur den Content und der Rest geht mich nichts an&#8221;, oder &#8220;Ich bin der Techniker für das CMS und der Rest geht mich nichts an&#8221;, das wächst zusammen, die Leute müssen verstehen, was sie gegenseitig tun. Und da ist enormer Wissensaufbau noch notwendig. Was man ja sieht, wenn man ins Netz schaut.</p>
<p>Alpar: Also im Prinzip, es differenziert sich aus, es wird komplexer und kann man vielleicht noch als dritten Trend sagen, dass der Grund dafür ist, dass eben mehr Integration auch da ist? Also dass ein SEO auch über Conversion-Optimierung nachdenkt, oder, oder, oder? Oder ist das schon noch mehr so Disziplinen, die nebeneinander laufen? Weil vielleicht kommt ja also mehr dieses Bedürfnis nach/ Eigentlich kann ich das eine, was ich mache, sagen wir mal SEM, aber mein Infobedarf steigt, weil irgendwie ich mehr über Conversion-Optomierung nachdenken muss?</p>
<p>Fischer: Genau. Das ist ja das, was ich glaube ich 2005 oder was mit dem ersten Website-Boosting, das war ja hier der Anspruch zu sagen, &#8220;Ey, mach nicht nur das oder das oder das, sondern du musst immer die komplette Kette betrachten und schauen, was passiert da, und wie sieht es mit der Usability aus, mit der Call-to-Action, passen diese Dinge zusammen?&#8221; Und ich glaube, auch da ist heute noch gerade in etwas größeren Firmen Nachholbedarf, weil man doch noch viel, will nicht sagen Schubladendenken, aber Schubladen-Zuständigkeiten-Haben. Da heißt es dann, &#8220;Das macht die Agentur&#8221;, die ist dann extern und, weiß nicht, Adwords macht noch eine andere Agentur, die ist extern, vielleicht hat man auch noch eine SEO-Agentur und dann Texte schreibt man entweder selber oder macht auch irgendwie jemand mit. Und es funktioniert wirklich nur, ich sage mal, das Thema Customer Journey, wenn du sagst, du hast wirklich begriffen, wie der Prozess läuft beim Kunden, wie er die Webseite sieht, was er haben will, was ihm hilft und das ist halt nicht einfach nur Design oder nur Technik oder, ja, weiß nicht, nur Key-Wording oder so, die müssen ineinandergreifen die Dinge. Und das ist schon verdammt komplex. Wenn man da reinwächst, wie viele von uns ja, nimmt man diese Neuerungen alle automatisch auf und kann sie immer einsortieren und du hast so ein schönes komplexes Bild. Aber jemand, der jetzt einsteigt, ja, ich sage mal das/</p>
<p>Alpar: Ist eigentlich ziemlich beängstigend, ne, der sagt, er fühlt sich erschlagen, wie der hier/</p>
<p>Fischer: Genau, genau. Und da ist eigentlich relativ viel schon nachzuholen dann, ne? Also die, ich glaube &#8230;</p>
<p>Alpar: Ich muss auch die Historie begreifen erst mal. </p>
<p>Fischer: Genau.</p>
<p>Alpar: Weil viele Sachen sind ja heute so, weil sie irgendwie mal früher irgendwas mal schiefgelaufen ist und dann wird das angepasst,</p>
<p>Fischer: Genau.</p>
<p>Alpar: Und eigentlich muss man immer diese Story der Geschichte auch nochmal dazunehmen.</p>
<p>Fischer: Ja. Das ist halt ein Unterschied, ob man sozusagen immer nur ein Update braucht von dem, was neu ist oder was es an neuen Dingen und Möglichkeiten gibt, oder, sondern, du musst erst mal überhaupt irgendeine Basis schaffen um das zu verstehen. Und da ist glaube ich schon, da ist ein riesen Bedarf noch da und ich glaube auch, das ist ein Wachstumshemmnis noch ist erster Güte, auch gerade in Deutschland, weil wir noch nicht genügend Leute haben, die da wirklich gut/</p>
<p>Alpar: Die Basis.</p>
<p>Fischer: /mit umgehen können.</p>
<p>Alpar: Okay. Wie muss man sich eigentlich dein &#8230; du bist ja super vielseitig, du bist irgendwie Professor, du bist Verleger, nee, Autor, Verleger, du bist in der Beratung tätig: Wie muss man sich, sagen wir mal, wenn du prozentual versuchen würdest, deine verschiedenen Aktivitätsbereiche sozusagen zu gewichten, kannst du das versuchen, ausdrücken und sich vorstellen, was denn Mario den Tag über wirklich macht? Also mir fällt es schwer.</p>
<p>Fischer: Ja, kann ich eigentlich auch gar nicht, ne, weil das alles/ Und das geht ja auch nur, weil alles thematisch ineinander greift. Und bestimmte Dinge, die neu da sind, wo man sagt, wie kann man es in den Hörsaal tragen, wie kann man Studenten Projekte machen in dem Bereich um denen auch aktuelle Dinge nahezubringen oder eben jetzt über die Zeitschrift: Findet man irgendjemanden, der etwas schreibt, oder schreibt man selber was damit und natürlich Beratung ist ja das gleiche. Ist eigentlich immer die gleiche Themen-Schiene, die zwar sehr komplex ist, aber der Content sozusagen wird einfach auf verschiedenen &#8230;</p>
<p>Alpar: Das verschwimmt.</p>
<p>Alpar: Es wäre schwierig zu sagen, was weiß ich was, 30 Prozent mache ich Beratung.</p>
<p>Fischer: Kann ich nicht, nein, unmöglich.</p>
<p>Alpar: Unmöglich.</p>
<p>Fischer: Und ich habe ja eigentlich, ja, wie soll ich sagen &#8211; es gibt ja bei mir irgendwie keinen Feierabend, ne, weißt du ja, das kennst du ja in der Online-Branche, da ist am Samstag, oder da kommt da ein Problem auf, vielleicht auch mal am Sonntag oder am Montagabend, oder so. Und man kann es &#8230; Also ich wäre da nicht in der Lage zu tracken und zu sagen &#8220;Da kommt nachts um 10 eine Studentenmail, die ich dann noch beantworte, oder wo ich irgendwas mache&#8221;. Das alles sauber zu trennen und zu sagen, das ist so viel Zeit, das ist so viel Zeit &#8211; ja, aber es funktioniert.</p>
<p>Alpar: Und die Beratung, die ihr macht, wie muss man sich die vorstellen? Ihr seid ja wahrscheinlich eher schon auf große Konzerne ausgerichtet, so von der Art der Firma her, oder?</p>
<p>Fischer: Nein, überhaupt nicht. Also wir haben natürlich schon auch große Konzerne mit als Kunden, die wir auch langfristig mit Beratung mitbetreuen. Aber wir haben auch kleinere Kunden, wo wir sagen, da wird dann bei uns/ Wir haben noch eine GmbH mit, die dann sozusagen das Doing macht, also das ist getrennt, Beratung und das Doing, die dann, weiß nicht, mithilft, Webseiten zu bauen oder auch Hand anzulegen bis dahin, dass zum Teil/</p>
<p>Alpar: Wie heißt die?</p>
<p>Fischer: Das ist das TMS-Institut, das Beratungsinstitut sozusagen, wo man dann eben nur diese Beratungen machen.</p>
<p>Alpar: Strategische Analysen und Beratungen.</p>
<p>Fischer: Solche Dinge, ne, und die TMS-Development GmbH, die macht dann Umsetzungen und hilft denen.</p>
<p>Alpar: Im Namensverband sind sie schon.</p>
<p>Fischer:  Genau. Ja, ist eigentlich sehr nahe zusammen, der Laden. Aber da muss schon eine saubere Trennung sein, wenn wir ein Doing haben, ne, dann läuft das eben in der GmbH und da wird dann den Firmen halt da geholfen, wo sie es brauchen. Also wir haben also auch nicht die, sagen wir mal, die fertigen Produkte, wo man sagt jetzt, man dreht das Kundenproblem so hin, dass das dann passt, (lachend) das Produkt, sondern man guckt eigentlich &#8211; oft kommt es ja auch aus der Beratung raus, dass man sagt, da kann man unterstützen, oder da kann man den Kunden unterstützen oder da kann man dem Kunden auch helfen zur Selbsthilfe oder auch Dinge, wo der Kunde sagt &#8220;Kann ich nicht, ich habe keine Kapazität oder kein Know-How&#8221;, das wird halt dann da eben mit gemacht, unterstützend.</p>
<p>Alpar: Außer den eigenen beiden Firmen passiert ja eigentlich um dich herum immer auch unternehmerisches, weil aus deinen Ex-Studenten, die du, sagen wir mal, mit dem Thema mal so, ne, deren Intellekt kitzelst, da kommen ja durchaus auch einige Unternehmen zustande, oder habe ich das falsch wahrgenommen? Weißt du, wie viele du sozusagen initiiert hast, dadurch, dass du einfach den Studenten das Thema nähergebracht hast? Sind das irgendwie schon dutzende, oder was passiert da?</p>
<p>Fischer: Oh, das ist eine schwierige Frage. Also ein paar Firmen kenne ich natürlich und, ja, auch sehr intensiv, oder begleite auch da mit ein bisschen und helfe und unterstütze mit dabei. Ich habe aber auch viele Absolventen jetzt aus dem Schwerpunkt E-Commerce, die dann, weiß nicht, mal zwei, drei Jahre bei einer großen Firma waren und die dann raus gehen und sich dann selbstständig machen, Beratungen aufmachen, Firmen aufmachen. Und da läuft es eigentlich, was ich so mitkriege, überall hervorragend. Also ich habe eigentlich ja nicht mehr und nicht weniger vor die so ein bisschen hinzuheben auf so ein interessantes Thema und die haben dann da alle relativ schnell Blut geleckt.</p>
<p>Alpar: Daran kannst du zeigen, wie spannend das ist.</p>
<p>Fischer: Genau.</p>
<p>Alpar: Sieht man auch beim Jens: Ich meine, der ist natürlich jetzt nicht so ganz hart involviert, aber ich habe das Gefühl bei seinen Studenten kommen schon sehr viele zu ihm und auch sehr viele in anderen Unternehmen bleiben, in dem thematischen. Also die haben Spaß an dem Thema, entdecken das Thema durch jemanden,</p>
<p>Fischer: Genau.</p>
<p>Alpar: das bist in dem Fall dann du. Und dann entdecken sie den Spaß dran und einfach auch die Chancen, zeigst du wahrscheinlich eben auch auf und erklärst nicht nur, wie es funktioniert, sondern sagst auch &#8220;Ey, da gibt es noch &#8230;&#8221;</p>
<p>Fischer: Ja, aber das ist ja heute so. Das ist ja heute das Tolle, wenn heute jemand in dem Bereich eine gute Idee hat, kann er sich eigentlich mit relativ wenig Kapital, durch viel Arbeit und viel Schweiß, wenn man sich zusammentut kann man da was hochheben. Das geht ja in vielen anderen Branchen gar nicht mehr.</p>
<p>Alpar: Ist schwierig im Maschinenbau mal einfach so zu starten von der Uni weg.</p>
<p>Fischer: Genau, dann gründe mal schnell eine Fabrik (lachend) oder so, das geht natürlich alles nicht. Und zum Teil halt auch schon während dem Studium, das geht bei anderen Studiengängen auch nicht. Medizin, da kannst du auch nicht sagen, du operierst schon mal ein bisschen als Hobby nebenbei während dem Studium.</p>
<p>Alpar: (lacht)</p>
<p>Fischer: Oder Architektur.</p>
<p>Alpar: Mache eine Zahnarztpraxis auf nebenbei, im zweiten Semester.</p>
<p>Fischer: Genau. Und da haben wir dann schon relativ viele, die halt auch schon während dem Studium dann anfangen bisschen was zu machen oder Webseiten zu betreiben und denen das auch Spaß macht, weil halt/ Ich glaube auch ein wesentlicher Anreiz gegenüber anderen Branchen ist, man sieht relativ schnell, dass man was bewegen kann.</p>
<p>Alpar: Für die ungeduldige Generation ist das gut.</p>
<p>Fischer: Das geht ja manchmal in Stunden. Ja, und diesen Hebel, ne, den man da wirklich in Händen hat, wenn man da richtig zieht, oder an den richtigen Hebeln, da kommt unheimlich schnell Feedback. Das macht auch Spaß.</p>
<p>Alpar: Kannst du so ein bisschen ein paar von den Firmen aufzählen und was die machen? Oder sind jetzt quasi alle sind Onlinemarketing-Agenturen, davon ein Dutzend, oder hat schon jede der Firmen, die da entstanden ist, so ein bisschen eine eigene Ausrichtung und Spezialisierung? Oder machen die alle viele Projekte?</p>
<p>Fischer: Ja gut, hm, wäre jetzt ein bisschen schwierig, wenn ich jetzt mal einige Firmen, die mir da vielleicht im Kopf rumspuken, wenn ich die nennen und vergesse die anderen wieder, die vielleicht zu nennen/</p>
<p>Alpar: Kannst ja beispielhaft/</p>
<p>Fischer: Ja, also ich habe eine Firma, die sind vor zwei Jahren haben die gegründet und die haben jetzt heute, glaube ich, 18 Mitarbeiter schon.</p>
<p>Alpar: Wow.</p>
<p>Fischer: Ja, also da entstehen auch tatsächlich Arbeitsplätze, ne, und auch sichere Arbeitsplätze, die wachsen und wachsen.</p>
<p>Alpar: In welchem Bereich? Wo?</p>
<p>Fischer: Die machen in dem Bereich SEO-Optimierung, SEA natürlich auch mit, aber eben, wie ich es ihnen auch gelernt habe, Thema Usability und sozusagen nicht beim Kunden stehenbleiben und sagen &#8220;Ich schaufele dir die richtigen Kunden auf die Webseiten, sondern ich helfe dir auch noch und gucke mir das mit an, dass man da auch das Maximum noch mit rausholt.&#8221;</p>
<p>Alpar: Ist das dann nicht dann eigentlich eine Konkurrenz zu TMS, oder ist das irgendwie anders?</p>
<p>Fischer: Naja, machen ähnliche und gleiche Dinge, klar, aber der Markt ist so breit und so groß irgendwie &#8211; ich empfinde das überhaupt nicht, im Gegenteil, es befruchtet sich auch gegenseitig, ich habe auch zu allen ein supergutes Verhältnis und man spricht auch da offen miteinander und kommt auch mal abundzu/</p>
<p>Alpar: Nicht dass dann im Pitch drei Absolventen von dir stehen,</p>
<p>Fischer: Nein, überhaupt nicht, kommt/</p>
<p>Alpar: vor dem Kunden und sagen alle &#8220;Hier, wir waren beim Mario Fischer als USP.&#8221;</p>
<p>Fischer: Nein, also wir selber pitchen überhaupt nicht, weil wir sagen, die meisten, die zu uns kommen, die haben irgendwo ein Problem, die haben sich schon verbrannt mit der einen oder anderen SEO-Agentur. Das sind dann oft Aufräum-Agenturen und die kommen dann eigentlich schon auf Empfehlung. Wir machen ja auch kein Marketing, du findest von uns keine Adwords, keine Suchmaschinenoptimierten Seiten, gar nichts.</p>
<p>Alpar: DU bist das Marketing, DU bist das TMS-Marketing.</p>
<p>Fischer: Ja.</p>
<p>Alpar: DU bist Deutschland &#8230; eh.</p>
<p>Fischer: Und die kommen halt dann, weil sie ein bisschen anspruchsvoller oder/</p>
<p>Alpar: Wofür steht denn TMS?</p>
<p>Fischer: Oh, das ist historisch entstanden: Technik- und Marktstrategien.</p>
<p>Alpar: Wow!</p>
<p>Fischer: Als ich nach dem Studium mit Kollegen zusammen gegründet habe, gab es ja das Internet noch nicht so in der Form und wir hatten damals eigentlich auch in/ kommen ja aus dem Innovations-Management eher in dem Bereich so Beratung gemacht. Und ich glaube so, ha, jetzt müsste ich lügen, so 2000 &#8230; nein, &#8217;95, &#8217;96, &#8217;97 sind wir da so langsam ein bisschen reingerutscht. Da waren so die ersten Dinge mit Fireball und ja? Und haben halt damals schon gesehen, &#8220;Hoppla, wenn man da ein paar Dinge macht, ja, da tut sich plötzlich was&#8221;. Ja und so sind wir da auch mit, oder bin ich auch mit reingewachsen, ne? Also war auch nichts so geplantes, war einfach ein spannendes Thema.</p>
<p>Alpar: Noch mal kurz: was hältst du davon, dass ich ein Buch mit-schreibe, was sozusagen vom Set-up her, also konzeptionell geht es in Richtung Website-Boosting.</p>
<p>Fischer: Ja, machen ja viele jetzt (lacht).</p>
<p>Alpar: Ja, das ist modern.</p>
<p>Fischer: Nee, freut mich, ja, ist doch gut. Also, ich sage mal so, solange ich von mir sagen kann, ich habe/</p>
<p>Alpar: Jetzt ganz ehrlich, ich habe das Thema überschätzt und äh unterschätzt und mich überschätzt in der Leistungsfähigkeit dieses Buch-Schreibens.</p>
<p>Fischer: Ja, okay.</p>
<p>Alpar: Also ich glaube, wir sind vom Aufwand über fast das Doppelte sozusagen von dem, was eigentlich geplant war.</p>
<p>Fischer: Das ging mir damals auch so, als ich die erste Version geschrieben habe, ich weiß noch, da ich habe lange mit dem Verlag diskutiert. Ich hatte so die Idee, Website-Boosting, ne, und da haben sie &#8220;Nee, das geht gar nicht, weil da kann sich keiner was drunter vorstellen, so ein englischer Titel und hm&#8221;. Und ich soll irgendwas &#8230; Ob ich nicht irgendwie, wir haben drei Monate diskutiert drüber und ich habe lange überlegt, ja, der Ansatz, ne, zu sagen &#8220;Du machst das in dieser ganzen Kette&#8221;. Es gibt kein Wort dafür, und dann irgendwie sowas zusammensetzen und sagen hier Suchmaschinenoptimierung und Pay-per-Click und Usability ist langweilig und ich habe dann Gott sei Dank damals drauf bestanden zu sagen &#8220;Nee, wir machen das jetzt einfach.&#8221; Und &#8230;</p>
<p>Alpar: Du hast das ja so ein bisschen als deine Marke etabliert, das ist ja auch dein Blog und deine Zeitschrift und deine Seminare &#8230;</p>
<p>Fischer: Ja, war aber eigentlich auch nicht so geplant. Es war mir einfach immer mal ein Grundbedürfnis da in dem Bereich mal so ein Praxisbuch zu schreiben, ja? Und ein Verlag hat damals, die wollten glaube ich 700 Exemplare machen, weil Fachbücher gehen eigentlich nicht so gut, wie man immer denkt.</p>
<p>Alpar: Ja, das ist das Standardwerk der Branche.</p>
<p>Fischer: Ja. Und wir haben damals auch lange diskutiert, weil ich hatte ein bisschen Sorge, wenn wir dann anfangen und mit paar viralen Effekten, nicht, dass das nicht reicht. Weil ich hatte die Angst und sag so, jetzt machst du da ein bisschen Hype, dann kam damals auch noch der Stefan Keuchel von Google und wir haben da so ein Announcement gehabt in Nürnberg und in Würzburg wo das Buch dann praktisch vorgestellt wurde. Zusammengenommen mit ein paar anderen Themen. Und ich habe &#8220;Oh, und wenn es dann nicht verfügbar ist bei Amazon und so, dann ist das verraucht!&#8221; Ne, so.</p>
<p>Alpar: Oh, boah &#8230; </p>
<p>Fischer: Genau, dann haben die damals glaube ich 1500 Bücher gemacht, haben die diskutiert, genau. Mittlerweile haben wir 35.000 verkauft und ist eines der meistverkauftesten Fachbücher überhaupt in dem Webbereich, ja.</p>
<p>Alpar: Es gibt keinen in der Branche, der es nicht hat. Meiner Meinung nach.</p>
<p>Fischer: Ja, gut. Aber wie gesagt, das war damals auch nicht geplant. Ich habe auch mit zwei-, 300 Seiten haben wir kalkuliert und ich habe dann geschrieben, geschrieben und geschrieben, dann waren es irgendwann 450 geworden und dann war natürlich das Thema, &#8220;Jetzt machen wir eine zweite Auflage.&#8221; Und dann wollte ich eigentlich nur ein Update machen, und da kam so viel dazu, und da noch was und dann sind das plötzlich 800 geworden, ne. Das ist einfach , ja. Ging aber auch nur, muss ich ganz offen sagen, ich habe es ja nebenbei gemacht, weil ich einfach so viel Zeug im Kopf rumtrage, ständig, und rumgetragen habe, ich habe mich hingesetzt und habe dann zum Teil 20, 30, 40 Seiten runtergeschrieben. Ich weiß noch, als wir damals für die zweite Auflage sind wir in den Urlaub nach USA geflogen, da habe ich glaube ich im Flugzeug auf dem Laptop 40 Seiten geschrieben. Aus dem Kopf, einfach runter und daheim dann die Abbildungen mit dazu. Aber, das war glaube ich, auch das, sozusagen, dass so diese Linie und den Dialog mit dem Leser so zu führen hat sich halt im Nachhinein rausgestellt, dass das eigentlich mit ganz gut war, auch so bisschen eine Prise Humor. Wer mich kennt, weiß ja &#8230;</p>
<p>Alpar: Hey, die Wortspielchen. Wortspielchen-König!</p>
<p>Fischer: Kann ich nicht ohne, genau. Ja. Und ja dann ist das so durchgedonnert. Hätte aber keiner gedacht, Verlag nicht, niemand, ich auch nicht, weil, da hat ja jeder gesagt &#8220;Mit Fachbüchern kannst du auch kein Geld verdienen!&#8221;</p>
<p>Alpar: Und ganz ehrlich &#8211; das Magazin ist auch schon Branchenstandard. Das ist 10 Euro, super-billig, immer top Content, also meiner Meinung nach eigentlich fast zu billig.</p>
<p>Fischer: Du meinst, wir müssen die Preise erhöhen? 15 Euro?</p>
<p>Alpar: Ganz ehrlich? SO einen Inhalt SO günstig wegzugeben ist fast schade. Da muss erst mal/ die meisten Konferenzen kommen nicht mit, mit jeder Ausgabe. Muss man sich eigentlich/ also finde ich. Ja, wenn ich mal so stimmungsmachend das so sagen darf. Also ich bin großer Fan, muss jeder, meiner Meinung nach, jeder abonnieren. So eine große Leistung.</p>
<p>Fischer: Kannst du es noch mal sagen? (lacht)</p>
<p>Alpar: Die Leute können es einfach sich noch mal anhören, einfach zurückspulen, eine Minuten vorher, nochmal anhören.</p>
<p>Fischer: Ja, okay. (lacht) Geht mir runter wie Öl, ja.</p>
<p>Alpar: Nee, das ist wirklich so. Nee, also vielen Dank für das Interview.</p>
<p>Fischer: Ja, okay. Gerne.</p>
<p>Alpar: Super.
</p></blockquote>
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		<itunes:subtitle>Heute im Interview beim OMReport ist Mario Fischer aka der Website Booster.
Mario Fischer bei OMReport.de
Das Video findet ihr wie immer auch bei Youtube und bei iTunes. Weiterhin findet ihr im Post die Transkription zum Interview.


Alpar: So, heut[...]</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Heute im Interview beim OMReport ist Mario Fischer aka der Website Booster.
Mario Fischer bei OMReport.de
Das Video findet ihr wie immer auch bei Youtube und bei iTunes. Weiterhin findet ihr im Post die Transkription zum Interview.


Alpar: So, heute beim OM-Report mit dem Professor Dr. Mario Fischer. 
Fischer: Richtig. 
Alpar: Yay. Sag mal, mir hat jemand gesagt, früher hattest du keinen Doktor, früher warst du nur Professor Fischer. Kann das sein?
Fischer: Nein, da wird nur manchmal halt der Titel nicht verwendet. Aber erst kommt der Doktor, dann kommt der Professor.
Alpar: Wollte gerade sagen, das kann ja gar nicht sein, das war ein Mythos. Oder war das auf irgendeinem Buch mal falsch gedruckt, dass die den vergessen haben oder irgendwo, dass das angefangen hat sich zu etablieren ohne Doktor?
Fischer: Nein, nein, nein, also einen Doktor hatte ich vorher, wie sich es richtig gehört, weil ohne kannst eigentlich normalerweise auch keine Professur. Gibt zwar Ausnahmen, aber in dem Bereich, wo wir sind, ist es eigentlich zwangsläufig Voraussetzung. Und das wird mal so, mal so, manchmal bin ich auch nur Doktor, manchmal nur Mario Fischer, das ist auch völlig in Ordnung.
Alpar: Bist auch nur ein Mensch.
Fischer: Richtig (lacht leise).
Alpar: Was sagst du denn zu der ganzen Bildungswelle im Bereich Online-Marketing und SEO? Du hast ja relativ früh angefangen quasi über diese wissenschaftliche Schiene das so zu puschen, aber jetzt gibt es ja mehrere Stränge, die versuchen &#8230; Also A gibt es gefühlt viel mehr Workshops, Seminare, Konferenzen, Leute, die richtige Pakete, Weiterbildungspakete schnüren. Was sagst du dazu? Oder woher kommt das, oder scheint das nur so, als würde das jetzt irgendwie mehr werden?
Fischer: Nein, ich glaube, das ist schon richtig, dass es mehr wird. Gut, kann natürlich auch sein, dass man jetzt erst offensiv nach außen geht, das was es schon immer gab, aber von meiner Kenntnis und von meinem Eindruck her denke ich, war das nicht so, früher. Das ist natürlich auch so, das ist ein Thema, das zieht, da kann man auch Geld mit verdienen, was ja nichts Anrüchiges ist. Und ich denke, da wird sich sicherlich noch mehr tun in dem Bereich. Und das ist natürlich auch gut, weil auch viele in den Unternehmen sagen, &#8220;Ich muss da irgendwie mal ein Update machen&#8221; und du musst raus aus dem Unternehmen, das klappt ja auch immer nicht, zu sagen/
Alpar: Ihr macht jetzt auch Weiterbildungsangebote, von der Website-Boosting aus.
Fischer: Habe ich eigentlich &#8230;
Alpar: Du bist ja quasi auch aktiv davon betroffen.
Fischer: Ja, das habe ich aber eigentlich schon immer gemacht, dass wir seit fünf oder sechs Jahren auch dieses Seminar Website-Boosting, ich hatte es nur bisher auch mit anderen Trägern gemacht, weil wir uns selber uns nicht um die Organisation gekümmert haben und jetzt haben wir gesagt &#8220;Gut, organisieren wir jetzt selber.&#8221; Aber das Seminar als solches, im Prinzip, gibt es eigentlich seit vier oder fünf Jahren schon. Immer wieder mal in Deutschland, überall.
Alpar: Und ich meine, wenn man in der Branche lange drin ist, wie du, müsste man doch langsam irgendwann den Eindruck bekommen, eigentlich es wiederholt sich ein bisschen, es kommt immer wieder das gleiche und so viel neues passiert nicht, ja? Also wenn man eigentlich sozusagen aus so einer Helikopter-Perspektive so ein bisschen guckt. Und dann &#8211; woher der Bedarf nach so viel Know-How, dass sich sozusagen dies ganzen Weiterbildungsangebote füllen lassen? Also ich habe zum Beispiel gestern bei der TactixX hatte der Kollege Markus Kellermann gezeigt im Prinzip von den letzten sechs Jahren wie sich da die Besucherzahlen entwickelt haben: Ein konstantes Wachstum! Also jedes Jahr 50, 70, 100 Leute mehr. Total geil. Und das ist ja ein Nischenthema, würde man denken, und trotzdem &#8211; und ich habe das Gefühl, bei allen Veranstaltungen ist es so, plus, es kommen neue Formate noch und nöcher.
Fischer: Ja, es ist auch mittlerweile [...]</itunes:summary>
		<itunes:author>Andre Alpar</itunes:author>
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	</item>
		<item>
		<title>Folge 21: Interview mit Norman Nötzold</title>
		<link>http://www.omreport.de/folge-21-interview-mit-norman-noetzold/</link>
		<comments>http://www.omreport.de/folge-21-interview-mit-norman-noetzold/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 08:52:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andre Alpar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online Marketing Podcast]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.omreport.de/?p=419</guid>
		<description><![CDATA[Heute im Interview beim OMReport ist Norman Nötzold von Quisma. Das Video findet ihr wie immer auch bei Youtube und bei iTunes. Die Transkription ist wie immer im Post zu finden. Alpar: So, heute mit mir der Norman von QUISMA. &#8230; <a href="http://www.omreport.de/folge-21-interview-mit-norman-noetzold/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute im Interview beim OMReport ist Norman Nötzold von <a href="http://www.quisma.de">Quisma</a>.</p>
<div id="attachment_437" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img src="http://www.omreport.de/wp-content/uploads/2012/04/norman-noetzold1-300x224.jpg" alt="Norman Nötzold bei OMReport.de" title="Norman Nötzold bei OMReport.de" width="300" height="224" class="size-medium wp-image-437" /><p class="wp-caption-text">Norman Nötzold bei OMReport.de</p></div>
<p>Das Video findet ihr wie immer auch bei <a href="http://youtu.be/ePfhAfq9wVo">Youtube</a> und bei <a title="OMReport.de bei iTunes" href="http://itunes.apple.com/de/podcast/id460951174?l=de">iTunes</a>. Die Transkription ist wie immer im Post zu finden.<br />
<span id="more-419"></span></p>
<blockquote><p>
Alpar: So, heute mit mir der Norman von QUISMA.</p>
<p>Nötzold: Ja genau. Hey.</p>
<p>Alpar: Was ist denn QUISMA? QUISMA ist doch so ein &#8230; Ihr seid doch bei so einer Kette von Agenturen und ihr seit einer von vielen aus so einem Netz. Wie muss man sich das denn vorstellen? Seit ihr in dieser GroupM, also eines der mächtigsten Werbenetzwerke weltweit.</p>
<p>Nötzold: Ja, aber wir sind nicht einer von vielen, sondern wir sind die Performance-Agentur der GroupM und zuständig für den Performance-Bereich. Zur GroupM gehören ja nun eine MediaCom eine Mindshare eine MEC eine Maxus, die vier Ms quasi, und ja, QUISMA eben jetzt/</p>
<p>Alpar: Wollten sie euch nicht umbenennen? Irgendwas mit M davor? Das wäre doch viel lustiger?</p>
<p>Nötzold: Nein, denke ich nicht so.</p>
<p>Alpar: (lacht)</p>
<p>Nötzold: Du hast vorhin das auch ganz nett gesagt, das ist echt schwer irgendwie seine Firma zu verlassen. Firma umzubenennen ist wahrscheinlich genauso schwer. Und das nach 11 Jahren?</p>
<p>Alpar: Okay.</p>
<p>Nötzold: Nein, ich denke nicht.</p>
<p>Alpar: Und jetzt gefühlt, also, obwohl ich aus der Performance-Marketing-Welt komme, sind die anderen Namen doch noch irgendwie klangvoller? Ist das so, weil quasi in der wirklichen Werbewelt eigentlich Performance-Marketing gar noch nicht so wichtig ist? Oder wieso fühlt sich das für mich so an oder sagst du, ich liege da total falsch?</p>
<p>Nötzold: Was heißt klangvoller für dich?</p>
<p>Alpar: Na ja. So MediaCom. So ein riesen Monster von Unternehmen stellt man sich da vor und dagegen fühlt sich QUISMA mit irgendwie, was habt ihr? Hundert Mitarbeiter oder so?</p>
<p>Nötzold: 150, 160 so.</p>
<p>Alpar: Was immer noch riesig ist, ja, für eine Performance-Marketing-Agentur, wahrscheinlich einer der größten und trotzdem seid ihr halt wahrscheinlich noch eine Ecke kleiner, als all die anderen, oder?</p>
<p>Nötzold: Ja sicherlich. Natürlich sind wir um einiges kleiner, ein bisschen jünger ein Stück weit und wir sind auch wesentlich kleiner, also ganz klar.</p>
<p>Alpar: Wie erklärst du dir das? Ist das Thema noch nicht so wichtig oder schafft man das Thema auch mit weniger Leuten?</p>
<p>Nötzold: Das ist eine gute Frage. Ich denke das Thema ist auf gar keinen Fall weniger wichtig. Man schafft es nicht zwangsläufig mit weniger Leuten, aber &#8230; es ist sicherlich ein Thema für Markt ganz einfach. Wann sind die gestartet werden? Mit was sind die gestartet und &#8230;</p>
<p>Alpar: Was die anderen Unternehmen haben. Eher mal so 30, 40 Jahre Firmengeschichte oder noch länger?</p>
<p>Nötzold: Gar nicht mal, gar nicht mal. Die haben dann eben vielleicht nur zehn Jahre mehr. Aber als Media Agentur hast du natürlich ja schon ein Stück weit vor dem Performance-Thema, vor QUISMA eigentlich starten können. Und so sind sie natürlich denn groß geworden und das ist ganz einfach der Grund.</p>
<p>Alpar: Okay. Und das ist natürlich wahrscheinlich der Traum für jeden, sozusagen Inhaber einer Agentur, zu verkaufen an ein so großes Werbenetzwerk oder man stellt sich vor, die ganze harte, harte Akquise-Arbeit, die ist dann dahin, weil die GroupM und meine Schwestern, die schaufeln mir hier die Brands allergrößter Güte rüber und dann muss ich die nur noch abfeiern und kann mich ganz entspannt zurücklehnen und das Rad dreht sich, das große.</p>
<p>Nötzold: Genau. So haben wir uns das gedacht, bis wir feststellen mussten, dass natürlich jetzt die Akquise noch ein Stück weit schwieriger ist, weil sie beginnt bei den Media-Planern der Agenturen.</p>
<p>Alpar: Das heißt, euren eigenen Schwestern?</p>
<p>Nötzold: Von unseren eigenen Schwestern. Das heißt dann, wir müssen denen natürlich erst mal erklären, was tun wir eigentlich? Was gar nicht so einfach ist. Ein Media-Planer jetzt ein SEO beizubringen. Oder auch schon ein SEM oder SEA. Dass hier eben nicht einfach mal ein ganz klares Budget mit einer ganz klaren Anzahl an Klicks oder Impressions dahinter steht, sondern dass hier eben irgendwo ein Gebotsmanagement dahinter steht, was, ja, variable Zahlen liefert. Und das hat es dann doch schon irgendwo schwieriger gemacht und war eine harte Aufgabe, das umzusetzen in den Agenturen.</p>
<p>Alpar: Wie habt ihr denn das ganz operativ gemacht? Wie dann so Schulungstage, wo jeder von den Media-Planern gemacht, oder?</p>
<p>Nötzold: Ja, im Grunde</p>
<p>Alpar: Und jeder kriegt dann so ein Zeugnis, das QUISMA Performance-Marketing-Zeugnis, du hast es gerallt, oder?</p>
<p>Nötzold: Nein, soweit muss es nicht gehen, es geht wirklich darum, dass sie es verstehen und nicht, dass sie irgendwas für ihren Lebenslauf bekommen.</p>
<p>Nötzold: Wie lange habt ihr für so was gebraucht? Also ist das eher eine Stunde Arbeit oder ist das eher eine Woche Arbeit? Also quasi Schulung oder Erklärung?</p>
<p>Nötzold: Ich denke wir haben sicherlich ein bis zwei Jahre gebraucht, bis wir es wirklich/</p>
<p>Alpar: Ich meine pro Person tatsächlich, weißt du? Also wenn du jetzt einen sagst, &#8220;hier, dem Media-Planer, dem erkläre ich es jetzt.&#8221; Macht er dann so einen Tag lang die QUISMA Performance-Marketing-Schulung oder erklärt ihm mal einer schnell, wo der Hase lang läuft?</p>
<p>Nötzold: Performance-Marketing wird dann sicherlich aufgeteilt in die einzelnen Bereiche. Ich hatte gerade SEO-Schulung, komme gerade aus Österreich im Grunde genommen. Hatte hier fünf Workshops mit drei Agenturen in zwei Tagen/</p>
<p>Alpar: Ui. Das heißt, pro Workshop wie viel Stunden?</p>
<p>Nötzold: Pro Workshop so zwei bis drei Stunden und das aber jährlich, um immer wieder auch die Updates mitzuteilen, um denen dann auch irgendwo immer so ein paar Informationen an die Hand zu geben, &#8220;Was können Sie verkaufen? Was können Sie Ihrem Kunden erzählen und worauf müssen Sie achten? In welcher Situation können Sie dem Kunden auch eine entsprechende Leistung empfehlen?&#8221; und so geht es dann natürlich weiter mit Affiliate, mit CPX und so weiter. Also es ist schon durchaus ein größerer Aufwand, der dahinter steckt.</p>
<p>Alpar: Okay, wenn du jetzt auf die verschiedenen Online-Marketing Kanäle guckst, wie viel Anteil macht ihr in welchem Bereich? Also kann der das so sagen oder ist das eine öffentliche Zahl, die du nennen würdest oder eher nicht so? Man sagt ja irgendwie, keine Ahnung, 50 Prozent eures Umsatzes ist SEM, dann noch 10 Prozent SEA?</p>
<p>Nötzold: Habe ich jetzt nicht im Kopf die Zahlen. Also sicherlich ist SE/</p>
<p>Alpar: Oder wie groß sind die Abteilungen? Kann man so was sagen?</p>
<p>Nötzold: SEA einer der größten Bereiche genauso wie CPX. SEO ist, ja, eher der kleinere. Natürlich auch aus den Gründen, die du schon vorhin erklärt hast.</p>
<p>Alpar: CPX ist dann mehr so für diese kampagnenorientierten Leute, dass die denn irgendwie, egal was, Display oder SEM machen auf irgendwelche Ziele hin?</p>
<p>Nötzold: CPX ist bei uns Display Advertising und das X steht einfach für eine variable Kenngröße</p>
<p>Alpar: Okay, es kann auch einfach nur TKP sein, muss jetzt nicht</p>
<p>Nötzold: Üblicherweise nicht. Also TKP wäre kein Performance Geschäft. Das heißt, wir fangen an beim CPC bis hin zum CPO. </p>
<p>Alpar: Okay, okay. Und hat sich denn diese leidige Post-View Thematik, hat sich die irgendwie mittlerweile aus dem Markt wieder rauskatapultiert oder ist die immer noch schon noch da?</p>
<p>Nötzold: Die ist schon immer noch da. Ich meine dafür sorgen natürlich nicht zuletzt die Affiliate-Netzwerke, die das ja ganz stark vorangetrieben haben. Im Affiliate-Bereich, und sie ist natürlich auch im Display-Bereich nach wie vor.</p>
<p>Alpar: Ja, ja.</p>
<p>Nötzold: Ganz wichtiger Faktor aber auch. Wenn man jetzt mal schaut, in diese ganze Customer-Journey, ist es ja gar nicht mehr so leidig. Die Frage ist nur, wie rechnet man es richtig ab und wie bewertet man solche Kennzahlen oder solche Werte?</p>
<p>Alpar: Aber keine politische Antwort. Dann unterbreche ich dich, kommt die nächste Frage. (lacht) Okay, nächste Frage (lacht). In welchen, hast du das Gefühl, das Display/ mein Gefühl ist bei Display, das ist mindestens genauso undurchsichtig wie SEO. Also jetzt der ganze Display-Bereich, weil es einfach keine Transparenz gibt, wo bucht man eigentlich für welchen Preis welches Feld für welche Kampagne? Sondern das ist einfach viel, viel Verhandlungsgeschick. Wer ist der Gespusi von wem und solche Sachen? Das ist ja alles andere als jetzt irgendwie so ein SEM, wo alles megadurchstrukturiert ist. Und dann gibt es die Monster-Tools und dies und das.</p>
<p>Nötzold: In gewisser Weise ist ja auch eine SEM undurchsichtig oder SEA, wie wir es heute nennen. Insbesondere dann, wenn ich das Netzwerk mit buche. Dann weiß ich auch nicht, worauf ich laufe</p>
<p>Alpar: Ja. Mit Content-Netzwerk, okay.</p>
<p>Nötzold: Ähnliche Probleme haben wir natürlich, oder Herausforderungen haben wir heute mit Realtime Bidding. Wo laufe ich dort wirklich, ne? Fakt ist, dass es eben einfach, ja, den Switch gibt von der Platzierung, die ich buche, hin zur Person, die ich versuche zu erreichen. Und da kommen natürlich gewisse, ja, gewisse Themen auf, wie, auf welcher Webseite habe ich denn jetzt eigentlich geworben? Und das sind sicherlich Herausforderungen, die wir, denen wir uns stellen und die auch größtenteils technisch, ja, abgebildet werden können.</p>
<p>Alpar: Okay. Wie ist denn das jetzt, so zum Beispiel so eine MediaCom oder sage ich mal oder irgendwie einer eurer Schwestern, die sozusagen eher TKP lastig ist. Die sagt jetzt dem Kunden: &#8220;Hey hier, du sollst für TKP 10 Euro die und die Platzierung buchen&#8221;, jetzt kommt ihr des Weges und sagt: &#8220;Hier lass mal Realtime Bidding machen für maximal einen Euro effektiver TKP. Es wird viel besser sein&#8221;. Also schneidet man sich da manchmal von sozusagen mit den Schwestern auch gegenseitig ins Fleisch? Oder ist das so, dass es immer harmonisch geht beziehungsweise, wie geht man damit um, wenn das scheinbar so unterschiedlich klingt?</p>
<p>Nötzold: Es sind jetzt zwei völlig verschiedene Ansätze, ne? Markenaufbau und Performance sind einfach zwei Themen, die man nicht miteinander vermischen kann und deswegen hat jeder auch seine Daseinsberechtigung und deswegen gibt es sicherlich auch hier und da mal einen kleineren Ansatz, wo wir uns um die eine oder andere Buchung, ich will nicht sagen streiten, aber/</p>
<p>Alpar: Diskutieren (lacht).</p>
<p>Nötzold: Genau. Wo wir diskutieren, aber letzten Endes gibt es eine ganz klare Trennung.</p>
<p>Alpar: Okay. Und ist jetzt QUISMA eigentlich eher sozusagen durch GroupM internationaler geworden? Also kommen da irgendwie quasi mehr Sprachen rein? Mehr Länder, wo Bedarf ist, weil die Kunden einfach irgendwie, ja, vielfältiger werden? Oder wie man sich das vorstellen, so einen Einfluss von so einem großen Agenturnetzwerk?</p>
<p>Nötzold: Ja, definitiv. QUISMA hat ja 2007 verkauft. Hat (&#8230;) ich meine damals um die 40 oder 50 Mitarbeiter gehabt. Heute sind es um die 150, vielleicht 160. Damals waren wir ausschließlich in Deutschland. Heute sind wir in Deutschland schon alleine mit drei Standorten, sind insgesamt aber in neun Ländern und Ende des Jahres sind es wahrscheinlich 11.</p>
<p>Alpar: Okay. Aber jetzt drei Standorte in Deutschland?</p>
<p>Nötzold: Ja.</p>
<p>Alpar: Bei Online-Marketing ist das nötig? Ist das immer so dieses näher zum Kunden, wie bei den Kreativen oder was hat es damit auf sich?</p>
<p>Nötzold: Näher zum Kunden einerseits, näher aber auch zu den Agenturen, ganz klar. Das heißt, wir sitzen eben in Frankfurt bei einer Mindshare, wir sitzen in Düsseldorf bei einer MediaCom mit im Haus/</p>
<p>Alpar: Okay, okay, aber einfach so. Das QUISMA Kabüffchen, da dürft dann ihr ein paar Leute hinsetzen und dann seit ihr dann auch mit am/ also ist denn/</p>
<p>Nötzold: Das ist kein Kabuff mehr. Also in/</p>
<p>Alpar: Aber ich meine die Leute, die in Deutschland sind. Auf den drei Standorten verteilt, sind die gleichmäßig auf den Standorten verteilt oder schon, sage ich mal, Zentrale München und dann gibt es noch ein bisschen, was weiß ich, Frankfurt, Hamburg, weil da die Agenturen sind? So kann man sich das vorstellen.</p>
<p>Nötzold: Ist nicht gleichmäßig verteilt. München ist schon noch der Hauptstandort. In München gibt es natürlich auch eine Technikabteilung, die ist zentral hier und bleibt hier.</p>
<p>Alpar: Das macht ja auch Sinn irgendwelche Sachen zentral zu haben, ne?</p>
<p>Nötzold: Absolut. Aber wir sind eben kein kleiner Kabuff mehr. In Düsseldorf sitzen heute, ich weiß nicht genau die Zahl, aber sitzen fürchterlich viele Leute. Da sitzen sicherlich 30 oder 40. Wenn nicht sogar 50. Daran sieht man schon, dass der Standort doch sehr, sehr relevant ist und das natürlich auch mit der MediaCom die Zusammenarbeit sehr gut funktioniert.</p>
<p>Alpar: Okay. Das heißt, ach so, an den Media-Agenturen dran, wenn je nachdem, wie gut die sozusagen auch im Performance-Markt rein ihre Kunden gewinnen können, dann ist sozusagen dann der Bedarf von euch, die Kunden quasi von vor Ort aus zu betreuen im Idealfall?</p>
<p>Nötzold: Ja.</p>
<p>Alpar: Wie schafft man bei drei Standorten, also ich meine, es ist ja manchmal selbst bei einem Standort schon nicht einfach, aber wie schafft man denn den Knowhow-Transfer bei drei Standorten? Oder sogar international? Wie macht ihr das denn? Werden da irgendwie regelmäßige Schulungen oder fliegt ihr alle Leute ein oder wie muss man sich das vorstellen?</p>
<p>Nötzold: Hast du denn nicht von den legendären QUISMA-Partys gehört, denen</p>
<p>Alpar: Partys nicht, Knowhow, KNOWHOW-Transfer. (lacht)</p>
<p>Nötzold: ÜBLICHerweise auch die QUISMA-Academy vorangeht. Das heißt, wir haben in der Regel, ja, zweimal, dreimal im Jahr eine QUISMA-Academy, wo wirklich alle Kollegen aus den Ländern einfliegen. Wo dann entsprechende Schulungen stattfinden und natürlich auch zwischen diesen Academies gibt es permanent Schulungen bei uns, die der Regel in München stattfinden, wo dann eben die Kollegen von überall herkommen.</p>
<p>Alpar: Okay und was macht man da? Ist das eher quasi für die Neueinsteiger, dass die erstmal wissen, wo vorne ist? Oder ist das quasi, so eher so ein Up-to-date-bringen, für die Leute irgendwie, die quasi schon mittendrin sind?</p>
<p>Nötzold: Beides. Also es ist für den Neueinsteiger in der Regel eine Schulung vorgesehen, die in München stattfindet. Das kann, die kann zwei Wochen dauern, kann aber auch zwei Monate dauern, je nach Vorkenntnis.</p>
<p>Alpar: Ich dachte je nachdem, wie schnell die lernen (lacht)? </p>
<p>Nötzold: Das kommt noch dazu (lacht). Aber es gibt auch Produktschulungen. Also jetzt gerade unser neues Tool erfordert eine gewisse Schulung. Da werden eben die Leute/</p>
<p>Alpar: Bis du es bedienen kannst, wenn es eine Komplexität hat.</p>
<p>Nötzold: Einfach mal her beordert und sitzen mal zwei Wochen dran und buchen einfach mal ihre Kunden ein.</p>
<p>Alpar: Okay. Und wie muss man sich das mit den internationalen Buden vorstellen? Sind das quasi ehemalige Mitarbeiter von euch, denen ihr denn vertraut habt? Die dann sagen, hier ich erobere für uns das und das Land? Oder geht dann einer von euch beiden Geschäftsführern quasi da regelmäßig hin und guckt, dass da alles irgendwie vorwärts läuft und irgendwie? Wie muss man sich das vorstellen? Ist ja auch alles andere als einfach bestimmt?</p>
<p>Nötzold: Es ist alles andere als einfach, richtig. Das ist sicherlich auch der Grund dafür, warum Ronald mehr unterwegs als im Office ist. Das heißt, das ist eher sein Thema. Wir haben zum Teil Mitarbeiter, die wir in die Länder entsandt haben. Wir haben aber auch einfach neue Leute rekrutiert in den Ländern je nachdem. Und, ja, wie gesagt, Reisetätigkeit ist sicherlich eher so Ronalds Thema, der dort versucht/</p>
<p>Alpar: Okay. Er der Vielfliegerkönig?</p>
<p>Nötzold: Ja (lacht). Genau.</p>
<p>Alpar: Wie ist das denn, in dem Umfeld von diesem, sagen wir mal sag mal klassischem Agenturumfeld. Da ist ja immer so Bäumchen wechsel dich, was Personal angeht. Die sind ja auch immer sehr, sehr gern, sehr volatil. Gerade diese kreativen Media-Planer und alle möglichen. Ist das bei euch schon so auch, weil ihr eben quasi auch eher in so einem Umfeld seid? Oder ist das im Performance-Marketing auch allgemein schon so? Wie siehst du das? Oder ist das bei denen anders irgendwie?</p>
<p>Nötzold: Ich denke das ist ein bisschen so eine Frage auch der Firmen, wie sagt man? Firmenhygiene? Kann man das so sagen? Wir versuchen schon, viel zu tun für die Mitarbeiter, um genau so einen Effekt zu verhindern und bei uns funktioniert es echt gut. Also wir können nicht sagen.</p>
<p>Alpar: Was machst du zum Beispiel für die Mitarbeiter?</p>
<p>Nötzold: Ach, ganze Menge Sachen. Es geht los bei (&#8230;) natürlich unseren Veranstaltungen, ne? </p>
<p>Alpar: Die Academies?</p>
<p>Nötzold: Ja, Academies, logisch. Aber eben auch die Partys. Wir machen eine ganze Menge an sonstiger Freizeitgestaltung mit denen. Wir haben viele Schulungen. Wir versuchen die, ja, weiterzubilden und wir, was, glaube ich, der wichtigste Punkt überhaupt ist, lassen sie auch keine zwölf Stunden am Tag arbeiten. Zum Beispiel nicht jeden Tag (lacht).</p>
<p>Alpar: (lacht) Im Ausnahmefall.</p>
<p>Nötzold: Nein, nein, das ist ganz einfach so. Bei uns muss man schon sagen, es ist nicht Pflicht, dass jeder Mitarbeiter abends um zehn noch da sitzt. Und das ist ein ganz wichtiger Punkt. Und das ist sicherlich in den meisten Agenturen so, wo dann eben die Leute auch, ja, einfach verheizt werden.</p>
<p>Alpar: Okay. Wie ist das mit Bezahlung hier in München? Hier in München sind ja auch die Preise bzw. alle drei Standorte. Düsseldorf, Frankfurt und München sind ja auch alles drei Standorte, wo die Gehälter eben im Durchschnitt eher höher sind, wahrscheinlich München ganz vorne, oder?</p>
<p>Nötzold: Ja, sicherlich klar, logo.</p>
<p>Alpar: Aber macht es in so einem Umfeld, sage ich mal, in so einem Corporate-Agenturumfeld nicht Sinn, auch irgendwo mal sagen wir mal Standorte zu haben, wo die Mitarbeiter gegebenenfalls auch günstiger gehaltstechnisch zu kriegen sind? Ich meine die Gehälter sind natürlich höher, weil die Lebenshaltungskosten eher hoch sind. Aber ihr seid eben nur in diesen Hochpreis-Städten, sage ich mal.</p>
<p>Nötzold: Ja, das ist richtig.</p>
<p>Alpar: Okay und das hat aber nur mit den Agenturen zu tun letztendlich, an die ihr angedockt seit? Also die MediaCom und die Mindshare, weil die eben dort sitzen?</p>
<p>Nötzold: Das hat nur mit denen zu tun, ja. Das ist hängt ganz einfach nur von denen ab. Ich würde jetzt auch nicht sagen, dass die Gehälter in München zwangsläufig höher sind als in Düsseldorf, zumal die Städte ja auch doch irgendwo vom Preislevel her sich nicht wirklich viel nehmen. Wir hatten aber noch nicht den Ansatz zu sagen, okay, wir gehen jetzt nach Dresden oder Leipzig, bloß, weil dort die Arbeitslosigkeit höher ist und wir möglicherweise geringere Kosten, was die Löhne anbelangt, haben. Das war noch nie ein Ansatz von uns.</p>
<p>Alpar: Okay. Und warum gibt es den Ansatz, also warum gibt es überhaupt sozusagen das Bedürfnis zu internationalisieren? Kommt dann eher von der GroupM, dass sie sagen, &#8220;Hey! In dem Land laufen eigentlich unsere anderen Agenturen gut, könntest du nicht auch mal deinen Kram, den du hier zauberst, den wir auch so mittelmäßig verstehen, auch mal dort machen?&#8221;</p>
<p>Nötzold: Das ist der eine Punkt. Natürlich sehen wir auch Chancen in den Ländern. Also das sind halt ganz klar Wachstumsländer, wo wir, ja, nicht die Letzten sein wollen am Markt und wo wir auch sehen, dass wir dort wirklich was erreichen können.</p>
<p>Alpar: Okay. Ist es denn oft so, dass die Kunden auch, also das auch dann quasi Kunden getrieben ist? Oder sagt ihr letztendlich, da sieht der Wettbewerb noch nicht so intensiv aus?</p>
<p>Nötzold: Wir sind gerade nach UK gegangen als letztes Land. Das ist sicherlich das, mit dem/</p>
<p>Alpar: Da gibt es schon ein paar Agenturen (lacht).</p>
<p>Nötzold: /größten Wettbewerb. Also es liegt nicht wirklich, nicht zwangsläufig am Wettbewerb. Sondern es liegt einfach an den Möglichkeiten, die wir da haben und/</p>
<p>Alpar: Um wahrscheinlich auch alle Märkte abdecken zu können, wenn es ein Kunde will, ne?</p>
<p>Nötzold: Das ist noch ein anderer Punkt. Das kommt noch dazu, klar.</p>
<p>Alpar: Okay. Welche Länder liefen einfacher als du es dir gedacht hast? Jetzt im Nachhinein? Gibt es da irgendwas, wo du sagst, Mensch, das lief rund, obwohl ich das nie gedacht hätte so? Frankreich oder Holland oder was immer ihr noch so macht? Wo seit ihr überall? Vielleicht kannst du mir sagen/</p>
<p>Nötzold: Wir sind, ich überlege gerade, wo es einfach war, ob ich das jetzt noch sagen kann? Ich glaube da &#8230;</p>
<p>Alpar: Ist auch eher Roland-Thema?</p>
<p>Nötzold: Ja. Ist wahrscheinlich eher Roland-Thema.</p>
<p>Alpar: Okay, dann sage mir mal, was machst du denn, was der Roland nicht macht?</p>
<p>Nötzold: Ich bin eher zuständig für den technischen Bereich bei uns.</p>
<p>Alpar: Okay, als Tool-Entwicklung, Schulungen solche Sachen?</p>
<p>Nötzold: Genau. Solche Sachen und SEO noch nebenbei und vorhin hatten wir noch die Frage, wo sind wir überall? Österreich, Schweiz, wir sind in Holland, wir sind in Frankreich, Spanien, Italien. In UK, in Polen, Deutschland hatten wir schon, genau, sind wir bei neun.</p>
<p>Alpar: Okay, aber ordentlich auf jeden Fall. Okay. Und (&#8230;) wie geht man in so einen Markt rein? Also sucht man im Idealfall quasi einen Mitarbeiter, der schon eingenordet ist, weil er von quasi hier schon immer mitgearbeitet hat, und schickt ihn dann dahin oder versucht dann dort von einer anderen Agentur Leute abzuwerben oder?</p>
<p>Nötzold: Genau, genau die.</p>
<p>Alpar: Von MediaCom oder?</p>
<p>Nötzold: Genau die beiden Sachen im Grunde. Einen, dem wir zutrauen, &#8220;Hey, der schafft es dort in dem Land. Leg los und zeige, was du kannst.&#8221; Aktuelles Beispiel Polen. Hat er sehr, sehr gut aufgebaut.</p>
<p>Alpar: Das ist ein ehemaliger Mitarbeiter, also nicht Ehemaliger.</p>
<p>Nötzold: Ist ein Mitarbeiter (lacht)</p>
<p>Alpar: Ist ein Mitarbeiter, der einen polnischen Hintergrund hat und dann/</p>
<p>Nötzold: Nein, nein, nein.</p>
<p>Alpar: Nicht mal? Wow! Okay, noch mutiger. Okay.</p>
<p>Nötzold: Und/</p>
<p>Alpar: Den schickt ihr mit dem Geldkoffer hin, sagt, &#8220;Miete mal ein Büro und stelle mal ein paar Leute an.&#8221;</p>
<p>Nötzold: Nein, das wäre in Russland so (lacht).</p>
<p>Alpar: (lacht). Okay.</p>
<p>Nötzold: Und ansonsten versuchen wir natürlich Leute aus dem Markt irgendwo abzuwerben. Völlig logisch, die eben den Markt kennen, die schon, ja, einen gewissen Bekanntheitsgrad haben, die sich einfach in der Branche auskennen.</p>
<p>Alpar: Okay</p>
<p>Nötzold: Was nicht vielfach einfach ist. Also das/</p>
<p>Alpar: Bei jetzt Neueinstellungen ist das meiste so, dass ihr (&#8230;), dass ihr Leute quasi frisch von der Uni nehmt und den dann anlernt? Also quasi eure Denke oder frisch von der Schule nehmt? Oder ist es mehr so, dass ihr Leute mit Berufserfahrung zu euch heuert? Hast du dafür so ein Gefühl?</p>
<p>Nötzold: Ja, auch beides würde ich sagen. Also klar, wir bieten/</p>
<p>Alpar: Fifty-fifty so?</p>
<p>Nötzold: (&#8230;) Puh?</p>
<p>Alpar: Schwer zu schätzen? Schwer zu schätzen von ganz oben.</p>
<p>Nötzold: Schwer zu schätzen jetzt.</p>
<p>Alpar: Vom Geschäftsführerposten aus?</p>
<p>Nötzold: Schwer zu schätzen jetzt, ohne die Zahlen in irgendeiner Excel-Liste vor mir zu haben, aber wir bieten natürlich ein Traineeprogramm an. Da nehmen wir natürlich die Leute von der Uni und versuchen sie direkt in das Performance-Marketing-Thema einzulernen. Gleichzeitig brauchen wir natürlich auch eine zweite Führungsebene irgendwo und/ (&#8230;)</p>
<p>Alpar: Ja.</p>
<p>Nötzold: Die wird entsprechend aus dem Markt rekrutiert.</p>
<p>Alpar: Die wird auch manchmal von außen. Was findest du aktuell spannend, was sich tut? Jetzt irgendwie Realtime Bidding hast du eben als Buzzword-Bingo schon mal einen erwischt. (&#8230;) Wie ist denn auf Kundenseite. Hast du das Gefühl irgendwie, es ist eigentlich alles gleich und es kommen neue Themen und die Leute möchten am liebsten immer irgendwas machen, was sie so nicht ganz so verstehen, aber dafür edgy ist oder nimmt insgesamt das Knowhow-Level zu oder ich denke mal, ihr habt wahrscheinlich eher mit großen Kunden zu tun als sozusagen der gemeine (&#8230;) Einzelkämpfer-SEO, der sich so/ </p>
<p>Nötzold: Genau (lacht).</p>
<p>Alpar: Der sich so draußen rum treibt.</p>
<p>Nötzold: Mit dem haben wir jetzt eher weniger zu tun.</p>
<p>Alpar: Genau, also eure Welt sieht einfach anders aus. Deswegen frage ich, wie sieht es dann auf Kundenseite aus bei euren Kunden jetzt, wenn du gerade auch, vielleicht so seit dem Kauf in den letzten drei, vier Jahren, wie sieht das aus? Entwickelt sich da was? Oder ist das eigentlich das Gleiche, nur neue Kunden kommen dazu, die eben vorher komplett unaufgeklärt waren und die ihr jetzt immer noch ans Performance-Marketing ran führt?</p>
<p>Nötzold: Ich denke es entwickelt sich natürlich. Die Kunden wissen zumindest, was sie fragen sollen. Die Kunden wissen in der Regel auch, was es gibt. Ob es dann umgesetzt wird, ist eine ganz andere Frage. Und es ist zum Teil schon ein gewisser Aufklärungsbedarf vorhanden, was ja jetzt bei Realtime Bidding nicht zwangsläufig der Fall ist. Das ist Display-Advertising &#8230;</p>
<p>Alpar: Kann ja auch sein, dass es nur bei Agenturen bleibt, die sowie Performance orientiert Display CPX machen? Kann sein, dass die einfach dann Realtime Bidding als ein Element im Portfolio aufnehmen und gar nicht unbedingt der Kunde selbst, damit so Kontakt hat?</p>
<p>Nötzold: Genau. Das ist schließlich ein Zukauf von Reichweite. Mehr ist es nicht. Und der muss sich auf Kundenseite einfach nur durch, ja, Zahlen ausdrücken, durch Sales und Leads und wenn das funktioniert, spielt für ihn eigentlich kaum eine Rolle, wie es generiert wurde, wenn denn nicht solche Themen auch poppen, wie im &#8220;Spiegel&#8221; kürzlich.</p>
<p>Alpar: Wie macht ihr das, Personalführung, gibt es da irgendwie so was wie so Feedback-Runden? So quasi wie bei großen Unternehmensberatungen, so 360 Grad Feedback oder macht ihr das nur von oben nach unten oder wie macht ihr solche Sachen?</p>
<p>Nötzold: Es gibt/</p>
<p>Alpar: Man würde ja immer denken, je größer die Firma, je professioneller die Prozesse deswegen frage ich einfach mal der Neugierde halber, weil, meistens kennt einer eine Performance-Marketing-Agentur, die so groß ist. Also es ist ja, wie viele gibt es? Gibt es jemand anderen in eurer Größe in Deutschland?</p>
<p>Nötzold: (&#8230;)</p>
<p>Alpar: Wahrscheinlich schwierig?</p>
<p>Nötzold: Schwierig wahrscheinlich, ja. Es gibt mit jedem Mitarbeiter, ja, ein Bonussystem prinzipiell, was basiert auf Firmenzielen, aber auch persönlichen Zielen und dafür gibt es einmal im halben Jahr eine Zielvereinbarung und ein, ja, Feedback-Gespräch. Es gibt natürlich auch, ja, weekly Gespräche, aber letzten Endes ist das Halbjahresgespräch noch mal das, was eben seine Leistungen reflektieren soll, was sich dann eben auch auszahlt in seinem Bonus.</p>
<p>Alpar: Okay. Wie viel Prozent vom Gehalt kann der ausmachen?</p>
<p>Nötzold: 20 Prozent.</p>
<p>Alpar: Oh, das ist schon ordentlich. Ist wahrscheinlich auch nicht so, dass es das bei jeder Agentur gibt? Würde mich wundern, oder?</p>
<p>Nötzold: Ich bin nicht im Bilde. Ich habe selten bei einem anderen gearbeitet (lacht).</p>
<p>Alpar: Nein, aber es fragt wahrscheinlich auch keiner so frech, wie ich (lacht). Okay, ja super. Echt spannend. Gut. Dann vielen Dank für das Interview.</p>
<p>Nötzold: Gerne.
</p></blockquote>
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		<itunes:subtitle>Heute im Interview beim OMReport ist Norman Nötzold von Quisma.
Norman Nötzold bei OMReport.de
Das Video findet ihr wie immer auch bei Youtube und bei iTunes. Die Transkription ist wie immer im Post zu finden.


Alpar: So, heute mit mir der Norman v[...]</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Heute im Interview beim OMReport ist Norman Nötzold von Quisma.
Norman Nötzold bei OMReport.de
Das Video findet ihr wie immer auch bei Youtube und bei iTunes. Die Transkription ist wie immer im Post zu finden.


Alpar: So, heute mit mir der Norman von QUISMA.
Nötzold: Ja genau. Hey.
Alpar: Was ist denn QUISMA? QUISMA ist doch so ein &#8230; Ihr seid doch bei so einer Kette von Agenturen und ihr seit einer von vielen aus so einem Netz. Wie muss man sich das denn vorstellen? Seit ihr in dieser GroupM, also eines der mächtigsten Werbenetzwerke weltweit.
Nötzold: Ja, aber wir sind nicht einer von vielen, sondern wir sind die Performance-Agentur der GroupM und zuständig für den Performance-Bereich. Zur GroupM gehören ja nun eine MediaCom eine Mindshare eine MEC eine Maxus, die vier Ms quasi, und ja, QUISMA eben jetzt/
Alpar: Wollten sie euch nicht umbenennen? Irgendwas mit M davor? Das wäre doch viel lustiger?
Nötzold: Nein, denke ich nicht so.
Alpar: (lacht)
Nötzold: Du hast vorhin das auch ganz nett gesagt, das ist echt schwer irgendwie seine Firma zu verlassen. Firma umzubenennen ist wahrscheinlich genauso schwer. Und das nach 11 Jahren?
Alpar: Okay.
Nötzold: Nein, ich denke nicht.
Alpar: Und jetzt gefühlt, also, obwohl ich aus der Performance-Marketing-Welt komme, sind die anderen Namen doch noch irgendwie klangvoller? Ist das so, weil quasi in der wirklichen Werbewelt eigentlich Performance-Marketing gar noch nicht so wichtig ist? Oder wieso fühlt sich das für mich so an oder sagst du, ich liege da total falsch?
Nötzold: Was heißt klangvoller für dich?
Alpar: Na ja. So MediaCom. So ein riesen Monster von Unternehmen stellt man sich da vor und dagegen fühlt sich QUISMA mit irgendwie, was habt ihr? Hundert Mitarbeiter oder so?
Nötzold: 150, 160 so.
Alpar: Was immer noch riesig ist, ja, für eine Performance-Marketing-Agentur, wahrscheinlich einer der größten und trotzdem seid ihr halt wahrscheinlich noch eine Ecke kleiner, als all die anderen, oder?
Nötzold: Ja sicherlich. Natürlich sind wir um einiges kleiner, ein bisschen jünger ein Stück weit und wir sind auch wesentlich kleiner, also ganz klar.
Alpar: Wie erklärst du dir das? Ist das Thema noch nicht so wichtig oder schafft man das Thema auch mit weniger Leuten?
Nötzold: Das ist eine gute Frage. Ich denke das Thema ist auf gar keinen Fall weniger wichtig. Man schafft es nicht zwangsläufig mit weniger Leuten, aber &#8230; es ist sicherlich ein Thema für Markt ganz einfach. Wann sind die gestartet werden? Mit was sind die gestartet und &#8230;
Alpar: Was die anderen Unternehmen haben. Eher mal so 30, 40 Jahre Firmengeschichte oder noch länger?
Nötzold: Gar nicht mal, gar nicht mal. Die haben dann eben vielleicht nur zehn Jahre mehr. Aber als Media Agentur hast du natürlich ja schon ein Stück weit vor dem Performance-Thema, vor QUISMA eigentlich starten können. Und so sind sie natürlich denn groß geworden und das ist ganz einfach der Grund.
Alpar: Okay. Und das ist natürlich wahrscheinlich der Traum für jeden, sozusagen Inhaber einer Agentur, zu verkaufen an ein so großes Werbenetzwerk oder man stellt sich vor, die ganze harte, harte Akquise-Arbeit, die ist dann dahin, weil die GroupM und meine Schwestern, die schaufeln mir hier die Brands allergrößter Güte rüber und dann muss ich die nur noch abfeiern und kann mich ganz entspannt zurücklehnen und das Rad dreht sich, das große.
Nötzold: Genau. So haben wir uns das gedacht, bis wir feststellen mussten, dass natürlich jetzt die Akquise noch ein Stück weit schwieriger ist, weil sie beginnt bei den Media-Planern der Agenturen.
Alpar: Das heißt, euren eigenen Schwestern?
Nötzold: Von unseren eigenen Schwestern. Das heißt dann, wir müssen denen natürlich erst mal erklären, was tun wir eigentlich? Was gar nicht so einfach ist. Ein Media-Planer jetzt ein SEO beizubringen. Oder auch schon ein SEM oder SEA. Dass hier eben nicht einfach mal ein ganz klares Budget mit einer ganz klaren Anzahl an Klicks oder Impressions dahinter steht, [...]</itunes:summary>
		<itunes:author>Andre Alpar</itunes:author>
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	</item>
		<item>
		<title>Folge 20 &#8211; (Übersetztes) Interview mit Greg Boser via OMReport.com</title>
		<link>http://www.omreport.de/folge-20-uebersetztes-interview-mit-greg-boser-via-omreport-com/</link>
		<comments>http://www.omreport.de/folge-20-uebersetztes-interview-mit-greg-boser-via-omreport-com/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 08:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andre Alpar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online Marketing Podcast]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.omreport.de/?p=385</guid>
		<description><![CDATA[In diesem Artikel findet ihr die deutsche Transkription des englischen Greg Boser Interview. Greg Boser ist SEO bei BlueGlass. &#160; Das interview ist auf iTunes und auf Youtube. Die Transkription auf Deutsch findet ihr im Post. Alpar: Wir sind hier beim OMReport, diesmal &#8230; <a href="http://www.omreport.de/folge-20-uebersetztes-interview-mit-greg-boser-via-omreport-com/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Artikel findet ihr die deutsche Transkription des <a title="Greg Boser - OMReport.com Interview" href="http://www.omreport.com/episode-6-interview-with-greg-boser/">englischen Greg Boser Intervie</a>w. Greg Boser ist SEO bei <a title="BlueGlass" href="http://www.blueglass.com/">BlueGlass</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_386" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-386" title="Greg Boser via OMReport.com " src="http://www.omreport.de/wp-content/uploads/2011/12/greg-boser-300x224.jpg" alt="Greg Boser via OMReport.com " width="300" height="224" /><p class="wp-caption-text">Greg Boser via OMReport.com</p></div>
<p>Das interview ist auf <a href="http://itunes.apple.com/podcast/id460956810?l=en">iTunes</a> und auf <a href="http://www.youtube.com/playlist?list=PLE0309971BA8E502B">Youtube</a>.</p>
<p>Die Transkription auf Deutsch findet ihr im Post.<span id="more-385"></span></p>
<blockquote><p>Alpar: Wir sind hier beim OMReport, diesmal mit Greg Boser. Greg, kannst du dich mal vorstellen?</p>
<p>Boser: Mein Name ist Greg. Ich bin ein SEO.</p>
<p>Alpar: Okay.</p>
<p>Boser: Und eigentlich &#8230; Mein aktueller Job ist &#8220;President of Products and Services&#8221; bei BlueGlass Interactive.</p>
<p>Technisch gesehen bin ich gar kein SEO mehr, aber ich leite immernoch das Strategie-Team bei Blueglass und &#8230;</p>
<p>Alpar: Also, wieviele Leute hat BlueGlass?</p>
<p>Boser: So ungefähr 45 nach letzter Zählung. Plus Minus.</p>
<p>Alpar: Und es ist eine ziemlich neue Marke in der Branche, nicht?</p>
<p>Boser: Ja, es ist &#8230; wir nennen es gerne ein Mash-Up &#8230; einige meiner Partner, wir hatte alle individuelle Consulting Agenturen. Und dann vor einen Jahr, Juni, sind vier von ihnen zusammengekommen und haben BlueGlass gegründet und ich habe sie hier getroffen. Ich kannte sie schon vorher, aber sie sind letztes Jahr zum Oktoberfest gekommen und haben mich angesprochen ob ich nicht die Search Division leiten möchte. Bei ein paar Bier hat sich das nach einer guten Idee angehört. Also habe ich zugesagt und meine Firma bei ihnen eingegliedert. Nun, ein Jahr später, bin ich aus dem Suchgeschäft ausgetreten und leite die Produkt und Service Abteilung. Wir entwickeln einige Tools und solche Sachen, ausserdem &#8230;</p>
<p>Alpar: Tools, wie etwa Monitoring-Tools, oder Tools für das Workflow Management? Oder welcher Art von Tools?</p>
<p>Boser: Ja, schon Enterprise-Level SEO Tools und Marketin Tools um alles zu managen. Viele der Prozesse mache ich schon lange, ich bin seit etwa &#8217;96 dabei, deshalb &#8230;</p>
<p>Alpar: Davor waren Suchmaschinen da.</p>
<p>Boser: Davor, ja, davor &#8230; Damals als wir noch über den Namen SEO debattiert haben, bevor der Name eigentlich existierte. Damals gab es nicht wirklich viele von uns, und über die Jahre sind viele der Methoden die wir benutzt haben und die internen Tools aus meiner alten Firma zusammengekommen, da haben wir entschieden &#8230;</p>
<p>Alpar: Kannst du da ein ganz spezifisches Beispiel nennen? Du weisst schon, ohne zu viele Informationen rauszugeben? Ich meine, was wäre z.B. so ein Tool?</p>
<p>Boser: Ja. Das Ding das wir &#8230;</p>
<p>Alpar: Etwas wo man sagen würden: &#8220;Wow, wir haben das und es ist wirklich cool&#8221;</p>
<p>Boser: Ja, die Sache wo wir dieses Jahr wirklich eine Menge dran gearbeitet habe ist &#8230; Wir hatten ein internes Tool, ein Visibility Tool, welches einfach nur Postionen überprüft. Aber es hat auch den Marktanteil der Suchmaschine, durchschnittlich CTR und sowas erfasst. Wir hatten einige Daten &#8230;</p>
<p>Alpar: Welche Positionen?</p>
<p>Boser: Ja, wir hatte einige Daten die ich von &#8230;</p>
<p>Alpar: Würdest du da unterscheiden &#8230;</p>
<p>Boser: Mit den Suchmaschinen-Leuten trinken zu gehen über die Jahre, nicht? Soweit wir die Prozentrate der Clicks hatten würden wir &#8230;</p>
<p>Alpar: Gab es da nicht ein Datenleck vor kurzem? So vor einem oder anderthalb Jahren?</p>
<p>Boser: Ja, das waren die AOL Daten. Ein Teil davon wurde in das Tool mit aufgenommen und wir haben das in meiner Forma genutzt um Performance-basierte Verträge zu machen. Wo wir von Grund auf gestartet sind und erstmal ein Vertrauensverhältnis aufgebaut haben &#8230;.</p>
<p>Alpar: Und die haben deinem Sichtbarkeits-Index vertraut? Konnten sie deinen Sichtbarkeits-Index trauen? Ich meine, war da &#8230; denn ich denke deine Kunden brauchen ein gewisses Level an Expertise um sich selbst &#8230; Du weisst schon um ihren Frieden damit zu schliessen und deinem Sichtbarkeits-Index zu trauen ohne Angst zu haben, dass du etwas maniuplierst.</p>
<p>Boser: Jaa &#8230; So wie wir das gemacht haben, waren wir in diesen Verträgen vollständig transparent und wir haben offen gelegt wie wir alles berechnet haben. Wenn die das also überprüfen wollte, konnten sie es selbst nachrechnen. Wenn sie das dann wirklich machen wollten, musste man den Kunden schon ein bisschen aufklären, aber wir dachten &#8230; du weisst schon &#8230;</p>
<p>Alpar: Sind Kunden in den USA generell &#8230; Du weisst, im grossen und ganzen, wollen &#8230;</p>
<p>Boser: Ja, ich meine ich war &#8230;</p>
<p>Alpar: Oder muss man den Kunden viel erklären?</p>
<p>Boser: Für mich, persönlich, war es nicht so. Aber ich habe immer dazu tendiert, wenn du lange dabei bist, wenn mich dann jemand anruft und &#8230;</p>
<p>Alpar: Ja, ja, ja.</p>
<p>Boser: Dann bist du etwa so: &#8220;ich möchte nicht viele Kunden annehmen die völlig neu in diesem Feld sind&#8221;. Die wurden in der Regel an mich weiterempfohlen, sind also wahrscheinlich potentiell informiertere Kunden was das HIntergrundwissen angeht. Aber es war interessant, denn ich war wirklich der einzige &#8230; Nicht viele SEOs arbeiten so und &#8230;</p>
<p>Alpar: Nun, in Deutschland und einigen Teilen von Europa arbeiten einige auf diese weise und das schon seit drei Jahren oder so.</p>
<p>Boser: Wirklich?</p>
<p>Alpar: Es gibt drei Tools die dir den Visibility Index anzeigen, üblicherweise &#8230;</p>
<p>Boser: Yup, Sistrix und &#8230;</p>
<p>Alpar: Sistrix, Searchmetrics und dann gibt es noch zwei, drei andere.</p>
<p>Boser: Also, ja, unseres ist &#8230;</p>
<p>Alpar: Es ist ähnlich &#8230;</p>
<p>Boser: Es war ähnlich &#8230;</p>
<p>Alpar: Aber mit einer eigenen Keyword Basis, welche auf den Kunden abgestimmt ist? Is es so, wie du es gemacht hast?</p>
<p>Boser: Richtig, also im Gunde machen wir &#8230; in dieser Art von Verträgen &#8230; wir etablieren eine Menge an Sätzen, welchen der Kunde zustimmt. Im Grunde nehmen wir eine Momentaufnahme von dem, was wir für representativ für den Grossteil des Suchvolumens halten. Im Schnitt so 50 bis 100 Sätze &#8211; Und anhand deren geschätztem Volumen ermitteln wir, was ein Satz wert ist. Unsere Bezahlung und unsere Boni basieren dann darauf, wie sie für die ganze Menge der Sätze ranken. Es ist also ein globaler Sichtbarkeits-Score für die ganze Domain. Wir könnten das also laufen lassen und dann &#8230;</p>
<p>Alpar: Aber im Keyword-Space des Kunden.</p>
<p>Boser: Also wir könnten es dafür laufen lassen und z.B. &#8230; Äpfel, nicht? Für alle deine Äpfel-Keywords bist du die 27. meist sichtbare Seite im Web und wir können sehen wir gross die Abstände zwischen den Plätzen sind. Wir könnten uns das also angucken und bekommen eine Idee &#8230;</p>
<p>Alpar: Also normalerweise &#8230;</p>
<p>Boser: Was es braucht um den Kunden dazu zu bewegen und was wir dann auch machen ist, wir etablieren diese Grundmenge an Sätzen. Dann starten wir normlerweise mit einem 12 Monatsvertrag mit einem festen Level, dass wir bis zum Ablauf dieser Zeit erreichen müssen. Wenn wir das schaffen, dann wird der Vertrag verlängert mit neuen Metriken. Üblicherweise hat es sich immer auf drei Jahre Zusammenarbeit rausgearbeitet, wenn wir unser Ziel erreicht hatten. Wir konnten dann reinkommen und haben angefangen zu arbeiten für etwa &#8230;</p>
<p>Alpar: Es wurde also ein fester Betrag, plus einem Bonus gezahlt nur um &#8230; Wenn sie den Knopf drücken?</p>
<p>Boser: Ja, also ich &#8230; Es war ungefähr 60 prozent weniger, als was ich bei einem normalen Consulting Termin nehmen würde. Ich habe also günstiger vorgearbeitet und dann mit dem Bonus, offensichtlicherweise &#8230;</p>
<p>Alpar: Du konntest es verkraften.</p>
<p>Boser: Ja, und das nette ist, am Ende &#8230; Als letztes Ende dieser Verträge, weil es so ein kleiner Shop war gab es nur einen Weg wie ich skalieren konnte. Und wenn du an diesem Ende bist, dann musst du nicht wirklich viel Arbeit machen. Der Kunde zahlt dann signifikant mehr als wir ihm berechnet hätten. Am Ende kommt dann so etwa das 3.5-fache als ROI raus. Der Vorteil für den Kunden ist, wenn wir das Ziel im ersten Jahr nicht schaffen, dann &#8230;</p>
<p>Alpar: Das ist dann sehr günstig für sie.</p>
<p>Boser: Dann können weg gehen und sie hätten eine Menge weniger gezahlt, als bei anderen Firmen. Also, wir haben das Tool dann genommen und es war Teil von dem was ich zu BlueGlass mitgenommen haben. Und gerade als ich zu BlueGlass gekommen bin, hat Google das ganze Localization Zeug in US ausgerollt. NIcht nur die Google Places Einträge, sondern auch die organischen Einträge, basierend darauf von wo aus du suchst.</p>
<p>Alpar: Es hängt ja auch vom Typ der Suche ab, denn einige sind offensichtlich local. Wenn du z.B. nach einem Frisör guckst, dann suchst du nicht nur Frisören, sondern &#8230;</p>
<p>Boser: Das grosse Ding, dass sie &#8230; Die Änderung die sie gemacht haben, war dass sie Queries gemacht haben, welche keine GEO &#8230;</p>
<p>Alpar: Ja, ja, ja.</p>
<p>Boser: &#8230; Qualifier hatte.</p>
<p>Alpar: Aber sie konnten rausfinden, welche Queries normalerweise einen Geo-Qualifier hätten und dann einige lokale Resultate mit reinmischen.</p>
<p>Boser: Ja, und waren wirklich fasziniert davon. Das andere was sie gemacht hatten, ist sie haben jedem eine Position zugewiesen. Man konnte das nicht länger nur optional einstellen. Es war so, dass du nicht länger eingeloggt sein musstest. Für unsere Bots, welche gecrawled haben und den Visibility Score berechnet haben, die haben einfach keine Cookies genommen, damit man eine Akkurate Momentaufnahme bekommen hat. Was dann passiert ist, sogar Bots haben Cookie &#8230; Oder Location mittlerweile. Also plötzlich haben wir bemerkt &#8230; Ich bin dann eines Tages in Büro gekommen und unsere Bots waren zu der Zeit in Dallas, Texas. Und alle diese Daten waren verändert. Ich habe alle diese lokalen Texas Domains gesehen und lokale Sachen aus Dallas, alles das waren organische Resultate. Also, in anbetracht der Zahlen habe ich gesagt: &#8220;Wow, das ist &#8230; Wie machen wir &#8230;? Wir können dieses Modell nicht weiter machen, denn es ist &#8230; Wie bekommen wir solche akkuraten Daten?&#8221; Das hat uns zu der Mission gebracht das Tool zu überarbeiten und so die gleiche Suchanfrage mit verschiedenen GEO-Locations zu machen und diese dann nach Einwohnerdichte zu gewichten und &#8230; Also, im Grunde, um dies zu machen haben wir uns die Top-50 Städte in den USA angeguckt und geschaut wie wir in jeder einzelnen ranken. Diese Menge an Sätzen von vorhin wird nun &#8230; nun ja du musst halt die gleiche Suche 50 mal machen,</p>
<p>Alpar: Verstanden.</p>
<p>Boser: Vom Standpunkt der Skalierbarkeit aus gesehen war es &#8230;</p>
<p>Alpar: Nur viel mehr ins Detail, damit musst du dann arbeiten können.</p>
<p>Boser: Ja, es sind mehr Anfragen an Google. Nicht gebannt zu werden und viele IPs zu managen, dass ist das woran wir das letzte Jahr dran gearbeitet haben seit ich dort bin. Und wir sind nur dabei bereit &#8230; Wir starten demnächst intern und im Januar wird es vollständig funktionsfähig sein. Im Januar wird es dann auch eingebunden. Dann kannst du nicht nur den Score machen, sondern die Daten weiterverarbeiten. Du kannst dir dann solche Sachen angucken wie: &#8220;Welche Art von Seiten ranken in Städten mit weniger als 1000, oder 100.000 Leuten?&#8221; Wir können dann Trends sehen und Profile zusammenziehen und verknüpfen und wirklich verstehen was &#8230; Wie Google das alles steuert und können dann zurück gehen und die Perfomance-basierten Sachen machen. Aber es ist sehr interessant, denn du hast Searchmetrics erwähnt. Ich habe am Montag mit ihm telefoniert und kann ihre Sachen wirklich gut leiden, aber die Daten die sie rausgegeben hatten &#8230; oder jeder, es waren nicht nur die &#8230; Jeder der auf crawling.com basiert, dass ist so unterschiedlich davon was Leute wirklich sehen.</p>
<p>Alpar: Ja, von den Diensten.</p>
<p>Boser: Ja, weil &#8230; Was ich feststelle ist, Kunden sagen: &#8220;Okay, mein Traffic ist weniger geworden, aber meine Seite ranked.&#8221;, sie sehen sich also selbst ranken. Sie sehen aber nicht, wo sie nicht sind. Deshalb geben wir denen micro-focused Informationen und sind so in der Lage da Strategien drum rum zu bauen. Das wird dann auch mit dem Rest unserer Tool-Suite an den Start gehen, welche auch Backlinks macht und, du weisst schon, in der Lage ist diese Seiten zu nehmen, sie zu querien und alle Backlings zu finden. Solche Sachen halt. Ich hoffe wir fangen an mit Searchmetrics zusammen zu arbeiten. So eine Art Zusammenschluss, wo man dem Kunden deren Tool ebenfalls anbietet, welches dann sozusagen eine Ergänzung zu unserem ist. In einem Jahr, hoffentlich, werden die einige APIs hinzufügen und dann können wird &#8230; Ich würde mich freuen sie als unseren Datenanbieter zu nutzen, sie sind &#8230; Ich liebe die Sachen, die sie machen und ich denke kombiniert mit unseren Fähigkeiten so etwas mit an den Tisch zu bringen aus den Staaten würde eine starke Sache ergeben. Dann gehen wir auch wieder daran einges an Performance-basierten Sachen und &#8230;</p>
<p>Alpar: Wenn man sich BlueGlass anguckt, dann sieht es so aus als wäre &#8230; es ist eine Band von SuperStars, so würde ich es mal nennen. Und es ist lustig, denn für mich gibt es eigentlich entweder einzelne Personen, die sich selbst as Marke haben und dann gibt es diese Ein-Mann-Armee Cosulting Armys. Ich nenne sie mal so, damit du weisst &#8230; ja.</p>
<p>Boser: Alles schon gehabt.</p>
<p>Alpar: Weisst du was ich meine? Einige von den Jungs tendieren dann dazu, nun ja, manche sind willens oder ziehen es vor eine Organisation aufzubauen. Um ein bisschen zu skalieren und zu strukturieren. Auf der anderen Seite ist es halt auch nicht so leicht, aber mir ist klar &#8230; normalerweise, so wie jede Agentur, werden sie als Marke von einer speziellen Person repräsentiert. Dann gibt es da halt noch dieses BlueGlass Ding, welches einfach auftaucht und das ist &#8230; ist das nicht verwunderlich? Ich meine müsst ihr eine Marke aufbauen oder seid ihr Leute die &#8230;</p>
<p>Boser: Das ist interessant, das ist super und es &#8230; Weisst du der #1 Kommentar. Und obwohl ich der letzte bin, der bei BlueGlass dazugekommen ist, auch wenn alle meine Freunde sind, als ich dort angefangen habe war es wie: &#8220;Wow, das sind eine Menge Chefs, aber nicht viel Brot&#8221;. Es gibt viel Ego dort, weisst du was ich meine? Es ist, dass jeder sehr bekannt ist, schon lange dabei ist, und solche Sachen und ich sehe das Problem &#8230; Wie soll das funktionieren. Aber &#8230;</p>
<p>Alpar: Aber was war die Idee dahinter? Denkst du, dass Firmen einer bestimmten Grösse nicht bereit sind mit individuellen Personen zu arbeiten? Und das ist dann der Grund, warum es mehr Sinn macht ein Team zu bilden?</p>
<p>Boser: Ja ein bisschen das auf jeden Fall und das ist interessant. Ich meine, in einem kleinen Shop, was typischerweise passiert ist, dass du Projekte bekommst du zu gross sind. Und wir Outsourcen sowieso schon zueinander, deshalb ist mein Fokus eher organisches SEO &#8211; Das ist das, wofür ich bekannt bin. Und wenn ich Social Media Sachen hätte, dann wäre es diese Jungs an die ich die Kunden verweise würde oder ich würde einen Untervertrag machen. Dann hast du noch die grösseren Agentur, die machen eine Menge an Outsourcing an Anbieter, dass ist dann eher ein Ein-Stop-Halt wo man alles auf einmal bekommt. Das ist die Idee dahinter, die Summe der Teile ist also besser, als wir alle individuell. Die Herausforderung genau das zu machen, war vor allem das zusammenlegen der Angestellten und Systeme und solcher Sachen, nicht so sehr das Zusammenlegen der Egos. Dann sind sie aber auf einmal mit einer Unmenge an Sachen durch die Tür &#8230; Sie hatten schon &#8230; Wir haben niemals eine Pause für diesen Prozess gemacht.</p>
<p>Alpar: Die Kunden.</p>
<p>Boser: Ja, direkt durch die Tür. Ich bin also bei BlueGlass reingekommen, da hatte ich über 120 Kunden, grosse mit hoher Dynamik.</p>
<p>Alpar: Und hast du alle, ich meine hast du alle Individual-Verträge auf BlueGlass umgemodelt? Das volle Programm?</p>
<p>Boser: Die meisten, ja.</p>
<p>Alpar: Wie funktioniert das?</p>
<p>Boser: Ich habe damals nicht so viele Kunden mit gebracht, aber die anderen Firmen schon und &#8230; Es war also eine ganze Menge Chaos und es dauerte &#8230; Wir haben eine Menge über die Jahre gelernt wie man /</p>
<p>Alpar: Weisst du, diese Ein-Mann-SEO-Armeen, die haben manchmal, wenn sie von zu Hause aus arbeiten, dann sind sie es nicht gewöhnt jeden Tag ins Büro zu gehen. Hast du solche Fälle auch? Oder nicht so viel?</p>
<p>Boser: Also ich arbeite immer noch von zu Hause.</p>
<p>Alpar: Oh, okay.</p>
<p>Boser: Denn ich wohne an der Westlüste und praktisch jeder andere, oder zumindest die meisten, sind in unserem Büro in Tampa. Wir haben ein Büro in Downtown-LA wo ich hin gehe. Nun ja, nicht jeden Tag aber hauptsächlich wegen den Programmieren. Wie der Typ, welcher mit mir zusammen aus meiner alten Firma gekommen ist, er ist unser VP im Bereich Produkte. Er geht auch in das Büro in LA und arbeitet da, aber es ist keine tägliche Routine, ausserdem war jeder schon mal in Tampa. Vor allem deswegen weild Davids Firma, Search &amp; Social, mit Lauren Baker zusammengeschlossen wurde, deshalb waren die auch schon in dem Büro vorher. Chris und Daniel Winfield sind dann runter gekommen, genauer gesagt sind sie umgezogen von New York, damit sie in Tampa leben können und sind nun täglich im Büro. Ich bin also &#8230; Ich bin wirklich der einzige &#8230; bei anderen Partnern &#8230;</p>
<p>Alpar: Okay, ich war ein bisschen gemein als ich die Frage gestellt habe. Tut mir Leid, das konnte ich ja nicht ahnen. Du hättest mir ein Zeichen geben müssen, dann hätte ich auch damit aufgehört.</p>
<p>Boser: Ja. Ja, ja. Und es ist interessant, weil &#8230; Ich habe &#8230; Ich habe beides gemacht. Ich habe von zuhause gearbeitet und ich &#8230; Wir hatten ein Büro für mehere Jahre und dann in der Kreditkrise haben wir uns dazu entschieden das Büro dicht zu machen und schlanker zu werden. Einfach nicht so verschwenderisch sein, den wir haben Geld verschwendet wie jeder andere auch zu der Zeit. So bin ich dann wieder dahin zurück von zuhause zu arbeiten und das ist eine interessante Änderung. Dann habe ich ja auch noch das Ostküsten-Westküsten Ding, wodurch ich jetzt viel früher aufstehe als ich es je vorher gemacht habe. Halt um sicherzustellen, dass ich während des Tages verfügbar bin für mein Team dort drüben. Das war eine interessante Sache, nicht &#8230;</p>
<p>Alpar: Wie koordinierst du das ganze? Hauptsächlich Skype und Videochat?</p>
<p>Boser: Wir machen viel Skype, wir machen Video Chat, Chris Winfield und ich haben tägliche Meetings. Nur wir zwei, denn mit der neuen Struktur jetzt und Dave und einigen anderen Partnern haben wir ein neues Venture gestartet mit dem Namen Steelcast. Das ist ein Joint Venture zwischen uns und einigen anderen Leuten hier um Raum und Dave. Es sind also weniger Partner die BlueGlass zur Zeit ordentlich leiten. Dave hat die Sachen, an denen er gearbeitet hat mitgenommen und wir haben ihn dort drüben loslegen lassen. Die machen einiges an Händler-Sachen für uns aktuell, wir bekommen viel &#8230;</p>
<p>Alpar: Was meinst du mit Händler-Sachen?</p>
<p>Boser: Ah, solche Sachen wie Produktion and eine Menge an Link-Building.</p>
<p>Alpar: Okay.</p>
<p>Boser: Die eigentlich Arbeit, rauszugehen und diese Links zu machen, solche Sachen werden an Stellcast übergehen. Uns ist die Idee gekommen, als Grund für Agenturen &#8230;</p>
<p>Alpar: Nur eine lustige Idee &#8230; Stell dir vor einer der Partner bringt einen Kunden und dann das &#8230; Du weisst schon, der Kunde hat zu BlueGlass gewechselt und der Partner hat vorher für den Kunden gearbeitet. Jetzt geht er zu Steelcast. Hast du da nicht einiges an Erklärungen zu leisten bei den Kunden, oder nehmen die das alle gut an?</p>
<p>Boser: Nein, weisst du &#8230; Das ist sicherlich &#8230;</p>
<p>Alpar: Sie könnten ja sagen: &#8220;Warte, warte, warte. Mein Mann geht da weg? Nun, aber ich habe einen Vertrag mit ihm, wie kann er da weggehen?&#8221;</p>
<p>Boser: Eines der grössten Themen wenn du Consultant bist ist, dass deine Kunden eine Menge an echter persönlicher Zeit bekommen, nicht? In diesem Modell gibt es eine Anpassungsphase. Also Kunden die zu dir kommen, weil sie mögen wie &#8230; Mein Job bei BlueGlass geht wirklich viel weiter als SEO. Eigentlich &#8230; mit Chris&#8217; Management &#8230; ist es mehr wie ein Boss zu sein.</p>
<p>Alpar: Es ist mehr wie Management. Ja, es ist Management, weil &#8230;</p>
<p>Boser: Der Boss zu sein, weisst du was ich meine? Management Sachen machen halt. Wie ich schon sagte, ich bleibe zwar wahrscheinlich aktiver in den Themen als ich sollte, aber ich führe dennoch und mache Consulting im strategischen Part für die organische Suche.</p>
<p>Alpar: Aber wenn grosse Kunden kommen, dann wollen sie mit dem Chef sprechen.</p>
<p>Boser: Ja. Ja, und &#8230;</p>
<p>Alpar: Sie müssen direkt mit dem Chef unter vier Augen sprechen, und nicht mit irgendwem aus der Firma, nicht? Die wollen die vier Augen Gespräche und zwar die premium Version.</p>
<p>Boser: Absolut, und es ist wichtig sich die Zeit zu nehmen. Wir haben eine Menge an jungen, smarten Talenten.</p>
<p>Alpar: Wie rekrutierst du die? Sind das alles grosse Egos, die schon vorher eine grosse &#8220;Social Visibility&#8221; hatte. Oder waren die &#8230; rekrutierst du sie einfach wenn sie jung sind?</p>
<p>Boser: Wir sind sehr gross bei &#8230; wir probieren immer die Leute von innen heraus anzustellen. Die Idee, speziell jetzt gerade &#8230; wie haben diese Trennung mit BlueGlass, so dass wir &#8230; Eine der Sachen, die wir eingeführt haben kurz nachdem ich gekommen bin ist, das wir die individuellen Kanäle verworfen haben. Wir hatten zum Beispiel &#8230; Ich war der Vizepräsident im Bereich Suche und Lauren war der Vizepräsident im Bereich Social Media. Das war aber wie, als wären wir zwei getrennte Abteilungen und wir haben nicht immer gut miteinander kommuniziert. Wir hatten grössere Kunden und haben alle daran gearbeitet aber manchmal, weisst du? Ich denke jetzt, dass alles so integriert ist, dass wir zusammengewachsen sind in eine Service-Einheit.</p>
<p>Alpar: Ihr habt also jetzt eine Key-Accounter der mit den Kunden spricht und dann &#8230;</p>
<p>Boser: Und wir haben &#8230; Wir gehen das wirklich als ein Gruppenprojekt an – Die ganze Firma, die ganze &#8230; Wir haben ein strategisches Team das sich über Social-Search und alles erstreckt. Wenn wir also einen neuen Kunden bekommen, dann skizzieren wir den Plan von ganz oben nach ganz unten. Und die ganze Firma ist darin involviert. Wir sind viel transparenter, jeder weiss was der andere macht, deshalb können wir unseren kollektiven Geistes-Pool wirklich ausspielen. Denn das ist es, was ich denke, was unser grosser Vorteil ist, dass wir wir mit guten Ideen kommen und &#8230; Es hat eine Weile gedauert, das auszuarbeiten, wie man es strukturiert. Die Analogie habe ich bereits &#8230; Immer meinen Partner zu geben ist wie &#8230; Diese Änderungen zu machen ist ein bisschen wie einen platten Reifen zu wechseln während man 70 km/h fährt. Es ist eine Frage, wie man an die Zeit dafür kommt, deshalb haben wir langsam die Menge an Kunden reduziert. Wir probieren mit weniger Kunden zu arbeiten und &#8230;</p>
<p>Alpar: Grössere?</p>
<p>Boser: Eine Menge. Aber wir mussten rausfinden was unser monatliches Minimum ist und diese Sache war &#8230;</p>
<p>Alpar: Wie hoch ist denn euer monatliches Minimum?</p>
<p>Boser: Ich weiss nicht, ob das ich das in einem Podcast sagen würde. Aber ich werde mal schätzen. Wir sind halt nicht die billigsten, aber auch nicht die teuersten. Aber was wir als individuelle Leute gemacht haben &#8230;</p>
<p>Alpar: Wie können denn da noch teurere Leute sein?</p>
<p>Boser: Du würdest dich wundern, was manche Agenturen berechnen.</p>
<p>Alpar: Denkst du denn die verkaufen einfach nur besser? Oder wie kannst du &#8230;</p>
<p>Boser: Also, die Frage ist doch, Ist das was du bekommst ein Mehrwert für das Geld? Ich habe das auch bei BlueGlass, dass ich beweisen wollte, dass man Qualität skalieren kann. Ich denke die kleineren Shops können eine deutlich bessere Qualität liefern, das ist auch wie ich mein Geld verdient habe &#8230; Gegen die grossen Agenturen angehen, die bessere Arbeit machen konnten, aber ich konnte nicht skalieren und so &#8230;</p>
<p>Alpar: Wie denkst du funkioniert das? Denn die Arbeit in einer Agentur ist normalerweise durch Leute gemacht. Wachstum hat also mit Leute und wahrscheinlich mit Prozessen zu tun. Prozesse und Organisation.</p>
<p>Boser: Eine Menge der Tools &#8230; Meine Herangehensweise von der Produktseite ist, das auch wenn wir es in ein Tool umwandeln, welches dann als Produkt an Endkunden verkauft wird, dann ist das nicht der Weg wie wir Sachen designen und entwickeln. Alles wird zuerst für unser Team gebaut. Es muss also für mich und mein Team funktionieren und das machen, was ich benötige. Wenn das komplett ist und es effizient ist, dann können wir Geschäfte damit machen. Denn Data-Collection, speziell im Bereich Suche &#8230; Es gibt noch viel Grundlagenarbeit um Bereich der organischen Suche &#8230; Um richtige Forschung zu betreiben und richtige Strategien aufzubauen musst du Zeit und die Daten reinstecken. Ein grosser Teil des Wachstums beruht auf meinen Jahren an Prozessentwicklung und darauf diese in eine Suite aus Tools zu packen, welche wir nun nutzen können um neue, jüngere Leute zu trainieren.</p>
<p>Alpar: Und du kannst besser skalieren, weil diese Suite deine Arbeit gewesen ist.</p>
<p>Boser: Und dann, dann ist die Idee &#8230; Wir gucken immer, dass wir zuerst von innen heraus die Leute anstellen. Denn wir finden das die Jungs, welche zu uns kommen &#8211; Ich nenne sie Jungs, weil ich der älteste in der Fima bin. Es sind als nicht wirklich Jungs, sondern &#8230; Sie sind alle enthusiastisch und wollen lernen wie man Marketing macht. Sie sind sehr smart und arbeiten sehr hart.</p>
<p>Alpar: Aber, jemand der Marketing mach ist ja nicht zwangsläufig ein Teamplayer, oder? Wenn du eine grosse Agentur aufbaust und diese erstmal hochskaliert ist, dann brauchst du eher Teamplayer, nicht?</p>
<p>Boser: Richtig. Brauchst du, aber ich erzähle dir meine Theorie dazu. Ich denke eine Sache die Agenturen kaputt macht ist, dass sie versuchen &#8230; gute Talente werden ab einem gewissen Zeitpunkt versuchen zu gehen und ihr eigenes Ding machen. Das ist ein natürlicher Prozess der passiert. Die Agenturen versuchen dann, diese Leute unter Druck zu setzen, dass sie da bleiben und erzeugen so eine schlechte Situation. In meinem Modell, und zwar die Sache, die wir ab 2012 machen werden, gibt es Trainings- und Partner-Programme. Ich will in der Lage sein diese hochskalierten Systeme und Tools zu nehmen und sie im Kontext des kleineren Shops &#8230;</p>
<p>Alpar: Ob es dann hart wird oder &#8230;</p>
<p>Boser: Aber ich kann es dann unterstützen, nicht? Also das ist &#8230;</p>
<p>Alpar: Wenn sie gehen, ja.. Dann können sie immer noch die Tools benutzen und so weiter, ab du kannst auch &#8230;</p>
<p>Boser: Denn Gewinn davon nutzen, und wenn wir dann eine Adresse haben an die wir weiterempfehlen können &#8211; Wir bekommen eine Menge guter Empfehlungen.</p>
<p>Alpar: Die kleinen Kunden sind wahrscheinlich zu klein für BlueGLass, die kannst du dann an deine alten Arbeitgeben weiterempfehlen.</p>
<p>Boser: Yup, genau.</p>
<p>Alpar: Das ist ein smarter Zug, gefällt mir.</p>
<p>Boser: Das ist das Modell, das ich aufbauen will. Das ist wo ich herkomme, und ich kenne diese Leute und diesen Bereich sehr gut. Die Idee ist nicht den Markt selbst aufzufressen, denn das passiert die ganze Zeit. Wir bekommen Zugänge zu den grossen Firmen und den grossen Kunden, aber allein vom Kostenstandpunkt aus gibt es eine gewisse Preisschwelle auf der man sein muss, damit es Sinn macht &#8230; Aber wir wollen uns um den Kunden kümmern. Wir wollen etwas geben, deshalb sagen wir &#8220;Hey&#8221; &#8230;</p>
<p>Alpar: Und wenn du ihn weiterempfiehlst, dann willst du sicherstellen &#8230;</p>
<p>Boser: Das die Leute auch gute Arbeit machen, ja.</p>
<p>Alpar: Er ist in guten Händen, denn andernfalls fällt es auf dich zurück.</p>
<p>Boser: Wenn wir also ein paar von diesen kleineren Shops bekommen und da Modelle und Prozesse umsetzen, von denen wir wissen, dass sie funktionieren, weil wir damit unsere eigene Firma haben wachsen lassen, und diese sind effektiv und die Tools dazu sie umzusetzen, dann können wir sie unterstützen und haben einen Platz an den wir sie weiterempfehlen können. Das gleiche gilt auch für In-House Shops. Wir machen eine Menge Consulting mit Firmen, welche grosse In-House Operationen haben. Wir wollen, lass mich das so sagen &#8230; Wir sind Tools gebundelt mit Consulting und wir können sofort reinkommen und trainieren, dir helfen ein internes Team aufzubauen und Personal-Sachen erledigen. Ich denke sogar wir machen einiges davon dieses Jahr, daher &#8230;</p>
<p>Alpar: Wenn wir mal ein Level höhre springen. Wenn du dir die ganze Industrie anguckst, denkst du dann, dass in den Staaten immernoch ein intransparenz Problem herrscht? Wenn sich Leute da eine SEO-Agentur aussuchen wollen, ist es dann nicht richtig hart für sie das zu verstehen? Du weisst schon, jede Agentur wird sagen: &#8220;Wir haben ein Budget von 200.000 pro Jahr&#8221;, jede Agentur wird ein Angebot machen, welches den Anforderungen entsprechen wird und kein bisschen weniger. Denn, liegt ja auf der Hand, die Agentur will ja den Gewinn. Wie, aus der Sicht des Kunden, willst du dann entscheiden, welche Agentur du nimmst? Alle haben einen guten Pitch, manche werden vlt. etwas weniger, weil sie ein bisschen umsonst arbeiten und hungrig sind. Andere wiederrum: &#8220;Nein, erst unterschreibst du den Vertrag, anderfalls analysiere ich deine Website nicht. Ich kann dir ja nicht alles erzählen.&#8221; Dennoch ist da diese grosse Intransparenz und die Tickets &#8230; Ich meine, die Verträge, wenn du die Menge an Geld summierst, ist das schon eine ganze Menge, also wie &#8212; Wie kann man das lösen?</p>
<p>Boser: Ja, das ist interessant. Es ist sehr schwierig für Kunden, zu wissen &#8230;</p>
<p>Alpar: Wie unterscheiden sie gut von schlecht?</p>
<p>Boser: Ja, und ich &#8211; Meine persönliche Meinung dazu ist: Ich bin kein grosser Fan von Sales-Pitch-artigen &#8230; I denke nicht, dass eine echte Agentur ein Verkaufsteam braucht, oder? Deshalb &#8230;</p>
<p>Alpar: Wie viele echte Agenturen gibt es denn dann?</p>
<p>Boser: Nun, das ist es ja. Wir bauen ein neues Modell, nicht? Und meine Sache ist es &#8230; Ich denke der grösste Fehler, welcher in der Agentur-Welt passiert ist, dass eine Agentur &#8230; Eine grosse Menge der Agenturen, nimmt jeden Kunden, der Geld hat. Die nehmen sich nicht die Zeit, zu gucken ob der Kunde wirklich passt. Deshalb, verbringe ich mehr Zeit den Kunden zu interviewen, als anders herum. Meine Sache ist es, eher eine Beziehung aufzubauen, welche auf lange Zeit funktioniert. Ausserdem will ich eine Firma, welche nicht nur das Geld hat uns zu bezahlen, sondern auch zu den anderen Sachen passt, die wir so machen. Das ganze, damit mein ganzes Team darin involviert ist.</p>
<p>Alpar: Also die Arbeit, welche sie von dir haben wollen, ist etwas das du schon ausführen kannst, aber du wirst nicht &#8230; Weil die Firma wird dann die ganze Zeit genervt sein.</p>
<p>Boser: Wir wollen ja einen guten Job machen. Du musst den Mut haben &#8220;Nein&#8221; zu sagen, selbst wenn &#8230; Hier ist es auch, wo ein Stolperstein ist. Speziell junge und wachsende Agenturen sind sehr aufgeregt, wenn ein grosser Markenname zu ihnen kommt. Weil, dass ist eine wichtige Kerbe im Brett und du kannst dann sagen: &#8220;Ich arbeite für so und so&#8221;. In dieser Beziehung &#8230;</p>
<p>Alpar: Ist das in den USA üblich? Denn in Deutschland möchte eigentlich keiner wirklich sagen für wen er arbeitet. Und die Firmen, für welche gearbeitet wird, möchte ebenfalls nicht, dass die SEO-Agentur sagt: &#8220;Wir arbeiten für diese Firma.&#8221;</p>
<p>Boser: Da gibt es &#8230; Zum Beispiel, habe ich nie gross Kunden offen gelegt und ich hätte den Kunden auch vorher gefragt, wenn. Aber es gibt einen gewissen Level, ab dem man mit anderen Agenturen konkurriert und den RFP Prozess in den Staaten in Gang bringt.</p>
<p>Alpar: Was ist RFP.</p>
<p>Boser: RFP ist Request for Proposal, zu Deutsch eine Ausschreibung.</p>
<p>Alpar: Ah okay.</p>
<p>Boser: Echt grosse Firmen machen solche Ausschreibungen und die grossen Agenturen bereiten dann Gebote vor und machen auch viel Arbeit vorneweg ohne Geld. Ich denken, dass das manchmal etwas verrückt ist, aber um da rein zu kommmen, musst du bereit sein zu sagen &#8230; Du musst der grossen Marke zeigen können, dass du schon vorher mit anderen grossen Marken gearbeitet hast. Es wird also alles ein Schaulaufen, so ein Macho Ding.</p>
<p>Alpar: Das könntest du doch auch machen, oder?</p>
<p>Boser: Ja, ja, es ist &#8230;</p>
<p>Alpar: Rein vom Aussehen meine ich.</p>
<p>Boser: Ja. Ein guter Witz.</p>
<p>Alpar: Sorry</p>
<p>Boser: Was dann am Ende passiert ist, dass Agenturen dastehen und schlechte Entscheidungen treffen, weil sie nicht die Erwartungen des Kunden erfüllen können. Deshalb probiere ich den Leuten immer beizubringen, dass &#8230; Du weisst schon, weniger versprechen, mehr liefern. Und nicht immer ein Ja-Sager sein, denn ich habe schon Leute &#8230; Ich bin schon in Situationen reingekommen, wo über-agressive Sales-Leute &#8230; Irgendwie ended der Vertrag dann mit einer Menge Versprechungen ala 30% Wachstum pro Monat im Bereich Suche.</p>
<p>Alpar: Was, das kannst du nicht leisten? Lasche 30%? Was macht den BlueGlass überhaupt?</p>
<p>Boser: Ich ich habe Situationen gesehen, wo &#8230; Die Firma hatte dann wirklich 27% Wachstum, was schon enorm ist, aber die Kunden haben gesagt: &#8220;Wir hatten 30 gesagt&#8221; und dann &#8230; Als Kunden sind die einfach nur fehl am Platz.</p>
<p>Also die Nuancen zu lernen wie man nicht zu enthusiastisch wird und einem Kunden hinterherjagt, dass ist ein schlechter Zug &#8211; Ich denke, dass ist das entscheidenste, wenn man über Skalierbarkeit und Wachstum redet. Das hilft auch eine Menge im Marken-Erkennungswert, wenn &#8230; Ich meine die Empfehlung von diesen Kunden, wenn du dann einen guten Job abgeliefert hast. Ich würde eher einen Kunden nehmen, von dem noch nie jemand was gehört hat und dann ein Jahr später die Lorbeeren dafür bekommen eine Marke aufgebaut zu haben, als &#8230;</p>
<p>Alpar: Aber um auf den Punkt von eben zurück zu kommen. Wie wissen Leute, dass es deine Arbeit war?</p>
<p>Boser: Weil eine Menge &#8230;</p>
<p>Alpar: Sind die damit einverstanden, dass du öffentlich machst, dass du für sie gearbeitet hast?</p>
<p>Boser: Eine Menge Firmen &#8211; es variiert &#8211; Wir hatten schon Kunden, die damit einverstanden waren, wenn Kunden wussten, dass sie mit uns gearbeitet haben.</p>
<p>Alpar: Ich denke du machst für einige Firmen Link-Building, oder?</p>
<p>Boser: Wir machen einges an &#8230; Hier fliegt gerade eine Biene, welche dich in einer Minute stechen wird.</p>
<p>Alpar: Nein, die wird mich schon nicht stechen.</p>
<p>Boser: Wir machen eine Menge Content-Marketing. Eine Menge Infografik Sachen, Outreach, echt organisch, das ist der Kern.</p>
<p>Alpar: Es ist wirklich dennoch ein US-Phänomen. Es skaliert nicht so in anderen Ländern. Das ist zumindest meine Erfahrung, vlt. liege ich ja damit auch falsch.</p>
<p>Boser: Nun, das ist interessant, denn eine der Firmen, eine Sache die wir aus Steelcast heraus gestartet haben, ist eine Firma namens CopyPress. Das ist eine Contenterstellungs Firma, welche &#8230;</p>
<p>Alpar: Was ist das? Das ist doch nicht etwa &#8230; die CopyPress? Hört sich so bekannt an. Tut mir leid.</p>
<p>Boser: So sind wir das am Anfang angegangen. Wir haben das System als Team aufgebaut.</p>
<p>Alpar: So ähnlich wie TextBroker oder?</p>
<p>Boser: Es ist ähnlich, ja. Wir denken es ist better, aber ja, die gleiche Idee. Die Erstellung von Inhalten auslagern, dort wo man Content-Projekte macht. Das ist ein Weg wie eine Menge der kleineren Agenturen skalieren für diese Art von Content und Marketing, weil man dann keine Vollzeit Leute mehr beschäftigen muss. Das ist bei den kleinen Agenturen, wie bei BlueGlass haben In-House Autoren und In-House Grafiker und wir nutzen eine Kombination aus beiden, damit wir sklairen können wenn wir müssen.</p>
<p>Alpar: Wenn du diese Art von Link-Marketing Aktivitäten machst, dann wirkt es für mich, als wäre der eigentliche Trick das Seeding. Ich bin mir nicht sicher wie du das nennst, aber du weisst, der initiale Schub an Aufmerksamkeit. Das passiert ja üblicherweise über Social Media.</p>
<p>Boser: Social ist ein grosser Teil. Wir haben ein Team, welches sich nur um diesen Teil kümmert. Wir publizieren also Content und das Team geht dann ins Netz und versucht die Sichtbarkeit dafür zu erschaffen über soziale Kanäle. Wir &#8230;</p>
<p>Alpar: Und die Magie passiert dann sowieso.</p>
<p>Boser: Einige &#8230; Ja und nicht alles ist ein Hit, das ist der Weg wie Social funktioniert. Aber wenn es klappt, dann kannst du extrem erfolgreich sein. Wir machen auch Applikationsentwicklung und Web Development. Wir machen einiges off-brand mit Micro-Sites für Kunden um ihnen zu helfen &#8230; Denn ein grosses Ding, dass mit grossen Firmen immer aufkommt ist &#8230;</p>
<p>Alpar: Sie sind nicht so schnell.</p>
<p>Boser: Du nennst es Paralyse, ja.</p>
<p>Alpar: Paralyse, genau.</p>
<p>Boser: Sie &#8230;</p>
<p>Alpar: Jeder muss dann entscheiden, wie die Homepage aussehen soll und jeder Link muss besprochen werden ud es ist &#8230;</p>
<p>Boser: Und du bezahlst mir eine Menge Geld, diese brilliante Strategie für die organische Suche zu schreiben, aber da gibt es eine Menge IT, einiges muss neu gemacht werden.</p>
<p>Alpar: Magst du Mini-Sites auf anderen Domains oder nimmst du einfach eine Sub-Domain bzw. ein Sub-Directory und arbeitest dann mit &#8230;</p>
<p>Boser: Also &#8230; Eine Menge an unterschiedlichen Wegen &#8230; Zum Beispiel habe ich mal im Bereich Reisen gearbeitet, und ein Kunde, eine Frau die Consulting für &#8230; hat sich Uptake.com genannt und der Gründer hat früher Yahoo! Travel gemacht. Das waren eine Menge smarter Leute, die hatten ein Search Tool das aus allen verschiedenen Ecken zusammengezogen war. Mit einer Stimmungs-Suche, dass du deinen Urlaub um Ferien, romantische Anlässe und solche Sachen herum planen konntest. Die hatten also diese super Seiten, aber Google hat gedacht sie wären nicht in einem algorithmischen Umfeld. Die Seiten waren wie Flossen, evtl. sogar wir das Panda Ding, nicht? Aber die Nutzer haben das gemocht als sie auf die Seiten gekommen sind. Wir haben dann also mit denen ein Blog-Netzwerk aufgezogen, welches Beiträge zum Thema Reise hatte. Diese Themen waren dann auf den Seiten und wir haben das ganze in Social Media gepushed, wenn es angebracht war, dann auch von da aus wieder zurück gelinked. Wir haben also das Content Marketing dazu benutzt, die Art von Anziehung aufzubauen, durch die Links hat Google dann seine Meinung geändert und die Seiten haben geranked. Solche Sachen machen wir viele zur Zeit, denn das können wir seperat von deren IT-Struktur machen.</p>
<p>Alpar: Und dann geht es schnell, besonders wenn &#8230;</p>
<p>Boser: Und sie &#8230; Dann managen wir das ganze Ding. Es sind unsere Autoren, wir betreiben den Blog, wir machen das SEO. Ich denke wir sind damit um einiges kreativer.</p>
<p>Alpar: Und der Kunde? Ist es deren Blog oder ist es eurer?</p>
<p>Boser: Das hängt vom Vertrag ab. Wir bauen unsere Firma eigentlich mehr auf Produkten auf.</p>
<p>Alpar: Portfolio.</p>
<p>Boser: Ja, ich denke ultimativ am Ende des Tages, werden wir so etwas wie eine Media Firma sein. So haben wir Werte die wir besitzen und selbst verwalten. Das wir dann auch Werbung verkaufen, weisst du? Demand Media ist so etwas wie der Riese, der dieses Modell betreibt. Die haben LiveStrong und die haben auch eHow und sie machen das &#8230; Deren Content hat mehr Micro-Focus, hoffentlich besser von der Consulting Seite. Aber das ist ein ansprechendes Modell für mich, denn da gibt es keine &#8230; Es ist einfach mehr Wert in den Eigenschaften als in Services, oder? Du kommst an ein Limit, plus du kannst mehr Sachen machen.</p>
<p>Alpar: In Bezug auf skalierbarkeit, oder was meinst du?</p>
<p>Boser: Im Potential darin, deine Firma zu präsentieren. Du weisst, Evaluation und solche Sachen.</p>
<p>Alpar: Weil du Werte hast, die du vorzeigen kannst, aber auf der anderen Seite &#8230;</p>
<p>Boser: Ja, die geringsten Multiplikatoren die du bekommen kannst gibt es im puren Buisness Service. Denn deine Kunden können weggehen und dann hast du nichts. Werte &#8230;</p>
<p>Alpar: Wenn das der Fall wäre, und Leute nur darauf achten würden, dann würde Agenturen doch nie verkauft werden können. Es gibt doch normalerweise Set-Ups, also Lockup-Firsten und Earn-Out Fristen. Also, lass uns zu einem anderen Thema springen. Du wirkst wie eine wirklich ruhige Person und das kann ich so nicht akzeptieren. Ich möchte also eine Sache hören, die dich so richtig aufregt im Bereich Suche. Ich möchte aber wirklich die, du weisst schon, die wütende Seite sehen. Du kannst ja nicht immer so entspannt und ruhig sein. Ich meine, da müssen doch Sachen sein, die dich zum Kochen bringen, komm schon.</p>
<p>Boser: Es ist schon lustig, in all den Jahren bin ich über viele Sachen wütend gewesen. Ich denke mein grösster Wutfaktor ist die Art von Google wie ein Raubtier alles zu aggregieren. Diese Art wie sie gewisse Branchen einfach auffressen. Ich habe in einigen Branchen gearbeitet, die &#8230;</p>
<p>Alpar: Nun ja, im Prinzip alles, was ein vergleichbares Buisness ist wird aufgefressen. Früher oder später.</p>
<p>Boser: Ich habe in den USA lange Jahre mit Formen wie BizRay und Price &#8230; Ich kenne also die Preisvergleichs-Branche sehr gut und das &#8230;</p>
<p>Alpar: Preisvergleich oder Reisevergleich – Alles was aggregiert, die werden nicht &#8230;</p>
<p>Boser: Exakt. Also was Google im Prinzip getan hat ist &#8230; Ich denke es ist der grösste Köder und der grösste Wechsel den es je in den Staaten gegeben hat. Google ist gekommen und hat gesagt: &#8220;Hey, unsere Mission ist es die Informationen der Welt zu organisieren und wir wollen euch zu dieser Information so schnell wie möglich bringen.&#8221; Und wir haben gesagt: &#8220;Super, wir lieben euch!&#8221;. Wir wurden also zu Predigern der Marke Google und ich habe sogar meine Mutter dazu gebracht ihre Homepage auf Google zu ändern.</p>
<p>Alpar: Oh mein Gott! Gleich muss ich dir eine Ohrfeige geben.</p>
<p>Boser: Ja, ich meine &#8230; Ja, ich würde sogar rundgehen zu meiner &#8230;</p>
<p>Alpar: Zurückgehen und es auf etwas anderes ändern. Zum Beispiel Yahoo!.</p>
<p>Boser: Ich nenne diese Leute meine NIFs &#8211; meine Nicht-Internet Freunde.</p>
<p>Alpar: Ah, okay. NIFs?</p>
<p>Boser: NIF’s. N-I-F. Wir arbeiten in dieser Branche und jeder hat sie. Du hast auch deine, und sie verstehen nicht wirklich was du machst, aber ich würde zu allen diesen Leuten gehen und sagen: &#8220;Das musst du dir angucken&#8221;, denn ich &#8230; Es war so viel besser und ich habe geglaubt was Google gesagt hat. Jetzt, wo man sich weiterentwickelt hat und wo alle Augen auf Google gerichtet sind, da haben sie ihre Mission von &#8220;Unsere Mission ist es das Wissen der Welt zu organisieren&#8221; auf &#8220;Unsere Mission ist es das Wissen der Welt zu besitzen&#8221; geändert, oder? Sie gehen also los und betreiben Kannibalismus und benutzen die Suchmaschine unfair in Bereichen, weil sie da nicht von Grund auf anfangen müssen. Sie bauen es und bekommen organische Aufmerksamkeit. Sie sind direkt an der Spitze und Preisvergleich ist das beste Beispiel, denn sie haben es einfach so umgemodelt, dass nur neue Seiten für bestimmte Produkte ranken konnten.</p>
<p>Alpar: Und was zeigt uns das? Ich meine, wir haben ja keine Chance, denn sie sind nicht aufzuhalten. Und das Vertauen wird nicht passieren und wird nicht schnell genug sein und auch nicht den ganzen Weg gehen, denn &#8230; Wie wird es denn aussehen in sagen wir &#8230;</p>
<p>Boser: Ich gebe dir recht, das sie wahrscheinlich nicht schnell genug sein werden &#8230;</p>
<p>Alpar: Sagen wir in vier Jahren, werden sie wahrschein ein paar Milliarden an Gebühren zahlen und dann weitermachen.</p>
<p>Boser: Was ich gerne als Resultat sehen würde ist &#8230; Du darfst nicht die Suchmaschine benutzen. Du kannst losgehen und kaufen wen immer du willst. Du kannst in den Markt reinspringen und Wettbewerb machen, aber du solltest nicht in der Lage sein gute Firmen mit guten Leuten einfach zu zerstören. Nur weil du beschlossen hast, dass du der einzige Aggregator auf der Welt bist, der erlaubt ist. Aber genau das macht Google. Sie gehen direkt, sie umgehen. Und einige von den Formen sind eingesessene Mittel &#8230; Online Education Bereich, wo Google Vorstösse gemacht hat, da sind sie hingegangen und haben ein Treffen mit Schulen in New York gemacht und die Mittelsmänner einfach umgangen und dann gesagt: &#8220;Ihr braucht die nicht&#8221;. Ich denke das wirst du in den Staaten bald im Bereich Immobilien sehen, so etwas wie Google MLS &#8230;</p>
<p>Alpar: Kreditkarten-</p>
<p>Boser: Hypthekenraten.</p>
<p>Alpar: Flugreisen, einfach alles.</p>
<p>Boser: Richtig, und diese Sorge &#8230; Es ist interessant, das der Hauptgrund, warum ich unsere Firma pushe in den Bereich Applikationen zu gehen und solche Sachen, ist es, obwohl ich aus der Suche komme erzähle ich den Kunden die ganze Zeit &#8230; &#8220;Fangt an, an Ideen zu arbeiten um eure Kunden von Google wegzubringen.&#8221; Wenn du alle Nutzer dazu bringen kannst, deine Seite über eine App zu durchsuchen, dann bist du nicht so abhängig. &#8220;Und fangt an Modelle zu entwickeln, die es euch erlauben zu überleben, wenn eure Branche die nächste ist, die dran ist.&#8221; Mehr Branding, wirklich eine Marke zu werden. Eine Firma zu werden mit organischen Keywords. Es ist kein Langzeit Ding &#8230;</p>
<p>Alpar: Das generische Keyword. Du brauchst kein Keyword wie in einem Produkt, sondern einen Markennamen, der &#8230;</p>
<p>Boser: Ja, selbst wenn es eine Menge Firmen gibt, die sich auf Domains fokussieren, welche mit dem Keyword matchen. Die dann auch keinen echten Namen aufbauen wie Yahoo! oder Google oder ein anderer Name, der kein echtes Wort ist. Da steckt ein grosser Wert drinne &#8211; Sachen zu machen, welche eine mehr markenbezogene Suche schaffen. Um dich selbst aufzubauen musst du diesen Schritt machen, denn wie du gesagt hast, wenn es dann eingebrannt ist &#8230;</p>
<p>Alpar: Ich muss sagen, ich mag deine wütende Seite. Aber es ist immer noch sehr reflektierend. Ich denke ich muss dir wohl auf den Zeh treten um dich richtig wütend zu sehen.</p>
<p>Boser: Ich denke ich &#8230; Über die Jahre bin ich sicher freundlicher geworden, wenn es darum geht meine Meinung zu sagen. Ich habe vor einigen Jahren eine Session bei der SES gemacht, Danny hat trotz allem zusammengestellt und der Titel war: &#8220;Zehn Sachen die Suchmaschinen machen, welche mich richtig anpissen.&#8221; und &#8230;</p>
<p>Alpar: Und du konntet keine Zehn nennen?</p>
<p>Boser: Oh doch, es waren Zehn. Das war noch damals, als wir solche dreckigen Sachen gemacht haben. Als es noch Paid-Inclusion gab und Inktomi Leute für Monetarisierung gesucht hat. Die haben Leute aus der Datenbank rausgeschmissen und sind dann klopfen gekommen mit: &#8220;Hey, vermisst du deinen Traffic? Komm, meld dich an!&#8221;</p>
<p>Alpar: Richtig.</p>
<p>Boser: Und ich hatte in diesem Jahr sehr viel Erfahrung mit dieser Sach und Danny hatte dieses Panel mit Standards. Ich habe dann gesagt: &#8220;Weist du was? Die brauchen auch Standards Wir sind nicht nur die Handlanger.&#8221;</p>
<p>Dann ich habe ich ihm die Sachen erzählt, die ich erlebt habe in dem Jahr und er hat gesagt: &#8220;Hey, mach doch ein Panel darüber.&#8221; Da war ich viel falmoyanter und deutlicher, aber du weisst ja jetzt &#8230; Ich bin ja ein Chef jetzt.</p>
<p>Alpar: Was hat dich denn dazu gebracht ruhiger zu werden?</p>
<p>Boser: Die Leute die ihre Aufmerksamkeit darauf richten, was ich sage.</p>
<p>Alpar: Also ist es deine neue Rolle, die dich ruhiger macht?</p>
<p>Boser: Ja, und weisst du, man muss &#8230;</p>
<p>Alpar: So wie der Fels in der Brandung, an den man sich anlehnen kann?</p>
<p>Boser: Exakt. Ich muss mich selbst absichern, dass &#8230;</p>
<p>Alpar: Das sind so viele richtige Bilder in diesem Podcast. Ich denke ich muss ihn in zwei Teile schneiden, damit nicht zu viele &#8230;</p>
<p>Boser: Part two, yeah. Es ist um meinen Partner zu zeigen, dass ich keine unberechenbare Person bin, abr du weisst, man muss &#8230; Man wird nachdenklicher. Ich weiss nicht, ob gelangweilt das richtige Wort ist. Nur gibt es einige Sachen, die du lernst zu akzeptieren, weil es die Wut nicht Wert ist und du deinen Fokus auf andere Sachen legen muss. Es ist wie &#8211; Ich bin der organische SEO Typ und bin draussen und mache iPad Apps und solche Sachen.</p>
<p>Alpar: Was sagst du Leuten, wenn sie Fragen ob es in fünf Jahren noch SEO geben wird. Denn Google jagt und kämpft gegen alles und sie werten Links ab, weisst du, Leute mit einer solchen Meinung. Du hast keine &#8230;</p>
<p>Boser: Also meine Sich ist, ich liebe es, dass Google besser wird bei solchen Sachen und dass macht den Job auch kreativ. Wir hatten diese Diskussion gestern Nacht, das Facebook in diese Richtung steuert, SEO als eine Art Mindset zu verstehen und einen Stil &#8230; Es ist sehr analytisch. Leute die SEOs sind, sind Leute die mit dem Gedanken leben können: &#8220;Ok, ich weisst nicht wie es funktioniert, aber ich finde es raus.&#8221;, nicht? Denn das &#8230;</p>
<p>Alpar: Reverse engineering – man muss es einfach lieben.</p>
<p>Boser: Ja, und es ist ein &#8230; Nicht jeder kann das. Du kannst ein grosser Marketing Typ sein, aber dieses Mindset, das gilt für alles im Web. Ich kenne viele &#8211; Ein Typ der bei Uptake gearbeitet hat und jetzt bei Facebook arbeitet. Er ist ein brillianter junger Kerl, der diese Sachen liebt, und nun ist er an einem Ort wie Facebook, wo er das nicht nur auf Suchmaschinen Sachen anwenden kann, sondern auf alles was die machen. Ich kann mich deswegen hinsetzen und rausfinden, was eine coole Social-Media Kampagne sein könnte, weil ich sie in der genau der gleichen Weise angehe wie ich es vor 15 Jahren mit den Alogrithmen gemacht habe. Trial and Error, Testing und diese ganzen Sachen. Eine Menge der Sachen gilt für das ganze Web und das wird nie verschwinden, aber es ist halt alles gemixt heute. Du kannst nicht mehr in einer Blase leben. Das ist mein wichtigster Punkt &#8211; Im mache einen Talk auf der PubCon dieses Jahr &#8211; Ich habe das auch letztes Jahr gemacht, aber es ist ca. eine Stunde nur ich und dieser alte Typ Greg, die sprechen über &#8230;</p>
<p>Alpar: So wie in der alten Zeit.</p>
<p>Boser: Die Jungen Buben belehren. Du weisst schon, die jungen Kids, und dann sagen: &#8220;Wisst ihr Kinder &#8230;&#8221;</p>
<p>Alpar: Den Zeigefinger heben und sagen: &#8220;Ha! Ihr habt nicht gesehen, was ich gesehen habe!&#8221;</p>
<p>Boser: Ihnen nur mit auf den Weg zu geben, das man testen muss; Wir haben so etwas wie ein Aufstossen in der zweiten Generation.</p>
<p>Alpar: Ein was?</p>
<p>Boser: Aufstossen, das ist sozusagen der nette Weg um Kotzen zu sagen. Die geben nur wieder, was sie von jemand anders gehört haben. Sie haben es nicht selbst gelernt. Sie lesen einen Blog und dann &#8230;</p>
<p>Alpar: Und dann denken sie, das ist der Weg.</p>
<p>Boser: Ihr wissen von SEO ist, was sie auf den Blogs lesen. Sie haben es nie selbst versucht und getestet.</p>
<p>Alpar: Gibt es denn eine andere Wahrheit?</p>
<p>Boser: Ja, und es ist immer die Wahrheit von jemand anders. Selbst die besten Blogger nehmen was die sagen und dann &#8220;Oh!&#8221;, dann nehmen sie dass, machen ein paar Tests und gucken selbst. Gilt das für alle Bereiche? Du findest eine Menge cooler Sachen, aber du musst es selbst validieren, bevor du es anderen Leuten oder gar Kunden erzählst.</p>
<p>Alpar: Als ein Evangelium für den Kunden?</p>
<p>Boser: Ja, weisst du, das ist eine vergessene Kunst in vielen Bereichen. Denn alles ist sehr verschieden, das social networking und solche Sachen. &#8211; Ich bin besser als SEO aufgrund meiner persönlichen Beziehungen weltweit. Die ganzen schlauen Leute, die ich kenne. Die Beziehungen die ich mit denen habe. Wenn ich also etwas habe, das ich nicht lösen kann, wenn ich niemanden finde der höher sitzt. Dann kann ich Leute anrufen und die können mir das erklären. Und das kannst du nicht auf Facebook.</p>
<p>Alpar: Dann vielen Dank. Das ist wahrscheinlich der längeste Podcast, den ich je gemacht habe.</p>
<p>Boser: Tut mir leid..</p>
<p>Alpar: Nein, nein, nein, für mich ist es angenehm. Ich denke er ist voll von Informationen und interessanten Sachen zum Nachdenken. Vielen Dank.</p>
<p>Boser: Danke für die Zeit.</p></blockquote>
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		<title>Folge 19 &#8211; Interview mit Evert Veldhuijzen</title>
		<link>http://www.omreport.de/folge-19-interview-mit-evert-veldhuijzen/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Dec 2011 08:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andre Alpar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online Marketing Podcast]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute im Interview beim OMReport ist Evert Veldhuijzen. Das Video findet ihr wie immer auch bei Youtube und bei iTunes. Selbstverständlich ist auch wieder die Transkription in den Post-Details. Alpar: So die neue Folge OM-Report mit dem Evert. Evert, stell &#8230; <a href="http://www.omreport.de/folge-19-interview-mit-evert-veldhuijzen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute im Interview beim OMReport ist <a href="http://www.veroworx.com">Evert Veldhuijzen</a>.</p>
<div id="attachment_381" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-381" title="Evert Veldhuijzen" src="http://www.omreport.de/wp-content/uploads/2011/12/evert-300x230.jpg" alt="Evert Veldhuijzen bei OMReport.de" width="300" height="230" /><p class="wp-caption-text">Evert Veldhuijzen bei OMReport.de</p></div>
<p>Das Video findet ihr wie immer auch bei <a title="Evert Veldhuijzen OMReport.de Interview bei Youtube" href="http://www.youtube.com/watch?v=nzBOW4Bbt4E">Youtube</a> und bei <a title="OMReport.de bei iTunes" href="http://itunes.apple.com/de/podcast/id460951174?l=de">iTunes</a>. Selbstverständlich ist auch wieder die Transkription in den Post-Details.</p>
<p><span id="more-380"></span></p>
<blockquote><p>Alpar: So die neue Folge OM-Report mit dem Evert. Evert, stell dich doch mal vor, was machst du eigentlich genau?</p>
<p>Veldhuijzen: Ja, ich bin Evert Veldhuijzen, ich habe 1999 angefangen in Italien mit einer Webdesign-Firma. Da habe für Hotels und touristische Dienstleister dann gearbeitet. Bin dann in 2001 nach Berlin gegangen. Habe mich danach etwas mehr auf Online-Marketing fokussiert. Und ja, bin jetzt der Rudi Carrell der deutschen SEO-Szene so gesehen. (lachen) So werde ich auch manchmal genannt. Und ja, berate hauptsächlich Kunden in SEO- und SEM-Bereich. Betreue ein paar Kunden und mache ein paar eigene Projekte.</p>
<p>Alpar: Okay, das heißt demnächst, wenn man dich sieht auf Konferenzen, wirst du keinen Vortrag über SEA-Themen halten, sondern wirst eher so eine Spielshow machen?</p>
<p>Veldhuijzen: Ja, ich moderiere jetzt auch schon bei bestimmten Konferenzen. Und ich versuche schon irgendwie, das alles ein bisschen zusammen zu bringen. Also es muss immer schon ein bisschen lustig sein auch. Also ich glaube dann bleibt es auch besser bei den Leuten hängen, die Sachen die ich da zeige. Und von daher versuchen wir das irgendwie spaßig zu machen.</p>
<p>Alpar: Ihr macht hauptsächlich SEA. Macht ihr das hauptsächlich mit Tools oder mit Menschen, die den ganzen Tag darauf rum klicken und sitzen?</p>
<p>Veldhuijzen: (lachen) Ja, wir klicken und sitzen auch ziemlich viel natürlich. Man kann das nicht nur mit Tools machen. Aber wir haben ziemlich viele eigene Tools entwickelt und ja, die nutzen wir natürlich auch. Aber der Mensch bleibt immer wichtig. Man kann nicht alles auf Bid-Management oder andere Tools setzen.</p>
<p>Alpar: Okay. Wie kann es denn sein, dass eigentlich irgendwie JEDE SEM-Agentur, mit der ich JEMALS Kontakt hatte, dass die nochmal eigene Tools hat? Wie kann das denn eigentlich sein? Ich meine das ist ja eigentlich nicht effizient. Man würde ja immer denken/ oder sagst du ist es irgendwie der USP oder so? Oder warum hat da nicht jeder irgendwie mal irgendwelche Standard-Tools? Also es ist ja auch nicht so, dass jede SEO-Agentur ihre Tools bastelt, sondern irgendwie die nutzen halt zwei, drei von den Anbietern, die großen, die es so gibt, weil es relativ teuer und aufwendig ist, richtig, richtig gute Tools zu machen. Warum ist das bei SEA anders?</p>
<p>Veldhuijzen: Das ist eine sehr gute Frage. Ich weiß es auch nicht. Es ist natürlich schon so, dass viele Agenturen auf bestimmte Tools wie intelliAd oder Refined-Ads oder sowas setzen. Also es ist nicht so, dass sie gar nicht kommerzielle Tools einsetzen. Aber das sind sehr/ ich kenne auch Agenturen, die behaupten, dass sie Tools haben, aber dann hinterher sitzt da doch noch jemand heimlich im Büro und klopft die Sache rein. Ich weiß es nicht, warum die den Markt/ ist auch gerade eine interessante Frage, weil wir ja auch eigene Tools entwickeln und gerade auch überlegen, um die auch schon kommerziell auch zu verkaufen nachher.</p>
<p>Alpar: Aber ist es denn vielleicht so, dass die Leute sagen &#8220;Mensch, dann kaufe ich das Tool, brauche ich den Evert nicht mehr, das ist doch viel günstiger&#8221;? Ist das vielleicht der Grund?</p>
<p>Veldhuijzen: Das kann sein. Aber ich glaube den Evert brauchen sie noch, wegen Bekenntnisse und wegen zwölf Jahre Erfahrung. Also da habe ich nicht so viel Angst. (lachen)</p>
<p>Alpar: Okay. Du machst relativ viel für den holländischen Markt von Deutschland aus, ist das richtig? Oder habe ich das so/</p>
<p>Veldhuijzen: Ja, ich mache regelmäßig Sachen für den holländischen Markt. Deutschen Markt auch ein bisschen. Italienische Markt mache ich einiges.</p>
<p>Alpar: Okay. Ist denn irgendwas im SEA anders zwischen Holland und Deutschland?</p>
<p>Veldhuijzen: Der Markt ist schon mal viel kleiner. Das heißt im Longtail-Bereich man hat einen besseren Longtail in Deutschland, ganz klar. Weil man einfach, ja, man hat mehr Leute und man hat schnell doch dann kleine Keywords, die vielleicht nur 150, zweihundert Mal besucht werden in Deutschland. Die werden dann in Holland ein oder zwei Mal besucht. Dann würde es keinen Sinn mehr machen. Also der Longtail ist sicherlich anders. Der ist länger. Aber sonst, ja/</p>
<p>Alpar: Aber vielleicht in Proportion zu der Menge der Einwohner.</p>
<p>Veldhuijzen: Genau, genau, ja.</p>
<p>Alpar: Okay. Aber ansonsten ist das irgendwie relativ gleich?</p>
<p>Veldhuijzen: Ja, ich werde sehr oft gefragt auf Konferenzen, um so europäische Vergleiche zu machen. Und ja wo ist das dann wieder anders? Was natürlich ganz anders ist, sind die Preise. Also Holland ist so relativ teuer geworden.</p>
<p>Alpar: Wie kann man sich das erklären? Warum ist das so?</p>
<p>Veldhuijzen: Keine Ahnung, warum. Dänemark kostet mittlerweile so viel, da kann man sich kaum noch was machen lassen, finde ich. Ich weiß nicht, wie es in deinem Bereich zum Beispiel ist. Aber da fällt es mir einfach auf, dass in manchen Ländern ist es einfach sehr teuer geworden. Und ob da dann doch viele Konkurrenten auf einem relativ kleinen Markt sich rumprügeln und die Preise dann einfach hoch treiben. Ich denke, dass das der Grund ist, aber ich kann das nicht genau erklären.</p>
<p>Alpar: Okay. Gibt es denn eigentlich einen Impact von dem ganzen Social-Kram, die Welle, die aktuell rollt die letzten eins, zwei Jahre? Gibt es denn da schon, JETZT schon gefühlten Impact für dich für SEA? Oder ist das eher noch was, was jetzt kommt in den nächsten eins, zwei Jahren?</p>
<p>Veldhuijzen: Nee, also ein Impact in SEA sehe ich da noch nicht. Also ich denke mal, das wird auch noch ein bisschen dauern. Also natürlich gibt es jetzt mehr Möglichkeiten wie früher. Also ich habe ja damals angefangen bei Altavista mit einem Produkt, das hieß Keyword-Banner. Das war PPC mit Banner auf Altavista. Und mittlerweile gibt es dann wi/ dann gab es eine Zeit lang, dass man eigentlich nur noch Google machen konnte und vielleicht noch ein bisschen Yahoo-Search-Marketing. Jetzt gibt es wieder Möglichkeiten bei Facebook und LinkedIn und so. Da kommen wieder andere Plattformen dazu. Und das ist natürlich schon eine gute Entwicklung auch grundsätzlich. Weil Google natürlich bei der Monopolstellung auch sehr einfach sehr hohe Preise fragen kann.</p>
<p>Alpar: Okay. Hast du denn das Gefühl, dass es jetzt/ gibt es eigentlich jetzt schon Dienstleister, die für SEA, also für Adwords die anbieten dann ein Google +1-Button mal anzuklicken von ein paar tausend Usern aus? Und glaubst du, sowas hätte jetzt schon Impact auf irgendwas?</p>
<p>Veldhuijzen: Ich glaube im Moment noch nicht. Aber es wird mit Sicherheit kommen. Ich weiß nicht, ob es da Dienstleister gibt. Also ich habe mir das noch nicht so richtig angeguckt.</p>
<p>Alpar: Aber kann das einen Impact haben, wenn irgendjemand so indische User-Accounts hat, so wie die klassischen Sachen, die früher auf Facebook-Pages geknackt worden? Wenn jemand irgendwie mit pakistanischen Usern auf deine Deutschen Anzeigen klickt. Und die User, die hat ja keiner gecirclet, zumindest keiner in Deutschland. Kann sowas überhaupt einen Impact haben?</p>
<p>Veldhuijzen: Naja, wenn du es so offensichtlich machst, glaube ich eher nicht. Weil ich glaube Google ist ja nicht blöd. Die haben ja einiges gelernt auch von uns, also da meine ich die ganze Branche, in den letzten zehn Jahren. Und die sind nicht so blöd, denke ich mal. Aber es wird sicherlich/ und im Moment ist es so, dass der +1-Button bei SEA auf jeden Fall noch nicht direkt einen positiven Einfluss hat, wenn der viel geklickt wird. Aber das kann bestimmt kommen, also/</p>
<p>Alpar: Und meinst du, wenn da aber zufällig jemand geklickt hat, den ich im Circle habe, das heißt dessen Gesicht entsteht da. Was glaubst du, wie das auf die CTR wirkt? Das dürfte doch schon/</p>
<p>Veldhuijzen: Ja, das schon. Also das/ deswegen habe ich auch eben ganz kurz aufgepasst und gesagt, es hat DIREKT keinen Einfluss auf die Quality Score oder so. Aber indirekt natürlich schon. Also wenn das CTR sich besser entwickelt, wird der Quality Score besser normalerweise und/</p>
<p>Alpar: Der Quality Score ist sowas wie OnPage für die SEOs unter den Hörern?</p>
<p>Veldhuijzen: So ein bisschen, ja. Also der Quality Score wird genutzt, um die Reihenfolge von der Anzeige festzulegen. Also der sogenannte Ad-Rank wird mit unter anderem mit dem Quality Score, also Quality Score mal Max-CPC, berechnet. Dann wird die Reihenfolge von der Anzeige festgelegt. Und wird auch benutzt, um die Preise von was du tatsächlich bezahlst, festzulegen.</p>
<p>Alpar: Aber wenn mein CTR steigt, dann steigt schon auch mein Quality Rank?</p>
<p>Veldhuijzen: Normalerweise steigt dann dein Quality Score.</p>
<p>Alpar: Ihr seht, ich bin Fachmann im SEM.</p>
<p>Veldhuijzen: Genau (lachen).</p>
<p>Alpar: (lachen)</p>
<p>Veldhuijzen: Ja, naja es ist schon ein bisschen. Vergleich mit Page Rank ist gar nicht so schlecht. Große Übereinstimmung zwischen Page Rank und Quality Score ist, dass die Quality Score, die man sieht in seinem Google-Account, auch nicht die Quality Score ist, die Google benutzt, um Sachen zu berechnen.</p>
<p>Alpar: Also so ein Unterschied gibt es zwischen Toolbar, Page Rank und Quality Score nicht?</p>
<p>Veldhuijzen: Genau, genau, ist ähnlich, ja. Also das ist nur/</p>
<p>Alpar: Warum meinst du das? Also ist das jetzt eine Verschwörungstheorie vom Evert?</p>
<p>Veldhuijzen: Nein, nein. Das ist keine Verschwörungstheorie. Das hat Google auch gesagt, dass ist eine Zahl mit ganz vielen Stellen hinter dem Komma noch, die sie benutzen. Und sie benutzen auch mehrere Quality Scores. Und der Quality Score wird auch in Realtime berechnet. Das heißt du kannst auch gar nicht das einfach so im Account zeigen. Weil wenn du es im Account zeigst, dann ist das nur eine</p>
<p>Alpar: Aggregierte Zahl.</p>
<p>Veldhuijzen: aggregierte Zahl. Und bei jeder Suchabfrage wird der Quality Score neu berechnet. Also von daher/</p>
<p>Alpar: Wahrscheinlich, weil da auch eben User-Zahlen, als von den entsprechenden Usern muss/ der Quality Score müsste sich ja immer auf den einzelnen User auch beziehen.</p>
<p>Veldhuijzen: Ja der bezieht sich zum Beispiel auch auf die geografische Position. Wenn meine Anzeige in Berlin sehr gut geklickt wird und in Düsseldorf sehr schlecht, dann hätte ich in Düsseldorf einen schlechteren Quality Score als in Berlin. Und deswegen wird immer/ das sind andere Faktoren, als nur einfach so die CTR. Du kannst das auch an sich nicht sehen im Account, welche Faktoren da alle eine Rolle spielen.</p>
<p>Alpar: Und du bist ja aus der SEA-Agentur bist du ja einer der kleineren, möchte ich mal behaupten. Wie ist das denn so, fühlst du dich denn ohnmächtig? Du warst ja zwischendurch auch mal so eine ein Mann Kampfmaschine SEA mäßig. Wie ist das denn so im Unterschied zu den Agenturen, die eben professionell immer überall vertreten sind auf jeder Messe und Sales-Leute haben und so weiter und so fort? Wie teilt man sich den Markt auf? Also welche Kunden schnappen sie dir weg und welche schnappst du denen weg? Oder ist das gar nicht so sehr gegeneinander, weil das ganz anders ist? Oder ist das/</p>
<p>Veldhuijzen: Wir sind ja schon ein bisschen spezialisiert auf die internationalen Sachen. Und internationale Sachen sind dann meist doch die richtig großen Agenturen, womit du dann rumkämpfen würdest. Die haben auch dementsprechende Preise. Und ich weiß es nicht, ich mache keine Sales. Ich spreche auf Konferenzen, was letztendlich auch eine kleine Sales-Funktion vielleicht hat. Aber ich picke mir einfach den Kunden raus, wo ich auch Spaß daran habe, die mir einfach gefallen. Und ich möchte selber operativ arbeiten. Das ist das allerwichtigste, glaube ich. Viele Leute, die große Agenturen haben, die können selber gar nicht mehr operativ arbeiten, weil sie müssen ja die Leute, die müssen ihre Mitarbeiter kontrollieren und das ganze Unternehmen managen. Ich habe da eine kleinere Struktur. Wir arbeiten ja nur mit fünf Leuten oder vier Leuten. Und da hat man ja gar nicht das Problem, dass man ständig nur am managen ist und kann auch selber noch schön in Accounts rumbasteln. Und darüber hinaus haben wir auch viele eigene Projekte. Und das ist für uns auch ein wichtiges Standbein und das macht einfach Spaß.</p>
<p>Alpar: Also macht man das SEM über Affiliate oder wie muss man sich das vorstellen, was ihr da macht?</p>
<p>Veldhuijzen: Nee, das ist mehr, das ist eher mehr dann SEO-Affiliate würde es dann sein. Ehrlich gesagt machen wir für diese Projekte gar kein SEM, weil wir da mit SEO da jetzt seit zehn Jahren schon mit beschäftigt sind. Das sind ganz alte Domains und alte Projekt und die funktionieren auch so. Dann also ich würde fast sagen, aber das ist natürlich schlecht, wenn man das öffentlich sagt, weil dann braucht man kein SEM mehr. Aber in diesem Fall ist es wirklich so, dass wir da auch auf SEO-Ebene so stark sind, dass wir da genug Geld verdienen, um das als Standbein dann da zusätzlich zu nutzen.</p>
<p>Alpar: Und dann bist du noch als fliegender Holländer, also ich meine Reporter, unterwegs für State of Search manchmal?</p>
<p>Veldhuijzen: Ja.</p>
<p>Alpar: Was hat es damit auf sich? Warum machst du das? Oder ist das irgendwie/ ist Bas ein alter Bekannter oder wie kam das?</p>
<p>Veldhuijzen: Genau, Bas.</p>
<p>Alpar: Die Holland-Connection, die jetzt sich weltweit erstreckt?</p>
<p>Veldhuijzen: Ja, Bas van den Bellt hat ja vor ein paar Jahren hat er Search Cowboys angefangen mit einer holländischer Agentur. Und die haben dann einfach Leute gesucht oder via Bekannte. Die haben nachgefragt, ob ich da für den deutschen Markt immer Sachen schreiben möchte. Es war ja auch mehr so auf europäischer Ebene gedacht. Dann hat er mit der Agentur das hat dann nicht so gut mehr geklappt und hat dann sein eigenes Projekt aufgesetzt, also State of Search. Und gefragt, ob ich weiterhin für ihn schreibe. Im Moment schreibe ich nicht so ganz oft für ihn, aber einmal in ein, zwei Monate kommt dann noch mal ein Artikel raus. Und, ach ja, warum mache ich es? Ich habe früher auch mal versucht, ein eigenes Blog aufzusetzen. Habe dann aber gemerkt, wie viele andere wahrscheinlich auch, dass ich dann doch nicht so regelmäßig geschrieben habe. Und wenn du einen eigenen Blog hast, dann musst du schon naja einmal in drei, vier Wochen muss schon ein Artikel her. Und jetzt nutze ich ein bisschen die Plattform, die er hat. Kann dann auch ruhig mal zwei Monate nicht schreiben, bin aber dann nicht vergessen. Und habe natürlich gleich auch demensprechend ein Publikum, das dann auch meine Sachen lesen kann.</p>
<p>Alpar: Cool. Super, vielen Dank für das Interview Evert.</p>
<p>Veldhuijzen: Bitteschön.</p></blockquote>
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		<itunes:subtitle>Heute im Interview beim OMReport ist Evert Veldhuijzen.
Evert Veldhuijzen bei OMReport.de
Das Video findet ihr wie immer auch bei Youtube und bei iTunes. Selbstverständlich ist auch wieder die Transkription in den Post-Details.

Alpar: So die neue F[...]</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Heute im Interview beim OMReport ist Evert Veldhuijzen.
Evert Veldhuijzen bei OMReport.de
Das Video findet ihr wie immer auch bei Youtube und bei iTunes. Selbstverständlich ist auch wieder die Transkription in den Post-Details.

Alpar: So die neue Folge OM-Report mit dem Evert. Evert, stell dich doch mal vor, was machst du eigentlich genau?
Veldhuijzen: Ja, ich bin Evert Veldhuijzen, ich habe 1999 angefangen in Italien mit einer Webdesign-Firma. Da habe für Hotels und touristische Dienstleister dann gearbeitet. Bin dann in 2001 nach Berlin gegangen. Habe mich danach etwas mehr auf Online-Marketing fokussiert. Und ja, bin jetzt der Rudi Carrell der deutschen SEO-Szene so gesehen. (lachen) So werde ich auch manchmal genannt. Und ja, berate hauptsächlich Kunden in SEO- und SEM-Bereich. Betreue ein paar Kunden und mache ein paar eigene Projekte.
Alpar: Okay, das heißt demnächst, wenn man dich sieht auf Konferenzen, wirst du keinen Vortrag über SEA-Themen halten, sondern wirst eher so eine Spielshow machen?
Veldhuijzen: Ja, ich moderiere jetzt auch schon bei bestimmten Konferenzen. Und ich versuche schon irgendwie, das alles ein bisschen zusammen zu bringen. Also es muss immer schon ein bisschen lustig sein auch. Also ich glaube dann bleibt es auch besser bei den Leuten hängen, die Sachen die ich da zeige. Und von daher versuchen wir das irgendwie spaßig zu machen.
Alpar: Ihr macht hauptsächlich SEA. Macht ihr das hauptsächlich mit Tools oder mit Menschen, die den ganzen Tag darauf rum klicken und sitzen?
Veldhuijzen: (lachen) Ja, wir klicken und sitzen auch ziemlich viel natürlich. Man kann das nicht nur mit Tools machen. Aber wir haben ziemlich viele eigene Tools entwickelt und ja, die nutzen wir natürlich auch. Aber der Mensch bleibt immer wichtig. Man kann nicht alles auf Bid-Management oder andere Tools setzen.
Alpar: Okay. Wie kann es denn sein, dass eigentlich irgendwie JEDE SEM-Agentur, mit der ich JEMALS Kontakt hatte, dass die nochmal eigene Tools hat? Wie kann das denn eigentlich sein? Ich meine das ist ja eigentlich nicht effizient. Man würde ja immer denken/ oder sagst du ist es irgendwie der USP oder so? Oder warum hat da nicht jeder irgendwie mal irgendwelche Standard-Tools? Also es ist ja auch nicht so, dass jede SEO-Agentur ihre Tools bastelt, sondern irgendwie die nutzen halt zwei, drei von den Anbietern, die großen, die es so gibt, weil es relativ teuer und aufwendig ist, richtig, richtig gute Tools zu machen. Warum ist das bei SEA anders?
Veldhuijzen: Das ist eine sehr gute Frage. Ich weiß es auch nicht. Es ist natürlich schon so, dass viele Agenturen auf bestimmte Tools wie intelliAd oder Refined-Ads oder sowas setzen. Also es ist nicht so, dass sie gar nicht kommerzielle Tools einsetzen. Aber das sind sehr/ ich kenne auch Agenturen, die behaupten, dass sie Tools haben, aber dann hinterher sitzt da doch noch jemand heimlich im Büro und klopft die Sache rein. Ich weiß es nicht, warum die den Markt/ ist auch gerade eine interessante Frage, weil wir ja auch eigene Tools entwickeln und gerade auch überlegen, um die auch schon kommerziell auch zu verkaufen nachher.
Alpar: Aber ist es denn vielleicht so, dass die Leute sagen &#8220;Mensch, dann kaufe ich das Tool, brauche ich den Evert nicht mehr, das ist doch viel günstiger&#8221;? Ist das vielleicht der Grund?
Veldhuijzen: Das kann sein. Aber ich glaube den Evert brauchen sie noch, wegen Bekenntnisse und wegen zwölf Jahre Erfahrung. Also da habe ich nicht so viel Angst. (lachen)
Alpar: Okay. Du machst relativ viel für den holländischen Markt von Deutschland aus, ist das richtig? Oder habe ich das so/
Veldhuijzen: Ja, ich mache regelmäßig Sachen für den holländischen Markt. Deutschen Markt auch ein bisschen. Italienische Markt mache ich einiges.
Alpar: Okay. Ist denn irgendwas im SEA anders zwischen Holland und Deutschland?
Veldhuijzen: Der Markt ist schon mal viel kleiner. Das heißt im Longtail-Bereich man hat einen besseren Longtail in Deutschland, ganz klar.[...]</itunes:summary>
		<itunes:author>Andre Alpar</itunes:author>
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		<title>Folge 18: Übersetztes Interview mit Dixon Jones</title>
		<link>http://www.omreport.de/folge-18-interview-mit-dixon-jones/</link>
		<comments>http://www.omreport.de/folge-18-interview-mit-dixon-jones/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 08:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andre Alpar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online Marketing Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[backlink tool]]></category>
		<category><![CDATA[backlinks]]></category>
		<category><![CDATA[seo england]]></category>
		<category><![CDATA[seo tool]]></category>
		<category><![CDATA[seo tools]]></category>
		<category><![CDATA[seo werkzeug]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.omreport.de/?p=108</guid>
		<description><![CDATA[In diesem Artikel findet ihr die deutsche Transkription des Dixon Jones Interview. &#160; Wenn ihr das Interview direkt sehen wollt findet ihr es bei Youtube, oder auf dem OMReport.com Blog unter OMreport.com &#8211; Episode 2: Dixon Jones als Podcast. Transktiption: &#8230; <a href="http://www.omreport.de/folge-18-interview-mit-dixon-jones/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Artikel findet ihr die deutsche Transkription des Dixon Jones Interview.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-109" title="Dixon Jones bei OMReport.com" src="http://www.omreport.de/wp-content/uploads/2011/06/dixon-jones-large.jpg" alt="Dixon Jones bei OMReport.com" width="501" height="501" /></p>
<p>Wenn ihr das Interview direkt sehen wollt findet ihr es bei <a href="http://www.youtube.com/playlist?p=PLE86F19C14F03B00D">Youtube</a>, oder auf dem OMReport.com Blog unter <a href="http://www.omreport.com/episode-2-interview-with-dixon-jones/">OMreport.com &#8211; Episode 2: Dixon Jones</a> als Podcast.</p>
<p><span id="more-108"></span></p>
<p>Transktiption:</p>
<blockquote><p>Alpar: Okay, wir sind hier mit Dixon Jones. Dixon was genau machst du?</p>
<p>Jones: Hi, Ich bin der Marketing Director von Majestic SEO, einer grossen Link Database. Aktuell haben wir 2.3 Billionen Links. Wir crawlen das Internet mit einer Geschwindigkeit von einer halben Milliarde Links pro Tag and wir tracken die Link Informationen. Genauer, die Backlinkinformation für Websites.</p>
<p>Alpar: Okay, warum sollte Leute ein kostenpflichtiges Tool benutzen, wenn es Yahoo gibt?</p>
<p>Jones: Gute Frage. Abgesehen von der Tatsache, das Yahoo wohl auf dem Weg nach unten ist, wegen dem Microsoft Deal, geben sie dir nur ca. 1000 Backlinks. Selbst wenn sie mehr haben. Aber sie haben eigentlich sowieso nicht so viele Links. Majestic hingegen …</p>
<p>Alpar: Woher willst du das wissen?</p>
<p>Jones: Nun ja, wenn du die Backlinks bei Seiten vergleichst, die weniger als 1000 Backlinks haben, dann sammeln wir in der Regel 4-5 mal mehr Links als Yahoo. Und natürlich machen wir auch nicht die Unterscheidung welche Links gut oder schlecht sind. Wir bieten die ganze Information an.</p>
<p>Alpar: Denkst du Yahoo macht das?</p>
<p>Jones: Nun ich kann nicht genau sagen was Yahoo gerade macht. Ich kann nur sagen, dass der Yahoo Site Explorer nicht mehr das Tool ist, was er mal gewesen ist. Heutzutage solltest du eher unser Tool, oder das Linkscape Tool benutzen. Aber in beiden Fällen haben wir eine grössere Datenbank als jeder andere.</p>
<p>Alpar: Linkscape und die SEOMoz Leute.</p>
<p>Jones: SEOMoz ja, die haben auch ein paar coole Tools.</p>
<p>Alpar: Weisst du denn wie gross deren Datenbank im Gegensatz zu eurer ist?</p>
<p>Jones: Ja. Sie benutzen leicht andere Berechnungen, aber sie habe ca. 200 Milliarden URLs oder so. Verglichen mit unseren 3 Billionen Links, ich meine da ist ein grosser Unterschied.</p>
<p>Alpar: Sie haben aber … ich meine deren Datenbank ist bekannterweise nicht offen zugänglich.</p>
<p>Jones: Grösse ist eine Sache, aber Aktualität ist eine andere. Wir haben eine kleiner Datenbank, welche ungefähr so gross wie die von Linkscape, aber immernoch grösser als die von Blackhole ist. Linkscape ist eine ganze Ecke grösser als Blackhole. Wir haben also eine Datenbank in der Grössenordnung von Linkscape, welche wir unseren FreshIndex nennen. Dessen Information updaten wir jeden Tag, was ziemlich cool ist für Leute, die schnell neue Links zur Seite eines Mitbewerbers oder ihrer eigenen Site finden wollen. Es kann auch für Medien-Meldungen genutzt werden … Wenn z.B. in Uganda oder anderswo jemand über deine Website spricht, weil du einen Kraftwerksfehler hattest. Für solche Sachen kann man es auch benutzen.</p>
<p>Alpar: Aber euer Tool ist doch auf Backlinks fokussiert. Es ist nicht so, dass du alles mit den Tools machen kannst. Du hast gesagt du hast eine Entscheidung getroffen und es auf diese Anwendung spezialisiert?</p>
<p>Jones: Oh ja genau, wir versuchen für jeden das perfekte Tool zu sein. Wir crawlen im industriellen Maßstab und wir haben einen ziemlichen High-Level Crawl. Wir gucken auf die Backlinks in genau diesem Moment.<br />
Aber nicht nur die Bückling Data, sondern wir sammeln auch die titles der Seiten und die Anchor-Tags. Welche ja sowieso Teil des Links sind. Was wir nicht machen sind Ranking-Checks oder Entscheidungsfindungen, wo man seinen nächsten her bekommen sollte.</p>
<p>Alpar: Das heisst, die Leute brauchen immer noch zusätzliche Sachen zu eurem Tool?</p>
<p>Jones: Ja.</p>
<p>Alpar: Ok, was benutzen die Leute denn am meisten. Hast du Einsicht in …</p>
<p>Jones: Haben wir klar. Wir haben eine professionelle API, welche direkt an die SEO Suites anbindet. Z.B. Raven Tools, Wordtracker, Anayltics SEO.com. Alle diese Tools können auf unsere Daten im grossen Maßstab zugreifen, so dass sie die Informationen nehmen könne und sie mit anderen Informationen anreichern können. So haben sie …</p>
<p>Alpar: Du hast also den Fokus auf einer Nische und die anderen haben eine Schnittstelle mit generiertem …</p>
<p>Jones: Es wäre Wahnsinn für die anderen Firmen, wenn sie selbst versuchen würden die gleiche Menge an Daten zu sammeln wie wir es tun.</p>
<p>Alpar: Ich denke das ist, weil ihr selber crawled und nicht einfach Google crawled, sondern die Webseiten selbst. Damit habt ihr nicht die Probleme, wie Leute die nur auf Suchmaschinen monitoren, weil ..</p>
<p>Jones: Es ist eine Unmenge an Leuten, ja. Wenn du 50 Dollar verdienst …</p>
<p>Alpar: … Du brauchst eine Menge an IPs usw. …</p>
<p>Jones: Ja, wenn du eine kleine Software schreibst, welche versucht die Information von Yahoo zu rippen oder von Google, oder irgend einer anderen Suchmaschine, dann versuchst du Abkürzungen zu gehen. Wir crawlen wirklich jede einzelne Seite im Internet. Nun ja nicht wirklich jede einzelne, aber die grosse Mehrheit.</p>
<p>Alpar: Also, wie bist du zu diesem SEO Nischen Tool-Builder geworden?</p>
<p>Jones: Nun ja, wir haben damit gestartet uns verteilte Crawlet anzugucken. Dabei haben wir hunderte von Leuten gefunden, weltweit, welche interessiert waren …</p>
<p>Alpar: Also hast du bereits Webseiten gescraped und spammige Inhalten produziert?</p>
<p>Jones: Nein, nein, nein, nein.</p>
<p>Alpar: Oder warum hast du das Web gecrawled?</p>
<p>Jones: Nein. Wir haben versucht eine Suchmaschine zu bauen, allerdings ohne die Infrastruktur, welche dafür benötigt wird. Was wir dann hatten, waren hunderte von Leuten rund um die Welt, welche an ihren Computern gecrawled haben.Und das bei ihren kleinen ISPs. Sie verwenden also ihre freie Brandbreite und das passiert auch noch so bis heute. Obwohl wir mittlerweile unsere eigenen Crawlet haben.</p>
<p>Alpar: Warum sollten die Leute euch über ihren Anschluss crawlen lassen?</p>
<p>Jones: Weil sie eine Art Ansporn haben. Die haben da ein ganzes Spiel am laufen: Wer crawled die meisten Seiten in einem Team. Das ist die andere Sache der Gleichung.</p>
<p>Alpar: Das hört sich wie eine historische Sache an?!</p>
<p>Jones: Ja, das führte dazu, dass wir so viele Daten hatten, wir konnten sie gar nicht alle speichern. Wir konnten also keine Suchmaschine aus Alex Zimmer machen als es gestartet ist (lacht). Aber wir hatten die Technik für den Crawl gebaut und konnten so aggressiv wie Google crawlen. Ab dann hat es sich bezahlt gemacht, denn wir konnten mehr leisten. Wir haben uns entschieden uns auf die Verlinkung der Informationen zu konzentrieren. Das Netz ist so gross, du kannst das Ende einfach nicht finden. Alle Links die in eine Website gehen, es sei denn du crawlest das ganze Internet um diese zu finden. Das ist wohl der schwerste Teil, welchen man bauen kann.</p>
<p>Alpar: Kannst du dann überhaupt zwischen den einzelnen Scrapern, welche einen Teil des Contents aufnehmen und einen Link setzen. Davon gibt es ja schliesslich Millionen.</p>
<p>Jones: Ja.</p>
<p>Alpar: Kannst du die unterscheiden? Algorithmisch? Vom Rest, welcher ein bisschen mehr legitimen Content hat und ein bisschen legitimere Links. Ist das schwer zu realisieren?</p>
<p>Jones: Zum aktuellen Zeitpunkt nutzen wir eine Metrik mit dem Namen AC Rank, was vom Prinzip her der Page Rank für Arme ist. Alles was es macht ist …</p>
<p>Alpar: Ist der selbst entwickelt?</p>
<p>Jones: Ja. Wir nennen es einen Zitat-Rank. Es ist eine Widerspiegelung, wie viele web pages in eine Page linken.</p>
<p>Alpar: So wie die schiere Anzahl an Links, nicht so etwas wie Domain …</p>
<p>Jones: Es ist … Nein Sorry, es ist die Anzahl an Referrer-Domains, welche auf die Page linken.</p>
<p>Alpar: Okay, es ist also die Domain-Popularity?</p>
<p>Jones: Ja, Domain-Popularity und es ist ein Algorithmus.</p>
<p>Alpar: Ist es ein linearer Algorithmus, oder ein …</p>
<p>Jones: Er ist logarithmisch. Seine Skalierung geht von 0 bis 15. I habe keine Ahnung, warum gerade von 0 bis 15.</p>
<p>Alpar: Aber du hast ihn doch aufgesetzt, du solltest es doch auch wissen, oder?</p>
<p>Jones: Hey, nicht ihn habe ihn aufgesetzt, sondern Alex. Und ich denke nicht das es für ihn Basics waren. Er wollte nicht, dass es mit dem Page rank verwechselt wird, deshalb ist es nicht die selbe Messung. Wir sollten aber ebenfalls einen Prozentualen Wert habe, oder so ähnlich. Egal, jetzt …</p>
<p>Alpar: Keine Panik, es ist ja sowieso schon Antik. Du erfindest einfach den nächsten …</p>
<p>Jones: Richtig!</p>
<p>Alpar: Den Dixon Rank zum Beispiel …</p>
<p>Jones: Ja, wir haben nur ein bisschen …</p>
<p>Alpar: Der wird dann auch von 0 bis 10 gehen.</p>
<p>Jones: Auf jeden Fall, ja. Aber der Rank gibt keine gute Repräsentation von Spam auf der Seite. Es misst halt nur Domain Links, deshalb kann es manipuliert werden und man kann Beispiele finden wo es schlecht abschneidet. Weniger hingegen im Fresh Index. Weil alle diese Taktiken schon vor Jahren erstellt worden sind ist unser Crawl heutzutage viel intelligenter. Früher haben wir jede einzelne Seite gecrawled. Und nun, jeden Tag crawlen wir die wichtigen Seiten, denn die BBC wird sicher keine spammige Seite verlinken.</p>
<p>Alpar: Ihr habt euch also eher für einen Trust-Rank entschieden? Also von einer Quelle, welche ihr mit Priorität abcrawled … oder versucht ihr in der Tat zu finden, wo es anfängt und wo es aufhört und stoppt dann da?</p>
<p>Jones: Wir crawlen ziemlich tief, aber jetzt sind wir intelligenter. Was wir machen, ist wir gehen auf die wichtigen Seiten etwa jede Stunde zurück und crawlen sie nochmals. Weil diese Seiten einfach laufend Content erzeugen. Die weniger wichtigen Seiten besuchen wir alle 3 Stunden, dann einmal am Tag, einmal die Woche usw. Was ich verdeutlichen will, ist das wir schon eine gewisse Logik dahinter haben, welche Seiten wir für wichtig halten. Was wir dann gemacht ist, wir crawlen zur Zeit ein bisschen weniger Seiten. Finden allerdings dennoch mehr Links als Ergbenis und auch bessere Links. Darüber haben wir dann eine bessere Qualität.</p>
<p>Alpar: Und wer sind in der Regel eure Kunden? Sind sie aus den USA, aus UK oder aus Europa?</p>
<p>Jones: Ah, wirklich weltweit. UK, wir sind eine in UK ansässige Firma, daher haben wir eine grosse Kundschaft in UK. Was super ist. Hier in den USA bekommen wir gerade einen Namen, aber wir sammeln Kunden auf.</p>
<p>Alpar: Es ist das erste mal für dich als Sprecher auf einer Konferenz, also …</p>
<p>Jones: Nein, nein, Ich habe schon vorher gesprochen …</p>
<p>Alpar: … mit einem Stand …</p>
<p>Jones: Ja mit einem Stand. Auf der Konferenz habe ich schon viel früher gesprochen.</p>
<p>Alpar: Wie fühlt es sich an, einen Stand auf der Konferenz zu haben?</p>
<p>Jones: Es ist harte Arbeit. Ich dachte eigentlich ein Stand wäre die einfachere Version.</p>
<p>Alpar: Es sind mehr Leute die kommen. Fragen die auch mehr?</p>
<p>Jones: Nein, es ist mehr, dass man den ganzen Tag stehen muss (lacht).</p>
<p>Alpar: Du hattest also noch nie einen Stand vorher?</p>
<p>Jones: Nein, nein, nein …</p>
<p>Alpar: Oh, okay. Also es ist der erste Stand und dann auch gleich auf der SES in New York.</p>
<p>Jones: Ja, ich meine das stimmt so nicht ganz. Wir hatten einen Stand vorher in Israel Anfang des Jahres und einen auf der Thing Visibile in London. Wir hatten also ein paar kleine Trainingsläufe bevor wir den grossen hier haben. Aber es funktioniert definitiv, man muss nur im richtigen Publikum sein. Reden war für mich schon immer ein sehr erfolgreicher Weg in den Markt zu kommen. Das Sprechen auf Konferenzen … das war schon vor Majestic.</p>
<p>Alpar: Wofür denkst du werden eure Tools am meisten benutzt? Benutzen es die Leute eher wie die End-User, also wie ein SEO. Oder aggregieren sie einfach nur Daten in verschiedene Tools? Oder sind es eher Agenturen, welche ihre eigenen Tools haben? Hast du da einen Überblick?</p>
<p>Jones: Wir haben drei oder vier verschiedene Typen von Leuten. Was wir nicht haben, ist dieses Mom und Pop Business, welche ein Restaurant haben und ein paar Links brauchen. Die wäre entweder sehr vernarrt oder sehr verrückt unser Tool zu benutzen. Die sollten eher auf einen unserer Datenanbieter gehen, wie z.B. RavenTools oder Linkdex oder ein anderer Reseller. Das würde eher zu deren Anforderungen passen, weil …</p>
<p>Alpar: Linkdex ist was?</p>
<p>Jones: Linkdex ist eine UK Firma, welche …</p>
<p>Alpar: Also DIYSEO vermute ich mal.</p>
<p>Jones: So ungefähr. Wir haben dann die Reseller API Leute, welche Tools bauen. Ich würde sagen das nächst grössere Kundenfeld sind die Hardcore SEOs. Diese Art von Leuten, welche Konferenz Pässe haben, du weisst schon, dass egal ob sie In-House oder als Agentur arbeiten, sie würden unsere Daten benutzen. Und mehr und mehr versuchen wir diese Leute zu überzeugen, dass unsere Daten die besten sind. Wir wissen das bereits, wir müssen es nur jeden anderen wissen lassen (lacht). Es ist mein Marketing dass da durchkommt.</p>
<p>Alpar: Denkst du es gibt andere grosse Datensätze, welche dir nicht bekannt sind?</p>
<p>Jones: Nun ich meine … es gibt Sistrix, es gibt Linkscape und es gibt auch Eric Ward, welcher einiges macht.Ich bin mir zwar nicht sicher was er genau macht, aber er ist noch nicht sehr gross.</p>
<p>Alpar: Du wirst wahrscheinlich, würde ich mal vermuten … Wenn jemand kommt: &#8220;Ahh, die haben ja auch 3 Billionen Backlinks&#8221;.</p>
<p>Jones: Aus dem nirgendwo? Das halte ich für sehr fragwürdig. Denn … ohne das wir es bemerken und ohne dass die Welt es bemerkt .. hätten sie es schaffen müssen ohne den Crawlet Agent zu enthüllen.</p>
<p>Alpar: Kannst du crawlen und dann geblockt werden?</p>
<p>Jones: Na klar. Wir beachten zwar die Regeln, aber klar, ja.</p>
<p>Alpar: Macht ihr das?</p>
<p>Jones: Absolut, ja.</p>
<p>Alpar: Denkst du das ist ein Vorteil, wenn man eine Link Datenbank ist?</p>
<p>Jones: Ich denke, ich denke …</p>
<p>Alpar: Oder ist es eher aus moralischen Gründen?</p>
<p>Jones: Ich denke es ist ein moralischer Grund, du willst dich ja an Regeln halten … Wir wollen den Job ordentlich machen. Wir wollen keinen wütend machen. Genauer gesagt, haben wir die besten Crawler Kennung von allen Crawlet da draussen.Weil wir verteilte Crawler benutzen können Leute auf unsere Seite kommen. Nun ja unser Boss kann von jeder IP Nummer kommen, wir wissen nicht von welcher IP Nummer die kommen. Deshalb …</p>
<p>Alpar: Kommen die also aus der Cloud?</p>
<p>Jones: Das heisst, Leute können unseren Bot fälschen, sie können von jeder IP kommen und behaupten unser Bot zu sein. Was wir machen ist, wenn du auf die Majestic Seite gehst und einen kostenlosen Account erstellt, sowie den API Key benutzt, dann bekommst du von uns einen Handshake. Sozusagen ein Beweis, dass der Bot von uns ist.</p>
<p>Alpar: Aber nochmals. Nur mal ein Gedankenexperiment, denn das würde ich natürlich niemals machen. Stell dir vor ich wäre jemand, der Geld damit verdient Leuten Links zu organisieren. Ich könnte alle meine Seiten verstecken und bin dann nicht Gefährdet, dass ein Konkurrent meine Links findet. Ist das korrekt?</p>
<p>Jones: In etwa. Denn nur weil du alle deine Seiten blockst, heisst das nicht, dass wir nicht auch alle Links kennen die auf deine Seiten führen.</p>
<p>Alpar: Aber wenn ich … ein Beispiel. Wenn Seite Links bekommt und der Konkurrent von Seite A würde gerne die Links analysieren. Ich bin Seite B und habe euren Bot via robots.txt gesperrt. Du kannst dann nicht die Links von Seite B nach A sehen oder? Damit kannst du dann einen Teil der Links des Konkurrenten nicht sehen, diese können nicht analysiert werden.</p>
<p>Jones: Ja, das ist richtig.</p>
<p>Alpar: Weisst du wie viele Leute euch blocken? Hast du da Erfahrung? Interessiert das überhaupt jemanden? Ist das nur eine theoretische Frage?</p>
<p>Jones: Wir bemerken natürlich schon die die robote. Es gibt eine Reihe von Leuten, welche robots.txt benutzen. Aber die Menge die uns auch stoppen will ist sehr klein.</p>
<p>Alpar: Okay. Hast du diese Fälle dann mal analysiert? Damit du weisst warum sie euch hassen, warum sie Majestic SEO blocken? Was habt ihr ihnen getan?</p>
<p>Jones: Es ist normalerweise eine einzelne Person, die dann Links verkauft oder so. Es gibt nicht viele, welche ein Problem damit haben, dass der Bot reinkommt. Wenn es ein grösseres Problem wird, dann würden wir uns dass sicher angucken, aber so …</p>
<p>Alpar: Denkst du … Wenn der Wert eines Bots sich verkleinert, weil jeder Majestic blockt. Oder ist das ein Gedankengang, den ich lieber hier nicht fortführen sollte? (Lacht) Sorry …</p>
<p>Jones: Danke. (Lacht)</p>
<p>Alpar: Vergiss das Thema. So, machst du neben Majestic und auf Konferenzen rumhängen noch was anderes?</p>
<p>Jones: Ja, mache ich.</p>
<p>Alpar: Hast du auch ein Leben?</p>
<p>Jones: (Lacht) Ja, ich habe ein Leben. Ich habe Frau und Kind, ja, klar.</p>
<p>Alpar: Hast du auch ein weiteres Geschäft. Ein Geschäft neben Majestic?</p>
<p>Jones: Ja, ich habe ein Consultant Büro in UK, in welchem ich nicht so viel mache wie ich sollte, aber wir haben … Ja, wir haben 15 oder 20 Angestellte. Receptional, ist der Name des Consultant Büros, welches es schon seit 10 Jahren gibt.</p>
<p>Alpar: Wie hiess das bitte nochmals?</p>
<p>Jones: Receptional, es läuft jetzt seit 11 Jahren, es ist also sehr aktiv.</p>
<p>Alpar: Du springst also zwischen Majestic und Receptional, die ganze Zeit?</p>
<p>Jones: Ja.</p>
<p>Alpar: Oder arbeiten beide im gleichen Bereich?</p>
<p>Jones: Nein, ich arbeite meistens aus meinem Büro bei Receptional. Aber ich würde sagen, dass 60% bis 70% meiner Zeit bei Majestic aufgebraucht werden. Also der Löwenanteil meiner Zeit. Einer der anderen Tage ist dann sicher noch Verwaltungsaufwand für Majestic.</p>
<p>Alpar: Also, was ist das gute an der Agentur und was ist das beste an den Tools. Warum ist dir das eine oder andere lieber. Ich meine … bleiben wir mal bei den guten Aspekten.</p>
<p>Jones: Ja, von Majestic?</p>
<p>Alpar: Ja.</p>
<p>Jones: Ja, ich denke …</p>
<p>Alpar: Verglichen mit der Arbeit heute.</p>
<p>Jones: Die Menge an gecrawlten Daten, welche wir erreicht haben ist einfach nur ein technologisches …</p>
<p>Alpar: Wer sind die Gehirne hinter der Technologie?</p>
<p>Jones: Jemand namens Alex Chudnovsky. Er ist ein sehr schlauer Kopf, ich muss sagen, er ist sehr clever. Etwas eigen, wie Genies ja immer sind, aber er macht einen wirklich sehr guten Job mit der Technologie. Wir haben es geschafft einen Scale-Faktor zu erreichen, der schwer zu kopieren ist. Es ist witzig, weisst du, man denkt man startet mit einem grossen Datenbank System. Aber sobald du 3 Milliarden Einträge hast wird es sehr schwer zu managen. Wir mussten alle Datenbankstrukturen von Grund auf aubauen, damit wir wachsen konnten.</p>
<p>Alpar: Noch eine Frage zum Schluss, denn ich weiss du musst gleich zu deinem nächsten Termin. Was denkst du von SEOs in Deutschland?</p>
<p>Jones: Ich denke sie sind sehr clever. (lacht). Ja, sie sind viel zu clever. Und ich denke Sistrix ist ebenfalls ein super Tool, ich denke das ist gut. Ich wes auch, dass sie international werden wollen, aber ich denke sie sollten lieber im deutschen Markt bleiben (lacht).</p>
<p>Alpar: Super. Danke für das Interview.</p>
<p>Jones: Danke für deine Zeit.</p></blockquote>
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		<title>Folge 17: Interview mit Ralph Binkert</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 09:38:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andre Alpar</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der heutigen Episode hört ihr den OMReport mit Ralph Binkert von MSN / Bing. &#160; Den Podcast findet ihr wie immer auch bei iTunes, Youtube und die Transkription im Post. &#160; Transkription des Podcast: Alpar: Diesmal bei dem OM &#8230; <a href="http://www.omreport.de/folge-17-interview-mit-ralph-binkert/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der heutigen Episode hört ihr den OMReport mit<a href="https://twitter.com/#!/ralphbin"> Ralph Binkert </a>von <a href="http://www.msn.de">MSN</a> / <a href="http://www.bing.de">Bing</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>Den Podcast findet ihr wie immer auch bei <a href="http://itunes.apple.com/de/podcast/id460951174?l=de">iTunes</a>, <a title="OMReport.de Youtube Playlist - Ralph Binkert " href="http://www.youtube.com/playlist?list=PLC5773E088C56A59E">Youtube</a> und die Transkription im Post.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span id="more-342"></span>Transkription des Podcast:</p>
<blockquote><p>Alpar: Diesmal bei dem OM Report, der Ralph Binkert von MSN, beziehungsweise Bing. Ralph, stell dich doch mal einmal ein bisschen vor.</p>
<p>Binkert: Hey. Grüß dich Andre. Ich bin der Ralph, Ralph Binkert von MSN. Ich komme ursprünglich von der Ciao!-Seite von Microsoft, habe 2005 bei Ciao! angefangen, habe da über mehrere Jahre das SEO Team aufgebaut und geleitet und bin dann nach dem Kauf von Ciao! innerhalb von Microsoft weiter unterwegs gewesen und habe jetzt mein aktuelles Ziel bei MSN gefunden.</p>
<p>Alpar: Ok. Wie ist das denn so bei Ciao!? Das war ja eine Seite mit gigantischer Sichtbarkeit, wie weiß man denn überhaupt noch, was das nächste Level ist, es ist ja nicht so das man da irgendwie nur einen Kurs belegen kann und sagen kann: „So, mit Ciao! geht es jetzt folgendermaßen weiter“, also jetzt auch vor der Microsoft-Seite. Wie kommt man da überhaupt noch weiter? Mit wem tauscht man sich aus? Wie lernt man überhaupt?</p>
<p>Binkert: Das spannendste, glaube ich, an Ciao! für mich war im Großen und Ganzen, dass ich die Freiheit hatte Leute in das Team herein zu holen, die einfach in gewissen Bereichen wahnsinnig stark waren und am Ende die Summe, was alle zusammen gebracht haben den Erfolg von Ciao! letztendlich ausgemacht hat im SEO-Bereich, also weil, es gab viele/</p>
<p>Alpar: Wie viele Leute waren im SEO-Team von Ciao!?</p>
<p>Binkert: Zu Hochzeiten hatten wir circa sieben oder acht feste Mitarbeiter und natürlich noch eine Handvoll Praktikanten um die sprachlichen Sachen abzudecken, aber es waren so im Durchschnitt zwischen fünf und sieben ungefähr.</p>
<p>Alpar: Ok. Und wie ist so eine Aufgabenteilung bei so einem doch relativ großen Team?</p>
<p>Binkert: Es gibt natürlich Leute die sich um die technischen Themen kümmern, also sprich die ganzen Backend-Geschichten. Andere Kollege hat sich praktisch um den ganzen Produkt-Katalog gekümmert, das heißt nicht über den Produktkatalog, sondern eher über die Zusammenarbeit mit dem Produktkatalogteam. Und praktisch da den SEO Input weiterzugeben und den Leuten vom Katalogteam eben auch zu erklären, was ist wichtig, wenn man jetzt eben Produktkataloge erstellt im Bereich SEO. Welche Attribute sind wichtig? Was gibt es für Suchhäufigkeiten für Attribute und worauf sollte geachtet werden.</p>
<p>Alpar: Ok.</p>
<p>Binkert: Ein ganz einfaches Beispiel wäre auch die Entwicklung im Bereich Digitalkameras, von Megapixeln hin. Irgendwann wurde der Katalog mal gebaut, da gab es dann meinetwegen noch die zehn-Megapixel-Kamera, dann musst du eben auch wieder sagen: „Freunde, passt mal auf, die Produktentwicklung ist jetzt da, dass wir jetzt mittlerweile bei 12 oder 14 sind. Die Attribute müssen dahin.“</p>
<p>Alpar: Ok und das kriegen die Produktleute nicht selber hin, sondern das muss dann der SEO muss mitdenken?</p>
<p>Binkert: Da müssen alle mitdenken.</p>
<p>Alpar: Ok.</p>
<p>Binkert: Also da, Hand in Hand, gemeinsam geht es am besten.</p>
<p>Alpar: Und womit hast du dann die meiste Zeit deinen Tag verbracht? Also mit, irgendwie, Mitarbeiter irgendwie auf die Schulter klopfen und die Bewerbungsgespräche führen? Du musst ja schon irgendwie auch etwas gemacht haben.</p>
<p>Binkert: Ich habe mal durchgerechnet, ich habe glaube ich über 140 Interviews geführt in der Zeit. (lachen)</p>
<p>Alpar: Ok, in wie viel Jahren?</p>
<p>Binkert: In fünf Jahren?</p>
<p>Alpar: NAJA, das ist ja nicht so viel. (lachen)</p>
<p>Binkert: Ne aber du musst ja auch, du hast 140 Leute eingeladen, dann kannst du dir doch überlegen was da hinten für ein Rattenschwanz an den Sachen was du noch gelesen hattest, wo du gesagt hast, „ok, von den fünf, laden wir jetzt einen ein“, dann kannst du dir ja ungefähr errechnen, dass du fünf, sechs hundert Bewerber/innen waren, die du insgesamt durchgearbeitet hast. Nee, ich bin eigentlich ganz gut in FIFA elf und zwölf, da habe ich mich auch immer gut hervor getan. Im Schulterklopfen bin ich ein Spezialist, aber das mache ich bei mir selber gerne. Nee, ich habe versucht, wie gesagt die richtigen Leute zusammen zu kriegen, ein starkes Team zu bilden, die Leute auch zu motivieren und auch immer wieder kreative Sachen einfließen lassen, einfach zu sagen: „Leute, lasst uns zusammensetzen, gemeinsame Ideen haben, wie wir jetzt aktuell aus unseren Assets noch mehr rausholen können, SEO-seitig.“ Und dann haben wir natürlich auch immer bei der Konkurrenz geguckt.</p>
<p>Alpar: Ok, und hat man sich dann mehr Deutschland-artig orientiert, oder mehr international, oder?</p>
<p>Binkert: Nee, grundsätzlich international. Deutschland war, sagen wir so mal der Kernmarkt von Ciao!, da ist Ciao! ja eigentlich her gekommen. Da waren sie auch immer am stärksten, aber es ging eigentlich auch immer darum die ganze Strategie europaweit zu skalieren und rauszurollen.</p>
<p>Alpar: Ok.</p>
<p>Binkert: Da ist einfach (&#8230;) mehr zu erreichen, es bringt nichts, nur auf ein Land zu fokussieren.</p>
<p>Alpar: Ok, wir hatten ja vorhin ein bisschen darüber geschnackt, dass Microsoft ein extrem internationales Unternehmen ist. Keine Frage. Also es ist schon sehr beeindruckend. Was ich mich frage ist: Du siehst ja SEO in vielen Ländern, wie hast du denn das Gefühl, wie SEO in Deutschland im Vergleich zum Rest der Welt ist?</p>
<p>Binkert: Gefühlt, auf Platz zwei, nach USA, wenn man aber natürlich noch England mit zuzieht sind wir so schon auf Platz drei würde ich mal sehen, gefühlt.</p>
<p>Alpar: Ok. Hast du das Gefühl die Leute in England sind fortgeschritten, oder wird fortgeschrittenes SEO in England aus Amerika heraus gemacht?</p>
<p>Binkert: Ich denke es bedingt sich durch die sprachliche Komponente, da natürlich auch Suchmaschinen ihre Sachen primär im englischsprachigen Raum entwickeln, und die dann natürlich auch als zweiten Markt, oder meistens auch mit als Primärmarkt in UK gelaunched werden und dadurch die Leute natürlich dann da noch aktiver und noch näher dran sind. Siehe Panda.</p>
<p>Alpar: Ok, wobei mein Gefühl war, dass, wenn ich mir angucke was UK-SEOs machen, teilweise ist schon ganz schön so trashig und so, schon sehr nischig und (seufzen), also ich war davon immer so ein bisschen zumindest mittelmäßig beeindruckt. Also jetzt zu sagen das die total fortschrittliches SEO machen? Da wäre ich nicht direkt versucht.</p>
<p>Binkert: Der Markt glaube ich in England ist glaube ich sehr ausgereizt, da es sehr sehr viele kleine glaube ich Affiliates gibt, die man sieht, die da einfach mit Haken und Ösen und jedem Mittel, was zur Verfügung steht, entweder jetzt einen Kaugummi oder ein Paar Turnschuhe verkaufen wollen.</p>
<p>Alpar: Ja. Und hast du das Gefühl irgendwelche anderen Märkte werden genau so sein? Oder meinst du genau so kommt es in Deutschland auch, dass irgendwelche Mini-Affiliates gibt, die gebrauchte Kaugummis verkaufen? Oder?</p>
<p>Binkert: Gut, der Affiliate-Markt wächst immer, Google steuert der Sache natürlich, was wir auch lesen konnten in dem geleakten Quality-Rater-Doc, wenn man es jetzt mal als echt ansehen möchte, wurde ja auch klar die Unterscheidung gemacht zwischen Affiliates und Thin-Affiliates und ich denke Deutschland ist da eher schon auf Nachhaltigkeit geprägt, dass die Leute sagen jetzt nicht „ich möchte jetzt hier einen Quick-Win haben innerhalb der nächsten zwölf Monate ein bisschen Geld verdienen, mit ich verkaufe mal ein paar Turnschuhe.“ Die Leute denke ich, wenn die da jetzt in das Business einsteigen, haben schon eher den Gedanken, zu sagen: „Hey, wenn ich jetzt eine Seite aufbaue gerade im Bereich SEO. SEO ist eine langfristige Sache, da könnte man sich auch andererseits sich ein bisschen Budget holen über Arbitrage einsteigen und einfach so ein paar Euros machen.“</p>
<p>Alpar: Ok, warum nennst du immer Turnschuh als Beispiel? (Lachen) Nehmen wir doch einmal andere Beispiele als Turnschuhe, ich könnte es persönlich nehmen.</p>
<p>Binkert: Hast du Turnschuhe für mich dabei?</p>
<p>Alpar: Nein, leider nicht. (lachen) Bing-Turnschuhe. Hast du dich denn wirklich hingesetzt und hast das Google-Qualiy-Rater-Manual, das alte, das irgendwie vor drei Jahren geleakte und das aktuelle verglichen? Richtig Seite für Seite?</p>
<p>Binkert: Nein. Da hatte ich jetzt noch keine Zeit dazu. Ich habe jetzt mal ansatzweise das Aktuelle durchgelesen.</p>
<p>Alpar: Ok.</p>
<p>Binkert: Über ein paar Sachen, habe natürlich auch ein paar Domains reingehauen, wo ich mal sage, könnte ja interessant sein, ob Google explizit, oder wer auch immer dieses Doc erstellt hat, diese Domains explizit nennt und wie eben über dieses Dokument ja auch über diese Seiten in diesem Dokument gesprochen wird.</p>
<p>Alpar: Ok.</p>
<p>Binkert: Hast du reingeguckt?</p>
<p>Alpar: Ich habe noch nicht herein geguckt. Ich habe es mal heruntergeladen, weil ich mir dachte, wer weiß ob es irgendwann verschwindet von der primären Quelle, aber das ist glaube ich jetzt mittlerweile auf sämtlichen Warez-seiten und so, das heißt es wird nie wieder verloren gehen.</p>
<p>Binkert: Ich habe es auch.</p>
<p>Alpar: Ja genau. (lachen)</p>
<p>Binkert: Wenn es wegkommt.</p>
<p>Alpar: Backup-Sicherheitskopien</p>
<p>Binkert: Also wer noch ein Backup braucht, ich habe noch eins.</p>
<p>Alpar: Ich auch. (lachen) Und wann kriegen wir denn Bing Search-Quality-Guidelines geleakt?</p>
<p>Binkert: (lachen) Niemals! (lachen) Nee, das ist natürlich auch eine Sache, die glaube ich, wenn es für Google so gelaufen ist, natürlich ein bisschen ungünstig läuft, aber es ist natürlich so, dass so ein großer Index gepflegt werden muss, die Geschichte, „das machen nur Maschinen bei uns“, ich glaube das sind alte Kamellen, da fällt heute keiner mehr drauf rein. Selbst nachdem es seit drei Jahren praktisch dieses erste Doc rausgeht und da es eigentlich schon klar war, es läuft nicht nur alles über Machine-Learning, sondern dass es auch die menschliche Komponente da eben gibt. Da denke ich/</p>
<p>Alpar: Wobei es ja immer noch sein könnte, dass/ deren Story dazu ist ja, dass letztendlich, die Nutzer/ Nutzer-Input, der quasi da rein geholt wird, der als Input für das Machine-Learning genutzt wird und dann doch wieder Maschinen-Learning draufgesetzt wird, so ähnlich im Prinzip wie die Argumentation rund um Panda, die sagen natürlich: „Das sind schlechte Seiten, welche Charakteristika haben schlechte Seiten und dann versuche ich algorithmisch schlechte Seiten zu benennen. Und dann prüfe ich wiederum ob das wahr ist und so mache ich dann meinen Panda-Algo besser. Das letztendlich die Storyline, bei den Quality-Ratern und bei der Panda- Story ist ja schon konsistent, ob sie denn jetzt so wahr ist oder nicht, das kann man natürlich schwer prüfen von außen. Also ich zumindest nicht.</p>
<p>Binkert: Ich auch nicht.</p>
<p>Alpar: Ok. (lachen) Gibt es denn eigentlich Zusammenarbeit zwischen Suchmaschinen, also zum Beispiel guckt man sich irgendwie Blekko an und überlegt sich irgendwie, was geht da weiter? Oder bist du nicht so Bing nah, sondern eher MSN fokussiert?</p>
<p>Binkert: ich bin eigentlich mehr MSN fokussiert. Versuche mich mit den Bing-Kollegen schon regelmäßig auszutauschen. Was ich interessant an der ganzen Blekko-Geschichte fand, fand ich eigentlich auch diese ganzen zusätzlichen Informationen mit dem Slash-SEO und solche Sachen, die man sich eigentlich auch mal ganz nett raus scrapen konnte und einfach mal ein paar Analysen drüberfährt. Wie bewertet jetzt eine andere Suchmaschine oder was hat eine andere Suchmaschinen indiziert und zu welchen aggregierten Werten kommen die am Ende, um einfach mal zu Vergleiche zu ziehen.</p>
<p>Alpar: Ok.</p>
<p>Binkert: Es gibt ja leider nur zwei aktuell, also Bing und Google am Markt, bis auf gewisse Märkte wo eben/</p>
<p>Alpar: Yandex will ja kommen.</p>
<p>Binkert: Ja.</p>
<p>Alpar: Schonmal gespannt oder?</p>
<p>Binkert: Es bleibt spannend, aber wer den deutschen Markt kennt und wer die deutsche Mentalität kennt, weiß, dass es da schwer wird/</p>
<p>Alpar: Eine russische Suchmaschine durchzusetzen.</p>
<p>Binkert: Ja. Nicht, das es jetzt Russen sind, sondern insgesamt in den Markt einzusteigen, ich glaube in Deutschland prägt sich das Wort: Suche ist Google oder wir googlen etwas. Das wurde uns jetzt in den Kopf gehämmert. Das ist bei vielen jetzt drin.</p>
<p>Alpar: Ist das in anderen Märkten ganz anders? Also jetzt außer Amerika? Ist das in anderen/</p>
<p>Binkert: Frankreich. Frankreich ist doch eigentlich ein gutes Beispiel noch dafür. Die waren auch noch mit Yahoo, hatten auch noch lokale Suchen und so. Und ich glaube Frankreich ist da ein ganz gutes Beispiel auch, weil natürlich auch von der französischen Mentalität die haben natürlich ihre Probleme mit diesen ganzen Anglizismen. Die wollen natürlich alles in Französisch haben. Und da sagt der Franzose: „Le Google, warum“ (mit französischem Akzent) Und sucht/</p>
<p>Alpar: Aber das wird ja auch mit Le Bing (französischer Akzent) sein.</p>
<p>Binkert: Le Bing wird das gleiche Problem haben, aber gut, da müssen ein paar Marketing-Dollars rein und dann muss man sehen wie es läuft.</p>
<p>Alpar: Dann haben die, le Bing war schon immer le Bing. Eine französische Suchmaschine, ganz offensichtlich (französischer Akzent). Ok. Wie ist das denn bei MSN? Also ihr habt da irgendwie eine Unmenge von Redakteuren, die du dann die ganze Zeit schulst mit Zuckerbrot und Peitsche, so werden SEO optimale Artikel über Celebrities geschrieben, damit ihr mächtig Reichweite bekommt auf Bing und auf anderen Suchmaschinen, oder wie muss man sich das vorstellen, das SEO bei MSN?</p>
<p>Binkert: Also wir haben da, ich bin Teil eines globalen SEO-Teams bei MSN und bin da in meiner Person eigentlich für den ganzen technischen Bereich zuständig, also Engineering, als auch Tools, wobei wir auch Kollegen bei uns im Team haben, die für verschiedene Bereiche wie beispielweise jetzt Europa oder Asien für dieses ganze Editorial-Engagement verantwortlich sind, die dann durch die Welt reisen und dann nach Deutschland kommen, mit deutschen Kollegen Training machen, dann nach Spanien weiterfliegen, mit den Kollegen Training machen, dann wieder zurück nach London fliegen Kollegen mit dem Training machen, also es muss ja skalieren, also wir sind eine riesengroße Organisation weltweit, ich glaube MSN ist aktuell in 44 Märkten aktiv und da müssen wir einfach versuchen den SEO-Spirit zu skalieren und durch die ganze Company zu treiben und einfach auch zu zeigen: „Wenn ihr bei euren Headlines auf die richtigen Keywords achtet, habt ihr am Ende mehr Kohle.“</p>
<p>Alpar: Ok. Ist das tatsächlich so, dass die Redakteure nach Traffic bezahlt werden? Weil ich fragte mich nämlich gleich schon, findet der Editor euch irgendwie als nützliche Last, „ja, ist ja eh schwer genug über Britney Spears jeden Tag irgendwie einen tollen Artikel zu schreiben, jetzt will der auch noch so einen Krams von mir“, also, das ist ja manchmal so ein bisschen Argumentationsthema. Oder verstehen die schon das Gesamtheitliche, dass irgendwie es einer Firma gut gehen muss, dann geht es ihnen auch gut?</p>
<p>Binkert: Nee, es ist natürlich so, dass es verschiedene Einstiegsquellen gibt, wie kommt der User letztendlich zu MSN und da ist natürlich der Bereich Suchmaschinen ein wichtiger Teil, weil es natürlich jetzt keinen direkten Kosten gegenübersteht, sagen wir mal es ist ein indirekte Kosten vorhanden, du musst natürlich dieses SEO-Team irgendwie in Schach halten, die wollen durch die Welt fliegen, wollen Spaß haben.</p>
<p>Alpar: Ja und dein hohes Gehalt, dass muss man ja auch mal sehen.</p>
<p>Binkert: Ja gut, ich arbeite ja eigentlich für einen &#8220;Appel und ein Ei&#8221;, ich finde es ja eigentlich nur schön, ich mag Fanta und natürlich diese X-Box, die ich hier frei für mich zur Verfügung steht den ganzen Tag. Nee, es ist für die Editoren, ist es/ die wollen natürlich auch Erfolg haben. Wenn man denen natürlich/ Das ist wie, stell dir vor, du bist ein Autor und verkaufst ein Buch und wenn ich dir helfe, dass fünf Millionen Leute mehr dein Buch lesen.</p>
<p>Alpar: Aber der Autor vom Buch, der verdient unterschiedlich, je nachdem wie sehr sein Buch gelesen wird, kriegen die denn überhaupt Feedback, wie oft ihr Artikel angeschaut wird?</p>
<p>Binkert: Ja.</p>
<p>Alpar: Ok.</p>
<p>Binkert: Es gibt detaillierte Reports, die runtergebrochen sind,</p>
<p>Alpar: Pro Artikel, pro</p>
<p>Binkert: die können sich das auf Artikelbasis rausziehen, also wir haben ja auch verschieden Web-Analyse-Tools in Betrieb und da kann auch jeder Editor explizit herauskriegen, wie oft werden meine Artikel gelesen, beziehungsweise für welches Keyword ranke ich mit meinem Artikel in welcher Position.</p>
<p>Alpar: Ja? Wow. Und das bei eigenen Suchmaschinen oder auch bei fremden?</p>
<p>Binkert: Bei allen. Also wir können jetzt beispielweise in Deutschland jetzt, müssen wir aktuell noch auf Google fokussieren, weil einfach der Marktanteil so hoch ist. Wobei, wir haben die Daten auch für Bing zur Verfügung.</p>
<p>Alpar: Ok. Wow. Und gibt es da auch irgendwie so einen internen Wettstreit und einen Bonus für den Editor irgendwie, der den coolsten Artikel weggerockt hat in einem Monat, oder so?</p>
<p>Binkert: Leider noch nicht.</p>
<p>Alpar: Ok. Aber das müsste man eigentlich einführen. Muss man einen Teil des Gehaltes mal darauf verwenden vielleicht.</p>
<p>Binkert: Ja, das ist, fang nicht mit Gehalt an, dass ist eh so kompliziert (lachen). Das Lustige ist, die Leute wollen ja alle mehr. Die sind wie ICH.</p>
<p>Alpar: Tatsächlich? Das ist bei uns ganz anders.</p>
<p>Binkert: (lacht) Man könnte meinen, die könnten alle von mir abgeschrieben und wollen alle nur genau so viel Geld wie ich und noch viel mehr als ich. Nee, es wäre eine interessante Geschichte. Es wäre natürlich die Frage, wie sieht der Editor die Geschichte. Also würde der eigentlich Interesse haben an einem/</p>
<p>Alpar: Erfolgsabhängigem Modell.</p>
<p>Binkert: Und dann würden wir ja glaube ich eher, von der Qualitätsgeschichte, wo MSN eigentlich auch hin möchte in Richtung eHow gehen, wo man sagt, „wenn du jetzt irgendetwas zusammenstöpselt, was aber ranked für Turnschuhe, dann kriegst du jetzt hier fünf Euro mehr im Monat.“ Das ist natürlich eine Geschichte, wo man nicht hin möchte, sondern da geht es wirklich auch um Journalismus und Qualität, die am Ende herumkommen muss und wenn es jetzt ein Thema ist, was möglicherweise nicht so populär ist, dann wird darüber auch geschrieben, auch wenn der Editor jetzt dem Modell, wenn wir es wirklich annehmen würden jetzt damit nicht wirklich Geld verdienen würde. Aber es geht auch darum, um journalistische Freiheit zu fördern, dass die Leute da auch wirklich Informationen geliefert bekommen.</p>
<p>Alpar: Jetzt hast du mir aber etwas geliefert: Also zum einen sagst du hier journalistische Freiheit und hoch qualitative Texte, wie gehst du mit diesen zwei Herzen in einer Brust sozusagen um? Ich meine du hast ja eine SEO-Brille auf, das heißt du denkst irgendwie nach über irgendwie Keyword Density, H1, H2, H3, so zumindest zu den Roots, auch die technischen Sachen und Tralala, aber ist das nicht irgendwie so ein bisschen/ das klingt so, als wäre es gegenläufig, ist das überhaupt unter eine Kappe zu bringen? Also der perfekte journalistische Text, der unbeeinflusst ist von Gedanken, welche Suche bringt mir wieviel Traffic? UND SEO ideal schreiben? Ist das unter eine Kappe zu bringen, oder ist es eigentlich doch ein Widerspruch?</p>
<p>Binkert: Es ist natürlich, wenn sich das natürlich ein gewaschener Journalist anhört, der schüttelt natürlich jetzt den Kopf und sagt „das kann natürlich jetzt gar nicht zusammen passen. Journalistische Freiheit und SEO oder Suchmaschinen“, der sagt natürlich, „ich komme eigentlich aus dem Tageszeitungsbereich und ich habe meinen festen Leserstamm, das würde wohl eher in Richtung Blogger gehen, glaube ich. MSN ist doch eher ein Portal und wir müssen natürlich auch unsere Rechnungen bezahlen irgendwie am Monatsende.“ Also da sitzen ein paar Leute, die wollen Geld haben, die Kinder sitzen Zuhause, die Frauen gehen den ganzen Tag Shopping, da muss natürlich auch irgendwie Geld nach Hause gebracht werden. Da muss natürlich direkt/ Es ist immer wieder eine Gratwanderung. Auch aus SEO-Sicht ist es natürlich schwierig. Wir versuchen den Leuten natürlich dann Hilfestellungen zu geben. Und grundsätzlich rankt ein journalistisch guter Text nicht schlechter als ein SEO optimierter Text. Weil es letztlich um den Inhalt geht.</p>
<p>Alpar: Ok. Super. Ralph, vielen, vielen Dank für das Interview</p>
<p>Binkert: Gute Heimreise. Besten Dank.</p>
<p>Alpar: Tschüss.</p>
<p>Binkert: Tschüss.</p></blockquote>
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		<itunes:subtitle>In der heutigen Episode hört ihr den OMReport mit Ralph Binkert von MSN / Bing.
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OMReport.de - Ralph Binkert
Den Podcast findet ihr wie immer auch bei iTunes, Youtube und die Transkription im Post.
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Transkription des Podcast:
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		<itunes:summary>In der heutigen Episode hört ihr den OMReport mit Ralph Binkert von MSN / Bing.
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OMReport.de - Ralph Binkert
Den Podcast findet ihr wie immer auch bei iTunes, Youtube und die Transkription im Post.
&#160;
Transkription des Podcast:
Alpar: Diesmal bei dem OM Report, der Ralph Binkert von MSN, beziehungsweise Bing. Ralph, stell dich doch mal einmal ein bisschen vor.
Binkert: Hey. Grüß dich Andre. Ich bin der Ralph, Ralph Binkert von MSN. Ich komme ursprünglich von der Ciao!-Seite von Microsoft, habe 2005 bei Ciao! angefangen, habe da über mehrere Jahre das SEO Team aufgebaut und geleitet und bin dann nach dem Kauf von Ciao! innerhalb von Microsoft weiter unterwegs gewesen und habe jetzt mein aktuelles Ziel bei MSN gefunden.
Alpar: Ok. Wie ist das denn so bei Ciao!? Das war ja eine Seite mit gigantischer Sichtbarkeit, wie weiß man denn überhaupt noch, was das nächste Level ist, es ist ja nicht so das man da irgendwie nur einen Kurs belegen kann und sagen kann: „So, mit Ciao! geht es jetzt folgendermaßen weiter“, also jetzt auch vor der Microsoft-Seite. Wie kommt man da überhaupt noch weiter? Mit wem tauscht man sich aus? Wie lernt man überhaupt?
Binkert: Das spannendste, glaube ich, an Ciao! für mich war im Großen und Ganzen, dass ich die Freiheit hatte Leute in das Team herein zu holen, die einfach in gewissen Bereichen wahnsinnig stark waren und am Ende die Summe, was alle zusammen gebracht haben den Erfolg von Ciao! letztendlich ausgemacht hat im SEO-Bereich, also weil, es gab viele/
Alpar: Wie viele Leute waren im SEO-Team von Ciao!?
Binkert: Zu Hochzeiten hatten wir circa sieben oder acht feste Mitarbeiter und natürlich noch eine Handvoll Praktikanten um die sprachlichen Sachen abzudecken, aber es waren so im Durchschnitt zwischen fünf und sieben ungefähr.
Alpar: Ok. Und wie ist so eine Aufgabenteilung bei so einem doch relativ großen Team?
Binkert: Es gibt natürlich Leute die sich um die technischen Themen kümmern, also sprich die ganzen Backend-Geschichten. Andere Kollege hat sich praktisch um den ganzen Produkt-Katalog gekümmert, das heißt nicht über den Produktkatalog, sondern eher über die Zusammenarbeit mit dem Produktkatalogteam. Und praktisch da den SEO Input weiterzugeben und den Leuten vom Katalogteam eben auch zu erklären, was ist wichtig, wenn man jetzt eben Produktkataloge erstellt im Bereich SEO. Welche Attribute sind wichtig? Was gibt es für Suchhäufigkeiten für Attribute und worauf sollte geachtet werden.
Alpar: Ok.
Binkert: Ein ganz einfaches Beispiel wäre auch die Entwicklung im Bereich Digitalkameras, von Megapixeln hin. Irgendwann wurde der Katalog mal gebaut, da gab es dann meinetwegen noch die zehn-Megapixel-Kamera, dann musst du eben auch wieder sagen: „Freunde, passt mal auf, die Produktentwicklung ist jetzt da, dass wir jetzt mittlerweile bei 12 oder 14 sind. Die Attribute müssen dahin.“
Alpar: Ok und das kriegen die Produktleute nicht selber hin, sondern das muss dann der SEO muss mitdenken?
Binkert: Da müssen alle mitdenken.
Alpar: Ok.
Binkert: Also da, Hand in Hand, gemeinsam geht es am besten.
Alpar: Und womit hast du dann die meiste Zeit deinen Tag verbracht? Also mit, irgendwie, Mitarbeiter irgendwie auf die Schulter klopfen und die Bewerbungsgespräche führen? Du musst ja schon irgendwie auch etwas gemacht haben.
Binkert: Ich habe mal durchgerechnet, ich habe glaube ich über 140 Interviews geführt in der Zeit. (lachen)
Alpar: Ok, in wie viel Jahren?
Binkert: In fünf Jahren?
Alpar: NAJA, das ist ja nicht so viel. (lachen)
Binkert: Ne aber du musst ja auch, du hast 140 Leute eingeladen, dann kannst du dir doch überlegen was da hinten für ein Rattenschwanz an den Sachen was du noch gelesen hattest, wo du gesagt hast, „ok, von den fünf, laden wir jetzt einen ein“, dann kannst du dir ja ungefähr errechnen, dass du fünf, sechs hundert Bewerber/innen waren, die du insgesamt durchgearbeitet hast. Nee, ich bin eigentlich ganz gut in FIFA elf und zwölf, da habe ich mich auch immer gut hervor g[...]</itunes:summary>
		<itunes:author>Andre Alpar</itunes:author>
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	</item>
		<item>
		<title>Folge 16 – (Übersetztes) Interview mit Martin MacDonald</title>
		<link>http://www.omreport.de/folge-16-%e2%80%93-ubersetztes-interview-mit-martin-macdonald/</link>
		<comments>http://www.omreport.de/folge-16-%e2%80%93-ubersetztes-interview-mit-martin-macdonald/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 09:02:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andre Alpar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online Marketing Podcast]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.omreport.de/?p=357</guid>
		<description><![CDATA[In diesem Artikel findet ihr die deutsche Transkription des englischen Martin MacDonald Interview. Martin Macdonald ist Head of SEO für OMD. &#160; &#160; Das Interview auf englisch findet ihr bei iTunes und auf Youtube. Oder als Podcast auf OMReport.com unter OMReport.com Interview with &#8230; <a href="http://www.omreport.de/folge-16-%e2%80%93-ubersetztes-interview-mit-martin-macdonald/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Artikel findet ihr die deutsche Transkription des <a title="Martin Macdonald Interview auf OMReport.com" href="http://www.omreport.com/episode-5-interview-with-martin-macdonald/">englischen Martin MacDonald Interview</a>. Martin Macdonald ist Head of SEO für <a href="http://ukgroup.omd.com/omduk/">OMD</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_359" class="wp-caption aligncenter" style="width: 478px"><img class="size-full wp-image-359" title="OMReport - Martin Macdonald" src="http://www.omreport.de/wp-content/uploads/2011/11/martin-macdonald.jpg" alt="OMReport - Martin Macdonald" width="468" height="552" /><p class="wp-caption-text">OMReport - Martin Macdonald</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Interview auf englisch findet ihr bei <a href="http://itunes.apple.com/podcast/id460956810?l=en">iTunes</a> und auf <a href="http://www.youtube.com/playlist?list=PL79DB58B7472B97CC">Youtube</a>. Oder als Podcast auf <a title="OMReport.com Podcast Blog" href="http://www.omreport.com/">OMReport.com</a> unter <a title="OMReport.com - Martin Macdonald Podcast" href="http://www.omreport.com/episode-5-interview-with-martin-macdonald/">OMReport.com Interview with Martin MacDonald</a>.</p>
<p><span id="more-357"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>Alpar: Okay, wir sind hier mit einer neuen Ausgabe des OMReport auf dee SEOktoberfest. Bitte stell dich doch mal vor.</p>
<p>Macdonald: Hi Leute, mein Name ist Martin Macdonald. Ich bin Head of SEO for eine Agentur mit dem Namen OMD, welche Teil der Omnicom Gruppe ist. Der Grund warum wir gerade lachen ist, dass dies schon das zweite mal ist das wir die Aufnahme probieren. Hoffentlich das erste mal, dass es auch wirklich aufgenommen wird. Also wie gesagt bin Ich Head of SEO für die OMD Gruppe. Wir sind ein Teil von Omicom, die grösste Agentur der Welt</p>
<p>Alpar: OMD macht Werbung in allen Kanälen und nun haben sie auch mit SEO angefangen?</p>
<p>Macdonald: Ja genau. Wir haben den grössten Trading Desk für Fernsehen in UK, also haben wir einen regelrechte Aussperrung auf dem Werbefeld. Suche ist etwas mit dem wir schon ein paar Jahre zu tun haben, daher denke Ich &#8230;</p>
<p>Alpar: Suche wie in Suchmaschinen-Marketing? Bezahlte PPC-Kampagnen?</p>
<p>Macdonald: Ja, das ganze SEO. Richtig PPC. Die habe mit dem PPC Weg vor ca. drei bis vier Jahren angefangen. Wir haben nun die grösste Agentur für PPC in ganz Grossbritannien.</p>
<p>Alpar: Und wie nennt es sich?</p>
<p>Macdonald: Es nenn sich OMD Search. Vor etwa 18 Monaten wir mit dem Schritt angefangen eine SEO Angetur zu gründen.</p>
<p>Alpar: Also warst du der Initiator der Innitiative oder nur ein Teil davon?</p>
<p>Macdonald: Nein Ich bin erst kürzlich dazu gekommen. Ich bin vor sechs Monaten zu OMD gekommen um die Entwicklung und das Buisness in UK voranzutreiben. Aber es gibt in Europa weitere Verzweigungen mit Technologie-Sharing und so weiter.</p>
<p>Alpar: Und was hast du vor OMD gemacht?</p>
<p>Macdonald: Ich &#8230;</p>
<p>Alpar: Vor etwa sieben Monaten.</p>
<p>Macdonald: Ah, Ok. Ich war Head of Search für eine Firma namens SeatWave für etwas über drei Jahre. SeatWave ist die &#8230;</p>
<p>Alpar: Second-Hand Tickets.</p>
<p>Macdonald: Genau, das ist der grösste Second-Hand Ticket Marktplatz in Europa. Es ist die Nummer Eins in allen 11 Ländern in denen die aktiv sind. Ich habe dort angefangen als es noch eine sehr neue Firma war und die Firma ist den 3 &#8211; 3 1/2 Jahren wo ich da war so gewachsen. Davor habe ich ca. 4 Jahre Poker SEO gemacht. Insgesamt bin ich so etwa 10 Jahre dabei.</p>
<p>Alpar: Okay, okay. Nun, was ist der Unterschied zwischen, in einer neuen Firma zu arbeite und mit den klassischen OMD Kunden, also sozusagen mit A-Brands.</p>
<p>Macdonald: Ja, da gibt es riesige Unterschiede. Meine gesamte Karriere hindurch, die sieben oder acht Jahre die ich davor schon im Geschäft war, bevor Ich ausschiesslich mit grossen Marken gearbeitet habe. Da hatten wir immer den Einkauf vom Dev Team und den Board-Level Leuten innerhalb der Forma. Wir hatten sehr kurze Entwicklungszyklen, wir konnten neue Features innerhalb weniger Tage rausbringen.Wir konnten absolut jedes Detail der Website verändern für welche wir optimiert haben um für jeden Suchbegriff zu werben der möglich war.<br />
So etwas mit ein paar der grössten Websites der Welt zu machen ist so gut wie unmöglich. Aber das ist ja genau unser Job als SEOs über die nächsten drei bis fünf Jahre. Es ist den Leuten beizubringen, dass SEO ein elementarer Bestandteil des Marketing Mix ist. Das ist es, was Ich als meine Hauptaufgabe ansehe. Es ist nicht SEO auf den Seiten der Firmen zu machen, denn am Ende des Tages haben diese Brands sowieso Webseiten mit einer enormen Power. Sie sind nur sehr dürtig vermarktet. Wenn wir den Buy-In vom Board-Level bekommen, dann können wir das komplett umkrempeln und die SERP-Landschaft würde eine völlig andere sein in drei bis fünf Jahren. Denn alle diese grossen Marken würden dann für Sachen ranken, für welche sie eigentlich sowieso schon ranken sollten.</p>
<p>Alpar: Was ja auch von Google unterstützt wird wie du weisst. Sie pushen Brands, es gibt Rabatte für Keyword-Domains und solche Sachen. Es ist also eine Entwicklung die sowieso voranschreitet &#8230;</p>
<p>Macdonald: Ja, ja genau. Ich meine wie können wir &#8230;</p>
<p>Alpar: Eine Sekunde noch &#8211; Wenn du aus diesem wundervollen Start-Up Setup kommst, wo alles wovon du träumst möglich ist, dann kommt OMD und bietet dir an mit A-Brands zu arbeiten. Wusstest du was auf dich zukommt? Oder hast du das erwartet? Ich meine du hast Freunde in grossen Agenturen, sie hätten dich warnen wie es werden wird, oder?</p>
<p>Macdonald: Oh ja, absolut.</p>
<p>Alpar: Woher wusstest du, dass du nicht verrückt wirst. Oder, du weisst schon, die ganze Zeit wütend, weil die Sachen einfach nicht so schnell voran kommen wie du es willst.</p>
<p>Macdonald: Das ist ein gute Frage. Der Grund warum ich den Job bei OMD genommen habe war, dass ich die Chance hatte etwas zu Formen das noch sehr neu war. Im Grunde ein Start-Up innerhalb der Omincom Gruppe. Nochmal erwähnt, eine der grössten Agenturen der Welt.</p>
<p>Alpar: Wie viele Leute wart ihr denn vor sechs Monaten?</p>
<p>Macdonald: Vor sechs Monaten waren wir so sechs, sieben Leute. Jetzt sind wir im Kern 15 Leute plus 12 Leute aus dem Support Team, also knapp unter 30 Leute welche Vollzeit SEO machen. Das ist in etwa die Wachstumsrate. Das ist auch der Grund warum ich hier bin, weil die Wachstumsrate fantastisch ist. Es ist unglaublich und wir sind im Gebilde dieser riesigen Organisation, deshalb können wir so schnell wachsen wie wir das Team ausbauen können. Das ist die &#8230; Du weisst schon, das ist die Herausforderung.</p>
<p>Alpar: Normalerweise hat OMD ja Kunden mit denen sie sowieso zusammenarbeiten. Die haben also ihre PPC Kampagnen und dann sagen die: &#8220;Ah, wir haben diesen super Typen. Er macht etwas anderes als PPC&#8221;, und dann kommst du und lehrst und predigst? &#8230; Oder?</p>
<p>Macdonald: Ja, das is so ungefähr wie es funktioniert. Das einzige was wir nicht machen müssen ist an den Markt zu gehen und neue Kunden zu aquirieren, denn OMD ist in den UK &#8230;</p>
<p>Alpar: Sie sind riesig.</p>
<p>Macdonald: Wir haben 5000 Kunden. Und weisst du, wir machen SEO für ein paar Dutzend von denen. Da gibt es noch so viel Potential für Wachstum innerhalb der Group. Das war eine Chance die ich nicht vorbeiziehen lassen konnte. Das ist auch der Grund warum ich die Job, die Arbeit mit den grossen Brands, angenommen habe. Ich habe einfach das Gefühl das wir den Weg formen können wie die SEO Industrie in den nächsten drei bis fünf Jahren arbeiten wird, da wir skalieren können. Ich meine wir haben viele strategische Partner, z.B. sind wir Googles grösster Kunde für Adwords weltweit. Wir haben viele Möglichkeiten und auf diesen nun Aufzubauen ist die Herausforderung für uns.</p>
<p>Alpar: Wenn ihr so viele Kunden habt, wie sagst du dann: &#8220;Okay, Ich bin bereit für den nächsten Kunden.&#8221; ?</p>
<p>Macdonald: Es dreht sich alles um das durchziehen des Prozess innerhalb des Teams. Das einzige was wir nie wollen, ist eine Agentur zu werden die &#8211; und viele Agenturen in London un wahrscheinlich auch in ganz Europa haben das Problem – das sie einen sehr rigiden und starren Prozess haben ihre Arbeiten zu erledigen. Die haben dann vielleicht drei oder vier Link-Building Module und drei oder vier Content-Creation Module. Und weisst du, sie machen eine technische Seiten &#8230;</p>
<p>Alpar: Nur &#8211; Also du hälst die Dinge schön einfach, damit sie skalieren genau.</p>
<p>Macdonald: Exakt.</p>
<p>Alpar: Ich meine, da ist ja eine Logik dahinter.</p>
<p>Macdonald: Nein, absolut macht das Sinn, aber Ich denke das Problem mit diesem Modell ist, dass es niemals ultimativ grossen Wert für den Kunden hat. Da ich immer In-House gearbeitet habe, weiss ich wie mächtig ein mittleres SEO sein kann, und genau das ist Herausforderung &#8211; Das Kleine-Agentur-Modell skalieren zu lassen. Genau das ist die Herausforderung.</p>
<p>Alpar: Das wurde ja bis jetzt noch nie gemacht, es besteht also die Chance, dass es gar nicht möglich ist. Bist du dir dessen bewusst?</p>
<p>Macdonald: Ich bin &#8230; viele Sachen sehen so aus, als wären sie nicht möglich wenn du sie dir das erste mal anguckst. Aber wenn du nur fokussiert genug bleibst, dann kannst du die Welt verändern.</p>
<p>Alpar: Okay. Ohhhhh…. Das ist eine grosse Vision muss ich sagen. So weit würde ich nicht gehen, aber das ist gut &#8230; das ist gut.</p>
<p>Macdonald: Nun, man muss die grosse Vision haben, nicht? Die &#8230; Wenn du dir das Wachstumg der Firma anguckst in der wir arbeiten, vor 25 Jahren als sie diese Gruppe gegründet haben hatten sie die Vision sie in die grösste Agentur der Welt zu verwandeln.</p>
<p>Alpar: Wenn es klappt.</p>
<p>Macdonald: Ja, und sie haben hart gearbeitet und ich habe ein fantastisches Team, dass &#8230; Alle sind fantastisch, weisst du?</p>
<p>Alpar: Du hast also &#8230; stellst du mit und ohne Erfahrung ein und trainierst die Leute dann?</p>
<p>Macdonald: Nun, im Moment sind wir sehr erfahungslastig. Wir hatten Leute die mit anderen Agenturen gearbeitet haben und nun bei uns angefangen haben. Wir hatte Leute die schon ihr ganzes Leben in der SEO Branche waren und Sacen wie &#8230; du weisst schon, wir haben ein paar sehr, sehr talentierte SEO Leute zur Zeit. Damit wir weiter wachsen können, müssen wir ein ordentliches Training Programm für neue Leute &#8230; Das Hautproblem mit SEO war schon immer, dass man um es zu lernen eine Art Menot braucht und das skaliert nicht. Was wir also machen müssen, ist einen Prozess zu schaffen, der uns 20 bis 30 Abgänger auf einmal gibt und sobald sie dann drin sind können sie mit der Arbeit durchstarten und Werte für den Kunden generieren.</p>
<p>Alpar: Aber dennoch, nur um dich in ein paar Widersprüche zu verwickeln. Du sagst die grossen Kunden, ihre Problem sind sehr simpel, zumindest im Vergleich zu meinem Tagesgeschäft und zu dem was du vorher gemacht hast.<br />
Und nun sagst du, du stellst Leute mit viel Erfahrung ein, aber die sind eigentlich gar nicht nötig für die Kunden die du aktuell hast, oder?</p>
<p>Macdonald: Das ist richtig. Bis jetzt waren wir sehr bedacht auf Erfahrung und Talent – Das ist absolut richtig. Und das war nur der Weg den die Firma bis jetzt gegangen ist und dagegen will ich auch nicht argumentieren. Du weisst ob es richtig oder falsch war &#8230;</p>
<p>Alpar: Nein, wenn du neue Leute aufbaust, dann ist es sehr von Vorteil Leute mit Erfahrung zu haben, und dann kannst du skalieren &#8230;</p>
<p>Macdonald: Absolut. Wir haben diesen Teil des Prozesses mittlerweile raus &#8211; Wir haben die richtigen Mittel und Prozesse um SEO für grosse Brands zu machen. Wir haben ein sehr, sehr Qualifikationslastige Arbeit im Moment im SEO Team und unsere Aufgabe ist es nun einen guten Trainingsprozess zu bauen, damit wir skalieren können. Auf ein richtig grosses Level, Leute schnell und effektiv trainieren um super Resultate zu liefern.</p>
<p>Alpar: Also, die erfahrungslastigen SEOs, wurde mir gesagt &#8230;natürlich teile ich die Meinung nicht, aber mir wurde das von einer dieser Divas gesagt. Wie gehst du mit dem Diva Faktor um? Natürlich wurde ich darauf auch nur hingewiesen, aber ich definitiv nicht zustimmen und ich kann auch nicht verstehen wie es passiert, deshalb frage Ich dich, denn in den UK ist vlt. alles anders. da habt ihr evtl. die Divas die wir nicht haben.</p>
<p>Macdonald: Ich würde niemals sagen, dass einer in meinem Team eine Diva ist. Also &#8230;</p>
<p>Alpar: Ausser dir.</p>
<p>Macdonald: Ausser mir &#8230; Es ist also kein Problem das Ich mit ihnen klären muss, aber wahrscheinlich sie mit mir. Daher kann ich das nicht beantworten.</p>
<p>Alpar: Aber du arbeitest in einem Büro? Nine-To-Five?</p>
<p>Macdonald: Ja, ja.</p>
<p>Alpar: Also ist es nicht so, dass du von zu Hause oder so arbeitest? Du bist richtig anwesend? &#8230;</p>
<p>Macdonald: Da, präsent, die ganze Zeit. Ausser wenn ich zu grossen Events wie diesem hier gehe wo ich ein paar Tage aus dem Land bin, dann ja.</p>
<p>Alpar: Natürlich, aber das ist ja für dich um zu lernen. Es ist ja nicht so als würde es dir Spass machen oder? Ich meine das ist ja schon eine ganz schöne Belastung &#8230; Du &#8230; extra hierhin &#8230;</p>
<p>Macdonald: Es ist keine grosse Belastung zu solchen Events wie diesem hier zu kommen. Dieses spezielle Event ist super, aber dennoch so nah an unserem Buisness &#8211; weil es noch so in den Kinderschuhen steckt &#8211; es basiert auf den persönlichen Beziehungen die du mit anderen Leuten aus der Branche aufgebaut hast und dem Austausch von Informationen. Ich denke so wird es nicht für immer bleiben. Ich denke sobald die Branche wächst, was sie muss, werden solche Sachen wie das hier wahrscheinlich aufhören.</p>
<p>Alpar: Wie lange denkst du wird das dauern? Es ist mittlerweile schon seit zehn Jahren so.</p>
<p>Macdonald: Es &#8230;</p>
<p>Alpar: Wie lange wird es dauern?</p>
<p>Macdonald: Es ist zwar schon seit zehn Jahren so, aber wenn du dir die Qualität anguckst &#8230;</p>
<p>Alpar: Steigt sie jedes Jahr.</p>
<p>Macdonald: Ja, ja aber wenn du anguckst wie &#8230; Es ist gar nicht so sehr, dass unsere Branche wachsen muss, es ist eher, dass die Werbeindustrie SEO verpacken muss, dass ist etwas das gerade passiert. Wenn du dir die drei grossen Mediaagenturen anguckst: Omnicom, WBP, du weisst &#8230; Das sind alles Agenturen, welche SEO Agenturen an allen Ecken aufkaufen. Endlich bringen sie es in den Marketingmix mit ein und das ist es was unsere Branche entwickeln wird &#8230; und sie reifer macht.</p>
<p>Alpar: Eine Frage zu dem Marketing Mix, Ich hatte bis jetzt immer &#8230; Ich habe mal ein Praktikum bei einer richtig Marketing-starken gemacht, welche Consumer-Produkte beworben haben, und alles was die gemacht haben diese Advertising-Flights. Das ist ja genau das komplette Gegenteil zu dem was SEO ist, denn es ist fortlaufend. Du musst die ganze Zeit darein investieren. Du siehst ein paar Resultate am Anfang und eine Menge am Ende. Wie gehst du die Leute in diesen A-Brand Firmen an? Reisen &#8230;</p>
<p>Macdonald: Und sie überzeugen?</p>
<p>Alpar: Ja,</p>
<p>Macdonald: Also die Frage die Ich hier sehe ist: &#8220;Wie predigt man SEO am besten?&#8221;. Und das ist eigentlich ganz einfach, denn wenn du dir eine typische PPC Kampagne anguckst und sie über den Zeitraum von 12 Monaten mit einer SEO Kampagne vergleichst, dann können wir in der Regel sechs, acht zehn mal mehr Erfolg auf einer Cost-Per-Click Basis erreichen oder bei der Akquise von Kunden. Mit grossen Marken ist das aber nicht die einzige Herausforderung. Wenn du dir FMCG Firmen anguckst, zum Beispiel ein SoftDrink Hersteller, die werden nie auch nur eine Dose ihres Drinks über das Internet verkaufen.</p>
<p>Alpar: Genau. Du musst diese Marke haben, welche die mit Werten füllen und weisst du &#8230;</p>
<p>Macdonald: Genau. Da sind eine Menge Sachen die wir auch machen können. Jetzt, Ich weiss nicht ob du es gesehen hast, aber da gibt es ein richtig gutes Beispiel das mal gemacht wurde – es war kein SEO, es war PPC. Aber es war ein super Beispiel, das Converse vor etwa zwei Jahren gemacht hat mit einer Kampagne names &#8220;Domination&#8221;. Das kannst du auch bei Youtube nachgucken. Es war ein fantastisches Beispiel dafür, was möglich ist. Was sie gemacht haben war, über ein Jahr lang Suchbegriffe angeschaut welche ein Vorhersagbares hohes Suchvolumen zu bestimmten Zeiten im Jahr haben bei bestimmten demografischen Gruppen, aber keine Konkurrenz haben. Ein Beispiel dafür wäre etwa &#8220;How to get a prom date&#8221;</p>
<p>Alpar: Was?</p>
<p>Macdonald: &#8220;How to get a prom date&#8221; in den USA. Oder &#8220;first day of summer&#8221; ist ein anderes gutes Beispiel. Dann haben sie Micro-Sites aufgebaut welche das Converse Branding hatten, mit den Informationen nach denen die Leute gesucht hatten. Sie wussten das der Durchschnitte, du weisst schon, es würde entweder Klasse A,B,C sein, 18-24 Jahre alt, welche nach dem Begriff suchen.</p>
<p>Alpar: Sehr schlau.</p>
<p>Macdonald: Genau. Du siehst es gibt eine Menge Wege, wie SEO Marktanteile und Marken Aufmerksamkeit beeinflussen kann.</p>
<p>Alpar: Nun ja, aber Converse Schuhe kann ja auch Online verkaufen &#8230;</p>
<p>Macdonald: Kannst du, ja.</p>
<p>Alpar: Wenn es nun Eiscreme wäre, oder eine Firma mit hoher Warenrotation, dann wäre das ein perfektes Beispiel.</p>
<p>Macdonald: Ja genau. Genau, und wenn du es dir anguckst &#8230; Ich hatte diese Diskussion vor ein paar Wochen mit einem andren Freund von mir und dass hier gilt nicht nur für die Firmen mit hoher Warenrotation. Wenn du dir zum Beispiel die Politik anguckst &#8230; Perfekt!</p>
<p>Alpar: Oder Autos.</p>
<p>Macdonald: Nun ja Autos &#8230;</p>
<p>Alpar: Du kannst, so ähnlich wie eine Probefahrt &#8230; Du kannst die Anmeldung für eine Probefahrt online machen und das Image dazu ist mit einem bestimmten Auto oder eine Marke vebunden. Das kannst du nicht in Clicks widerspiegeln.</p>
<p>Macdonald: Das ist richtig, aber lass uns die Lead-Generation mal hier rausnehmen. Wenn du dir den SEO-Wettbewerb mal bezogen auf den Wert oder auf die Demographie anguckst.</p>
<p>Alpar: Okay.</p>
<p>Macdonald: Kürzlich, circa vor zwei Jahren hatten wir diese Sache in London, wo der Bürgermeister, Boris Johnson, die Bendy-Busses eingeführt hat. Du weisst schon diese langen Busse, wo in der Mitte eine flexible Verbindung ist. Daraus wurde eine riesige politische Sache.Nun &#8230; ist es eine grosse Innovation die ich verpasst habe? Nein, da ist nichts speziellen an diesen Busse, die gibt es in ganz Europa. Aber die Sache ist, er hätte zu diesem Zeitpunkt SEO nutzen können um für die Begriffe zu ranken, welche er an die Leute bringen wollte. Nur um die Nachricht nach aussen zu tragen. In der selben Weise, wie die weltgrössten Marken, welche nie ihre Produkte online verkaufen, die können auch ihr Produkt und die Nachricht nach aussen tragen in dem sie Begriffe fokussieren die Sinn machen.</p>
<p>Alpar: Sicher, wenn ich Eiscreme verkaufe – Gesichtscreme, Handreme oder sowas und Ich bin die Marke. Dann sollte ich auch für Handcreme ranken. Sowas meine ich &#8230;</p>
<p>Macdonald: Nein &#8230; solche Sachen wie Beauty Tips, weisst du, solche Sachen sind nicht von sich aus kommerziell.<br />
Es gibt so viele Möglichkeiten da draussen für die Leute ihr Produkt zu präsentieren, wenn wir uns angucken &#8230;</p>
<p>Alpar: Oder es mit etwas positiven verbinden. Denn wenn sich die Leute Tipps angucken und dann festellen: &#8220;Diese Marke hilft mir dabei &#8230;&#8221;, dann sind sie viel geneigter zu kaufen.</p>
<p>Macdonald: Richtig, guck dir zum Beispiel die Top 10 Resultate bei Google.com zum Begriff &#8220;Eat Healty&#8221; an, okay? Ich glaube da ist keine einzige Root-Domain dabei. Es ist alles eHow, oder Mahalo und solche Sachen, okay?</p>
<p>Alpar: Wahrscheinlich Webseiten mit einer Menge an gutem Content?</p>
<p>Macdonald: Nun, weisst du, wahrscheinlich haben sie schon guten Content – Da würde ich zustimmen. Aber mein Punkt ist, wenn du dir, ich weiss nicht, Fitness Clubs anguckst. Ist das doch ein perfekter Suchbegriff für die. Dennoch optmieren sie nicht darauf. Man könnte natürlich damit argumentieren, dass diese Firmen trotzdem Mitgliedschaften online verkaufen und solche Sachen. Aber wenn du dir nochmal die Firmen mit hoher Warenrotation anguckst oder auch Fast-Food Ketten als Beispiel. Warum würden die weltgrössten Fast-Food Ketten der Welt nicht für &#8220;Eat Healty&#8221; ranken wollen und dann sagen das ihr Essen besser ist als das der anderen?</p>
<p>Alpar: Wie erklärst du eigentlich den Firmen, dass es diese Zeitdifferenz zwischen Maßnahme und Ergebnis gibt? Denn von ihren PPC Kampagnen zum Beispiel kennen sie ja eher ein Konzept ala: &#8220;Okay Ich geben dir 20.000 Dollar diesen Monat und du gibst sie aus. Dafür bekomme ich direkt die Clicks.&#8221; Gleiches gilt ja auch für die TV-Webung und die Zeitschriften Werbung. Ich meine wie machst du &#8230;</p>
<p>Macdonald: Also das habe ich ehrlich gesagt nie als Problem gehabt. Die Leute mit denen wir zu tun haben sind alles sehr erfolgreiche Personen, die in Aufsichtsräten von grossen Firmen sitzen. Zum Beispiel der Marketingdirektor einer grossen Airline.</p>
<p>Alpar: Die Treffen also eher Entscheidungen für die nächsten drei Jahre, als für die nächsten drei Monate ja?</p>
<p>Macdonald: Ja genau. Das sind sehr kompetente und erfolgreiche Leute. Es ist also kein Problem das ich bis jetzt hatte. Wenn wir das für unsere SME&#8217;s machen würden, dann kan nich gut sehen wie das ein Problem wäre. Aber wir machen das ja für Marken die schon fast 100 Jahre da sind, nicht?</p>
<p>Alpar: Da hast du mehr strategische Backlinks.</p>
<p>Macdonald: Exakt.</p>
<p>Alpar: Okay das ist cool. Nun, was macht dich so richtig wütend im Bereich &#8220;Websuche&#8221; heutzutage?</p>
<p>Macdonald: Was mich so richtig wütend macht im Bereich Websuche?</p>
<p>Alpar: Nur um mal von den politisch korrekten Antworten weg zu kommen.</p>
<p>Macdonald: Ja, ja, ja, das ist in Ordnung. Ein gute Frage. Was mich richtig wütend macht, ist das manche Sachen immernoch funktionieren, welche das Internet nur mit Mist füllen. Also &#8230;</p>
<p>Alpar: Hast du mit Joost gesprochen? Denn ich habe ihm die exakt selbe Frage gestellt und er hat mir genau die gleiche Antwort gegeben. Ich denke ihr &#8230; du weist schon &#8230;</p>
<p>Macdonald: Hat er? Also nein, ehrlich, Ich habe &#8230;</p>
<p>Alpar: Das war deine Vorbereitung für das Interview.</p>
<p>Macdonald: (lacht) Ja, wir haben unsere Notizen verglichen. Nein, das ist mein grösstes Ärgerniss momentan. Ich hasse dieses ganze Artikel-Spinning und die ganzen Verzeichniss-Einträge. Ausserdem die ganze Content-Generierung nur um mehr Links zu generieren. Ich denke das ist kein Weg den grosse Marken gehen sollten. Es ist für mich viel wichtiger gut durchgeführte Kampagnen durchzuziehen, welche Sinn machen. Ich meine, da gibt es ein gutes Beispiel was wir für Virgin gemacht haben dieses Jahr. Wir habe eine Nachrichten-Story gestartet &#8211; Es war kurz nachdem Pluto der Status des Planeten aberkannt wurde &#8230;</p>
<p>Alpar: Okay.</p>
<p>Macdonald: Also haben wir eine Nachrichtenmeldung gemacht, welche sagte, dass Richard Branson Pluto gekauft hat und ihn wieder zum Planten ernannt hat. Dann haben wir Links von so gut wie allen Zeitungen der Welt bekommen auf den Artikel – Die BBC, CNN, Fox News, CBS – alle haben auf die Seite zurückgelinkt.</p>
<p>Alpar: Is es eigentlich legal eine Nachricht zu machen die nicht stimmt?</p>
<p>Macdonald: Wir haben die Nachricht am ersten April veröffentlicht.</p>
<p>Alpar: Ah das ist gut, das ist gut, aber &#8230; So was kann auch abheben.</p>
<p>Macdonald: Ja, es wurde massiv viral.</p>
<p>Alpar: Er ist ja verrückt genug, also wäre es ja möglich gewesen.</p>
<p>Macdonald: Exakt.</p>
<p>Alpar: Könnte es sein? Es könnte.</p>
<p>Macdonald: Genau, genau, aber das ist die Sache – Es geht um kreatives Denken. Es geht nicht darum in ein Webmasterforum oder ein SEO Forum zu gehen und jemandem 15 Dolla zu zahlen 1000 Verzeichniseinträge zu machen. Das ist Bullshit. Ich rate von dieser Art des SEO ab, schon sein Jahren. Ich denke nicht, das es das ist was die Branche auszeichnen sollte – Es sollte um kreatives Denken und die Ausführung von guten Kampagnen gehen.</p>
<p>Alpar: Aber das ist nur die Ansicht von SEO für grosse Firmen. SMEs oder einzelne Affiliates, welche ein bisschen SEO für ihre eigene Website machen und so ein bisschen nebenbei verdienen?</p>
<p>Macdonald: Nun ja da wird immer die Frage sein – ob du daraus irgendeinen Wert bekommst. Was auch immer, 50 Dollar, wenn du die in Link-Building investierst und du daraus einen Wert bekommst und der ROI ist ist positiv, dann kann ich schon verstehen warum man es macht.</p>
<p>Alpar: Das ist warum es immernoch existiert – Das ist die ganze Erklärung.</p>
<p>Macdonald: Aber &#8230; ja. Das ist in Ordung.</p>
<p>Alpar: Es funktioniert und es bringt Rendite, das ist warum es existiert.</p>
<p>Macdonald: Aber eines Tages – Klopf auf Holz – wird es aufhören zu funktionieren. Hoffentlich wenn Google rausfindet wie und es aufhört zu funktionieren, dann &#8230;</p>
<p>Alpar: Was ist deine Abschätzung. Wann wird das sein?</p>
<p>Macdonald: Das wird &#8230; Ich hatte eine Diskussion darüber letzte Nacht in der du glaube ich auch beteiligt warst &#8211; Ich würde sagen in den nächste zwei bis drei &#8230; weil ich &#8230;</p>
<p>Alpar: Ooooohh das ist &#8211; Gestern hast du noch gesagt &#8220;18 Monate. 18 Monate maximal.&#8221;</p>
<p>Macdonald: Okay, schon richtig &#8230; Eine Menge an kreativen Leuten im SEO Bereich haben es geschafft den Link-Graph auf ein solches Maß aufzuspannen das man Sachen ranken lassen kann &#8211; Ich schliesse mich da selbst nicht ein. Ich würde so etwas nie machen – Nun, wir haben es geschafft Netzwerke aufzubauen, welche Sachen inorganisch ranken lassen können. Es gibt nur einen sehr kleinen Prozentsatz an Leute auf der Welt, welche in der Lage sind einen Link im Internet zu erstellen . Nicht viele Leute haben ihre eigene Website oder ihr eigenes Blog. Es ist so ein kleiner Anteil, weisst du?</p>
<p>Alpar: Absolut.</p>
<p>Macdonald: So ein grosser Anteil an Leuten im Internet hat die Möglichkeit ein Social-Network Profil zu haben. Ich sehe keinen Weg als, dass das mehr und mehr in den Google Algorithmus einfliessen muss innerhalb der nächsten 18 Monate oder zwei Jahren. Sie waren schon so weit mit Twitter gekommen, und dann haben sie es einfach fallen gelassen. Man könnte schon verdächtiger Weise feststellen, dass etwa zwei, Monate nachdem das passiert ist, haben sie Google+ gelaunched. Nun Ich denke das ist &#8230;</p>
<p>Alpar: Unfälle, Unfälle.</p>
<p>Macdonald: Purer Zufall. Es waren wahrscheinlich zwei völlig getrennte Abteilung welche Untereinandere keine &#8230;</p>
<p>Alpar: Zufall. Schlechte Kommunikation und dann ist es auch noch eine grosse Firma &#8230;</p>
<p>Macdonald: Absolut.</p>
<p>Alpar: Da kann alles mögliche passieren.</p>
<p>Macdonald: Aber &#8230; Auch wenn ich nicht denke das es einen Einfluss auf das natürlich Ranking hat, denke ich , dass sobald sie genügend Daten haben, werden sie das Feature anschalte. Das ist es worauf wir in Zukunft optimieren werden.</p>
<p>Alpar: Ich denke es ist ein sehr guter Gedanke, dass die Repräsentation &#8211; Ich meine wenn man sich einen Link als eine Empfehlung vorstellt, dann verstehe ich sehr gut dein Argument, dass nur sehr wenige Leute eine solche technisch aussprechen können. Aber viele können sie über Social-Networks erstellen, es ist also nur ein Frage wann &#8230;</p>
<p>Macdonald: Absolut.</p>
<p>Alpar: Aber es muss der nächste Schritt sein.</p>
<p>Macdonald: Es muss, es muss.</p>
<p>Alpar: Es war genau wie als Google die Macht übernommen hat. Altavista und Lycos mit ihrem On-Page Fokus, das konnte nicht funktionieren. Es liefert einfach bessere Ergebnisse und deshalb muss Social-Search kommen.</p>
<p>Macdonald: Ja.</p>
<p>Alpar: Wir müssen nur Wetten abschliessen &#8211; Wann wird es kommen?</p>
<p>Macdonald: Ich &#8230; Ich vor 15 Jahren gemacht als ich auf einer Seite 150 mal Viagra schreiben musste, weisst du noch? Und wir haben Dennis hier, der eine Weile Head-of-SEO für eBay war und Ich habe eine kleinen Slide in einer Präsentation vor ein paar Jahren drin mit: &#8220;Okay, es waren nicht nur die kleinen Leute die Keyword-Stuffing gemacht haben. eBay hat es jahrelang gemacht und es hat funktioniert.&#8221;. Du weisst, dass ist &#8211; Das geht zurück auf den Punkt mit den 50 Dollar. Für das Eintragen in die 1500 Verzeichnisse- im Moment funktioniert es. Es ist eine schlechte Strategie. Es ist eine Technik aber eine schlechte Strategie.</p>
<p>Alpar: Das ist wie Lead-Throwing. Weisst du, das wird solange gemacht wie es funktioniert. Wenn es nicht mehr klappt suchen sie nach was anderem, wenn was da ist. Aber eine strategische Entscheidung ist was anderes.</p>
<p>Macdonald: Absolut. Absolut, für mich ist das der fundamentale Unterschied zwischen SEO für eine grosse Marke und SME SEO.</p>
<p>Alpar: Okay. Vielen Dank für das Interview.</p>
<p>Macdonald: Gerne. Vielen Dank.</p></blockquote>
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		<title>Folge 15: Interview mit Karl Kratz</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Nov 2011 08:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andre Alpar</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute gibt es das Interview mit Karl Kratz. Das Interview findet ihr auch bei iTunes, Youtube und als Transkription im Post. &#160; Alpar: So, heute im OM-Report bei mir der Karl Kratz. Kratz: Servus André. Hi! (lachend) Alpar: Karl, wie viele Leute von &#8230; <a href="http://www.omreport.de/folge-15-interview-mit-karl-kratz/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute gibt es das Interview mit <a href="http://www.karlkratz.de/">Karl Kratz</a>.</p>
<div id="attachment_369" class="wp-caption aligncenter" style="width: 458px"><img class="size-large wp-image-369 " title="Karl Kratz beim OMReport" src="http://www.omreport.de/wp-content/uploads/2011/11/karl-kraz-omcap-1024x685.jpg" alt="Karl Kratz beim OMReport" width="448" height="300" /><p class="wp-caption-text">Karl Kratz beim OMReport</p></div>
<p>Das Interview findet ihr auch bei <a href="http://itunes.apple.com/de/podcast/id460951174?l=de">iTunes</a>, <a title="Interview mit Karl Kratz bei Youtube" href="http://www.youtube.com/watch?v=7ApeD6wptQo">Youtube</a> und als Transkription im Post.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span id="more-367"></span></p>
<blockquote><p>
Alpar: So, heute im OM-Report bei mir der Karl Kratz. </p>
<p>Kratz: Servus André. Hi! (lachend) </p>
<p>Alpar: Karl, wie viele Leute von denen, die dich zum ersten Mal sehen, sagen eigentlich &#8220;WOW, du bist ja viel größer als ich dachte.&#8221;? </p>
<p>Kratz: (&#8230;) Also ich glaube die Absprungrate liegt so bei drei Prozent. </p>
<p> Alpar: (lacht) </p>
<p>Kratz: Also 97 Prozent konvertieren. </p>
<p>Alpar: (lachend) Und wie kommt das denn? Hast du da irgendwie eine Erklärung für? Also bei mir ging es auf jeden Fall das erste Mal so, dachte ich mir &#8220;WOW, der ist ja viel größer als ich dachte&#8221;. Ich meine, dein Bild, das sieht ja jetzt nicht so (&#8230;) aus als wärest du klein. Also warum denkt man das bei dir zuerst? Oder ist das irgendwie (&#8230;) geht das nur mir so? </p>
<p>Kratz: Keine Ahnung ob, das Bild ist auch relativ klein auf dem ich bin also. </p>
<p>Alpar: Und dann denkst du </p>
<p>Kratz: (lacht)</p>
<p>Alpar: (meinen?) die Leute auch der ist ganz klein (sozusagen?). </p>
<p>Kratz: (lacht) </p>
<p>Alpar: Wie groß bist du, wie hoch? </p>
<p>Kratz: (&#8230;) 1,98. Wenn ohne, also wenn ich meine hohen Schuhe anziehe, dann (&#8230;) ja </p>
<p>Alpar: Knapp über zwei Meter. (lachend) </p>
<p>Kratz: (lacht)  </p>
<p>Alpar: Sehr schön.  </p>
<p>Kratz: Genau.  </p>
<p>Alpar: Das ist auch so ein Kernthema eigentlich, nicht? Größe. </p>
<p>Kratz: Größe? Warum? </p>
<p>Alpar: Nein, ich mache Spaß. Nein, du hattest mir eine Themenvorgabe gegeben. Das ist mir noch nicht passiert. Und zwar hast du gesagt, ich soll dich was fragen dazu, warte (&#8230;) ich gucke mal in meine Mails: &#8220;Wie Onlinemarketing den Vertrieb unterstützen kann“. (&#8230;) Ich dachte du machst Conversion Optimierung. </p>
<p>Kratz: (&#8230;) Nein, ich mache Onlinemarketing.  </p>
<p>Alpar: Ok. Und wie kommt es, dass man dich stark assoziiert mit dem Thema Conversion Optimierung? Es ist ja nicht so, dass es das vorher nicht gab. Oder was machst du anders, als die anderen Leute, die sich damit auseinandersetzen? Kann man das vielleicht in Worte fassen? </p>
<p>Kratz: (&#8230;) In der Conversion Optimierung, (&#8230;) ja ich hatte dazu ja einen Vortrag auf der OMCap, (&#8230;) wo es darum ging, ja Konversionsoptimierung im klassischen Sinn und bitte nicht nur innerhalb vom Konversionspfad optimieren, sondern (&#8230;) baut neue Konversionspfade und lasst die gegeneinander antreten. Das ist jetzt aber eigentlich nur ein Thema, das jetzt temporär bei mir auf der Agenda steht. Ich betrachte schon im Großen und Ganzen die gesamte Onlinemarketing Palette. </p>
<p>Alpar: Aber das meint, also das heißt, Conversion Optimierung wäre so etwas wie, (&#8230;) nur ein A B-Test und du wolltest es eher lieber breiter gefasst wissen, wie nach dem Motto &#8220;Ich versuche mal, meine Produkte anders zu packagen, oder andere Preise oder so was&#8221;, das man das halt quasi nicht nur auf (&#8230;) Conversion Pfade irgendwie innerhalb des Onlinemarketings was sowieso schon besteht, verstehen, sondern (&#8230;) breiter quasi auf Produktebene, oder wie muss ich mir das vorstellen? </p>
<p>Alpar: Eigentlich auf Emotionsebene, dort wo die Schlacht wird. Also normalerweise gucken wir uns um und sagen &#8220;Ok, wem kann ich mein Produkt verkaufen?&#8221;. Und ich stelle halt die Frage andersherum und sage (&#8230;) welchen Wert erzeugt praktisch mein Produkt? Welchen Wert hat das Produkt für die Person, für die es das wichtigste Werkzeug in seinem Arbeitsprozess darstellt? Und schwuppdiwupp sind wir auf einer komplett anderen Ebene. </p>
<p>Alpar: Ist das etwas anderes, als quasi verschiedene Ansprachen zu machen auf unterschiedlichen Landung Pages, für unterschiedliche Kampagnen? </p>
<p>Kratz: Hm? (fragend) </p>
<p>Alpar: Ist das etwas anderes, oder ist das im Prinzip das Ergebnis von so einem Gedanken? </p>
<p>Kratz: Das ist genau das Ergebnis. Es machen nur zu wenige. </p>
<p>Alpar: Das heißt deine Sorge wäre, die testen blauer Button, grüner Button, roter  Button und Mädel, Junge, Paar (&#8230;) </p>
<p>Kratz: Mhm. (bejahend) </p>
<p>Alpar: als Hintergrundbild, aber die tasten …  die versuchen nicht mal quasi sich so ein bisschen helikoptermäßig eine Perspektive höher zu begeben und zu sagen &#8220;Ok, wen kann ich denn eigentlich wie  ansprechen und wie trenne ich das?&#8221; Oder ist das so ungefähr das, was der Sinn des ganzen ist?</p>
<p>Kratz: Ja, genau.</p>
<p>Alpar: die Essenz des Ganzen ist? </p>
<p>Kratz: Genau richtig. (&#8230;) Der Punkt ist, blauer Button, roter Button, das ist ganz, ganz, ganz WICHTIG. Das ist das Handwerkszeug innerhalb vom Konversionsprozess. Also das auf jeden Fall machen. A/B-Tests, multivariate Tests (&#8230;) ganz wichtige Hausaufgabe innerhalb vom Konversionspfaden machen. Aber dann auch wirklich hergehen und sagen &#8220;Wie kann ich meinen Konversionsprozess gegenüber Mitbewerbern schützen&#8221; dadurch, dass sie kopiert, imitiert werden. Und, wie kann ich meine  Bedarfsgruppe eigentlich viel, viel gezielter ansprechen. </p>
<p>Alpar: Ok. Und das geht indem man sich in die hereinversetzt und seine Fantasie bei Rotwein fließen lässt? Oder sollte man dann quasi Gespräche führen mit den Leuten, oder was ist sozusagen der von dir empfohlene liebste Weg in der Richtung um erstmal die Zielgruppe zu verstehen? </p>
<p> Kratz: Ja, das womit sich (&#8230;) auch in der Praxis sehr, sehr wenige auseinander setzen. Zu jemandem hingehen. Tatsächlich zu einem (&#8230;) Produktmanager oder so hinzugehen und zu sagen &#8220;Hey, ich möchte einfach mal verstehen wie du arbeitest. Lass mich einfach mal einen Tag dabei sein. Ich möchte kapieren wie du arbeitest, weil ich verstehen möchte, ob (&#8230;) dann nachher natürlich, das Produkt in deinen Wertschöpfungsprozess, in deinen Arbeitsprozess reinpasst.&#8221; Und darüber rauszufinden, was ist eigentlich (&#8230;) letzten Endes der emotionale Trigger mit dem ich denjenigen dann auch wirklich packen kann. </p>
<p>Alpar: Ok. Das heißt, also was natürlich Onlinemarketing oft anhaftet ist natürlich eine gewisse quantitative Orientierung im Unterschied zu dem was wir aus dem klassischen Marketing kennen, wo die Leute darüber nachdenken &#8220;Welches Image hat meine Marke? Wie entwickelt sich das über die Zeit? Bei welchen Kundengruppen?&#8221; Und so weiter. </p>
<p>Kratz: Mhm (bejahend) . </p>
<p>Alpar: Das heißt im Prinzip ist so die Herzensnachricht des Karl Kratz eigentlich so, wieder so eine Spur mehr Nicht-Quantität im Onlinemarketing? Kann man, darf ich das so sagen? Oder ist das nicht so gut zusammengefasst? </p>
<p>Kratz: Hmm (überlegend) (&#8230;) </p>
<p>Alpar: Also weil du</p>
<p>Kratz: Nee. </p>
<p>Alpar: das Emotionale betonst. </p>
<p>Kratz: Ja. </p>
<p>Alpar: Deswegen denke ich mir, oh, das ist doch eigentlich typisch Nicht-Onlinemarketing, </p>
<p>Kratz: Ja. </p>
<p>Alpar: wo wir doch so zahlenfixiert sind. Vielleicht auch zu zahlenfixiert, das kann ja sein. </p>
<p>Kratz: Ja, also (&#8230;) Skalierbarkeit ist immer ein Riesenthema. Zum Beispiel, das ist ja einer der Haupttreiber, jetzt schmunzeln wir beide (lachend), genau. Nein, ist ein Haupttreiber. Quantität IST ganz arg wichtig. Es ist einfach eine handwerkliche Aufgabe, die unbedingt gemacht werden muss. Aber, was machen wir, wenn das alle machen? Und wenn das alle gut machen? Dann gewinnt wieder derjenige, der es eher in Herz, in Hirn und Brieftasche von den Kunden schafft. </p>
<p>Alpar: Ok. Gibt es denn dafür auch Tools? Also sagen wir, können ja auch nur (&#8230;) Gedankenkonstrukte sein, oder Checklisten, was man die Leute eigentlich mal fragen kann. Oder Tools mit denen man (&#8230;) das Verhalten von Leuten aufzeichnen kann um es dann später auszuwerten, um eben genau diese Fragestellung zu stellen. Oder gibt es da gar keine Tools, an denen man sich so ein bisschen festhalten kann? </p>
<p>Kratz: Hmm (überlegend) </p>
<p>Alpar: Also Tools können ja, weißt du, so ein Prozess sein. </p>
<p>Kratz: Ja. </p>
<p>Alpar: Wie ich das möglicherweise mache oder so etwas. </p>
<p>Kratz: Ja. (&#8230;) Klar, Dekonstruktion ist eine Methode um Vorzugehen (&#8230;), indem ich es einfach komplett zerlege und mit 3 Milliarden Post-its dann diesen Prozess nachbilde. Das beste Tool ist das Gehirn dafür. Wir sollten uns in der Lage sein, unterschiedlichste Perspektiven in so einem Konversionsprozess einzunehmen (&#8230;). Zum Beispiel, ich gucke mir den gesamten Konversionsprozess einfach mal aus der Sicht des Produktes an. Also ich bin das Produkt und der Typ der mich verkaufen möchte, hat der eigentlich noch alle Tassen im Schrank und wo passe ich eigentlich  in meinem neuen Herrchen in die Arbeitswelt rein. Oder in die private Welt rein. Ich weiß nicht, wie viele Leute da draußen (&#8230;) tatsächlich mal so eine Perspektive einnehmen. Es ist auf jeden Fall lohnenswert. </p>
<p>Alpar: Ok. Ist das denn jetzt eher etwas für digitale Produkte wie so E-Books oder Datingplattformen, oder ist das schon eher ganz klar auch, oder eher nur der Fall bei irgendwelchen physischen Produkten, wie wenn jemand irgendwie Schuhe oder Babyklamotten verkauft? </p>
<p>Kratz: Eigentlich sehr, sehr breit gefächert. Also es geht für physische Produkte, für digitale Produkte, für Dienstleistungen. Es geht für alles. Ich meine, ich habe bei allem, bei jedem Produkt und sei es das schlechteste Produkt der Welt, habe ich den Moment, wo irgendjemand eine Emotion regt, eine Motivation entwickelt, ein Bedürfnis hat, Kaufkraft und Kaufwillen, also einen echten Bedarf, um dieses Produkt zu bekommen. Und, bei irgendeinem von diesen Elementen können wir einhaken und loslegen. </p>
<p>Alpar: Und dann sagt man &#8220;Hey, so beantworte ich dein Wehwehchen.&#8221;? </p>
<p>Kratz: Ja zum Beispiel. </p>
<p>Alpar: Ok. </p>
<p>Kratz: Also nicht &#8220;So beantworte ich dein Wehwehchen&#8221;, sondern auch (&#8230;) Du hast irgendeine Angst zum Beispiel, irgendetwas nicht zu schaffen, dann können wir Sicherheit liefern, du verspürst eine Gier, dann liefern wir dir das taktische Wissen, und so weiter und so fort. </p>
<p>Alpar: Taktisches Wissen? Davon  habe ich noch lange nicht die Taschen gefüllt. (lachend) </p>
<p>Kratz: (lacht) </p>
<p>Alpar: Bei der Angst ist das Angst nehmen natürlich schon viel näher am Ergebnis. </p>
<p>Kratz: Ja. </p>
<p>Alpar: Bei manchen Sachen kann man halt nicht direkt das Ergebnis liefern, sondern nur sagen &#8220;Hey, das ist der Weg dahin.&#8221; </p>
<p>Kratz: Ja. Es ist halt wirklich die Frage, was treibt die Menschen an, Dinge zu tun und sich dann zum Beispiel mit Lösungen zu beschäftigen hinter denen das eigene Angebot steht. </p>
<p>Alpar: Ok. Und sagst du, dass Conversion Optimierung sich unterscheidet, wenn man so Single oder wenige Produkte hat? Also (&#8230;) es gibt ja auch einmal so gerade typischerweise, ich denke mir Conversion Optimierung und muss immer schmunzeln und an diese amerikanischen Sachen denken, diese ellenlangen  Single Product Landing Pages haben, wo man blättern und blättern kann und dann sind Zitate da und Videos und &#8220;Der meint das und das dazu.&#8221; Gibt es einen Unterschied, ob man dafür Conversion Optimierung betreibt und vielleicht im ganz normalen irgendwie Online Shop? Was sind da so die wesentlichen Unterschiede die dir spontan einfallen? Oder sagst du,  &#8220;Nein, nein, ist schon gleich&#8221;? </p>
<p>Kratz: (&#8230;) Jein. Im echten Praxis, also in der echten Praxis wird es wahrscheinlich nie dazu kommen, weil wir zu sehr zahlen- und ergebnisgetrieben sind, zu sehr in dieser mentalen Falle drin hängen. </p>
<p>Alpar: (lacht) </p>
<p>Kratz: Ach so. </p>
<p>Alpar: (lacht) </p>
<p>Kratz: Also es kommt (&#8230;) das ein Webshop-Betreiber 15.000 Produkte  komplett dekonstruiert und jedes einzelne aus der Sicht, aus der Produktsicht, aus der Wertschöpfungssicht und so weiter dann positioniert, weil er sagt &#8220;Ich bin doch nicht bescheuert, also was ist das denn für ein Riesenaufwand?&#8221; </p>
<p>Alpar: Zumal du ja auch, also ich verstehe das schon, das man bestimmte Blockbuster teilweise sehr gut auf Einzelpages verkaufen kann, </p>
<p>Kratz: Ja. </p>
<p>Alpar: aber natürlich hast du, natürlich ungeheure (&#8230;) so diese Überschwapp-Effekte, wenn du den Kunden über ein Produkt in den Shop reinkriegst, aber er kauft noch zehn andere, </p>
<p>Kratz: Ja. </p>
<p>Alpar: das darf man natürlich auch nicht unterschätzen. Das meinst du wahrscheinlich. </p>
<p>Kratz: Ja, klar. </p>
<p>Alpar: Dann, deswegen ist es halt gegebenenfalls auch nicht effizient. </p>
<p>Kratz: Ja, aber/</p>
<p>Alpar: Aber hast du das Gefühl, dass sich Webshops überlegen sollten, ob sie für einzelne Produkte noch mal Unterseiten bauen? Dass du siehst/</p>
<p>Kratz: Auf jeden Fall, ja klar. </p>
<p>Alpar: Also für die Blockbuster dann quasi? Das man, das heißt, ich habe was weiß ich, den (&#8230;) Andrés Markenklamotten.de-Shop, das ist mein allgemeiner Webshop und dann gibt es hier Andrés Ultra-T-shirt, dafür würde ich dann noch einmal eine geeignete Landing Page machen, weil das der Blockbuster in meinem Shop ist? Muss man sich das so vorstellen? </p>
<p>Kratz: Das muss noch nicht einmal der Blockbuster sein. Also wirklich das margenkräftigste Produkt. Ich meine, es gibt zum Beispiel ein Fotobuchversender, der dann gesagt hat, &#8220;Ok, wir machen ein Fotobuch für einen Euro&#8221;. Weil das deckt genau unsere Kosten. Und die sammeln dann an einem Tag 20.000 neue Kundenadressen ein, die sie immer und immer wieder in ihren Konversionsprozessen reinschubsen können. </p>
<p>Alpar: Ok. </p>
<p>Kratz: Also es müssen nicht die Blockbuster sein. Es können Produkte sein,  wo beim, wo Menschen einfach sagen &#8220;Hey das ist cool, das will ich haben.&#8221; Und kommen dann tatsächlich in dieses Honigtöpfchen und bleiben dann auch da. </p>
<p>Alpar: Ok. Du tauchst seit zwei Jahren, Entschuldigung wenn ich springe, aber ich mache das immer. Du tauchst seit so zwei Jahren irgendwie überall auf irgendwelchen Konferenzen, auf dem Radar, per Blog und so auf, also in Social Media und nicht social, also in offline genauso wie online. Wie kommt es, dass man sich, hast du dich dann irgendwann dazu entschieden &#8220;So, ich mache mich jetzt öffentlich und werde eine Webberühmtheit.&#8221;, oder wie muss man sich das vorstellen, den Weg? </p>
<p>Kratz: Hmm (überlegend) </p>
<p>Alpar: Oder warst du schon eh immer aktiv nur ich habe es halt nicht gerallt, oder so? </p>
<p>Kratz: Nein, also (&#8230;) aktiv ja schon relativ lange, 96 eingestiegen in die Thematik, 98 dann wirklich (&#8230;) professionell, wenn man professionell mit gegen Geld gleichsetzen möchte. Aber bis 2009 hatte ich zum Beispiel die Firma Service Kiosk und (&#8230;) </p>
<p>Alpar: Danach bist du dann/ </p>
<p>Kratz: Da operiert man anders, als wenn man dann sagt &#8220;Ok, ich kümmere mich jetzt nur noch um das Thema Onlinemarketing&#8221;. </p>
<p>Alpar: Also vielleicht so (..) eher B2B ausgerichtet gewesen, deswegen ist natürlich so eine breite Aufmerksamkeit vielleicht gar nicht so zielführend, wie wenn man halt/</p>
<p>Kratz: Ne, ne.</p>
<p>Alpar: direkt die Leute anspricht. So kann man sich das vielleicht vorstellen. </p>
<p>Kratz: Da tritt man ja als Person nie nach außen in Erscheinung. </p>
<p>Alpar: Ok. Und, wie hast du dann angefangen? Wie hast du angefangen als Person nach außen in Erscheinung zu treten? Was hast du da gemacht? </p>
<p>Kratz: Eigentlich nur karlkratz.de registriert, ein paar Artikel geschrieben, mein Buch fertig geschrieben &#8220;Haifischbecken Internetmarketing&#8221;. (&#8230;) </p>
<p>Alpar: Reißerischer Artikel. Titel. </p>
<p>Kratz: Joa. Meine Güte (lacht).  </p>
<p>Alpar: Glaubst du wirklich, dass es ein Haifischbecken ist? Ich glaube, es ist ein Kuschelkurs.</p>
<p>Kratz: Kuschelkurs, na Haifischbecken dort wo es in die kompetitiven Märkte reingeht (&#8230;) zumindest auf, ja, für die, die nicht die Platzhirsche sind. Da ist es ein echtes Haifischbecken. Man merkt es ja, wenn man heute versucht einem großen Unternehmen an die Karre zu fahren, die haben eine sehr, sehr hohe Reaktionsfähigkeit auf Marktveränderungen. Das heißt, ich springe mal mit einer Landing Page rein, buche ein paar Adwords und merke innerhalb von einem halben Tag, dass da jemand mir meine komplette Seite und meine komplette Werbeaktion zerlegt indem er mich einfach totbucht oder überbucht. Also es ist es schon ein Haifischbecken, vor allem getrieben von denen, die den Dreh heraushaben. </p>
<p>Alpar: Ok. Gibt es denn, also du glaubst, es gibt also überall, quasi in jedem Bereich einen der den Dreh heraushat? Oder gibt es auch Bereiche wo du sagst &#8220;Mensch, das Niveau ist noch ganz ok, da kann man schon noch einmal etwas versuchen&#8221;. </p>
<p>Kratz: Ja. Auf jeden Fall. Ich meine/</p>
<p>Alpar: Wie geht man ran um so etwas zu identifizieren? </p>
<p>Kratz: Gut, das übliche Nischenthema. </p>
<p>Alpar: Ja. </p>
<p>Kratz: Ich suche mir halt eine Nische. Oder aber/</p>
<p>Alpar: Die ich gut kenne und ich mag und so. </p>
<p>Kratz: Genau. Wo ich Leidenschaft dafür entwickele (&#8230;), die mir einfach Spaß macht und lasse daraus mein, meine Inhalte, mein Geschäftsmodell generieren. Oder ich mache halt ganz normal eine ordentliche Planung mit einem Ziel und dem ganzen Schnicki darum. </p>
<p>Alpar: Ok (lachend) </p>
<p>Kratz: Das ist so. </p>
<p>Alpar: (&#8230;) Ich behaupte, es ist deswegen Kuschelkurs, weil es die meisten eben nicht heraus haben. </p>
<p>Kratz: Mhm (bejahend). </p>
<p>Alpar: Was denkst du dazu? </p>
<p>Kratz: Ja </p>
<p>Alpar: jetzt nehmen wir mal an, </p>
<p>Kratz: (lacht) </p>
<p>Alpar: ich will einen Webshop starten, </p>
<p>Kratz: Ja.  </p>
<p>Alpar: dann glaube ich, dann geht das halt mit 100.000 Euro. Ja? Also einen richtig guten, tollen Webshop mit eigenen Produkten und dies und das und jenes. Man muss ja auch, beim Webshop muss man ja auch relativ viel investieren, auch in Lager und trallala. Also 100.000 Euro ist natürlich nicht wenig Geld, um Himmels willen. Aber, wenn man es jetzt mal vergleicht damit dass man irgendwo einen Laden anmietet. Hier irgendwo in der beliebten Berliner Gegend, irgendwie wie Prenzlberg und dort irgendwie einen Laden aufmachen möchte, dann muss man sich erstmal mietmäßig binden, für irgendwie drei Jahre, sonst macht der Vermieter gar nichts. Dann sage ich mal, sind das alleine irgendwie schon mal 30 bis 50.000 Euro. Dann habe ich den Laden noch nicht eingerichtet, dann habe ich noch kein Personal bezahlt, dann kommt noch Strom dazu, dann Müll. Und dann muss ich auch ins Lager investieren, genauso wie eben online.<br />
Und dagegen denke ich mir &#8220;Mensch, ja, online kann ich schnell mal auf, schnell mal zu, wenn es irgendwie nichts wird&#8221;. Aber im Vergleich zu offline, scheint mir das ja immer noch irgendwie einfacher, oder ist das meine sehr onlinelastige Welt der Dinge, wo du sagst &#8220;Nein, nein, das ist eigentlich ganz anders &#8220;. </p>
<p>Kratz: (&#8230;) Nein. Der Blick auf die Sache auf jeden Fall. Da, so gesehen ist es günstig im Internet aktiv zu sein. Klar. Günstig und weniger risikobehaftet. Gut, es tut in jedem Fall weh, wenn halt 100.000 Riesen weg sind, viele haben dieses Geld erst mal gar nicht, müssen einen Kredit dafür aufnehmen und so weiter und so fort. Auf der anderen Seite haben wir einen Paradigmenwechsel dahingehend, dass du wirklich hergehen musst. Klar, du hast im echten Leben Mieten und du hast Lagerhaltungskosten und weiß der Geier was. Auf der anderen Seite hast du im Internet Wettbewerber,</p>
<p>Alpar: Ja </p>
<p>Kratz: die diese Kohle, die sonst anderweitig ausgegeben wird, dann halt in Marketing stecken. Und da ist dann halt wirklich der Punkt, kann ich dort mithalten? Also was kostet mich ein Kunde? Was ist ein Kunde Wert. Und, wie viel muss ich mindestens für einen Kunden ausgeben, um nicht von meinen Mitbewerbern überrannt zu werden. Das sind ja komplett neue Sichtweisen mit denen man sich beschäftigen muss. </p>
<p>Alpar: Ja. Wie sieht es denn Social Media mäßig? Da gibt es ja meiner Meinung nach, also mein Gefühl ist es, ohne dass das mein Steckenpferd wäre, ist, dass sich die Welt da auch so ein bisschen aufteilt eben in so wie wir SEM, SEA unterscheiden von SEO. Das sich da eben auch so Welten teilen. Kannst du das irgendwie (&#8230;) teilst du die Einschätzung? Oder sagst du &#8220;Nein, nein, das ist Stuss, weil Facebook-Ads sind genauso wie eine Facebook-Page oder -Group irgendwie erfolgreich betreiben? </p>
<p>Kratz: (&#8230;) Da darf ich dann auch sagen, hab ich überhaupt </p>
<p>Alpar: Nicht deine Baustelle. </p>
<p>Kratz: hab ich gar keine Meinung dazu (lacht).</p>
<p>Alpar: Ok, arbeitest du mit Social Media? Oder mit welchen Teilen davon arbeitest du viel?  </p>
<p>Kratz: Naja, Social Media (&#8230;) ich habe einen Twitter-Account, ich habe einen Googleplus-Account, ich habe einen Facebook-Account. Social Media ist für mich einfach ein Werkzeug um zu kommunizieren, das war es. </p>
<p>Alpar: Ok. </p>
<p>Kratz: Also ich mache da jetzt keinen Hype und keine Wissenschaft darum. Es sind einfache Werkzeuge im echten Leben. Es ist ein Werkzeug das benutze ich zur Kommunikation. Und ich pflege es, ich gehe sorgsam damit um. Das war es dann auch. </p>
<p>Alpar: Ok. </p>
<p>Kratz: Mehr brauche ich nicht. </p>
<p>Alpar: Machst du Sachen jenseits der deutschen Grenzen, beziehungsweise des deutschsprachigen Raums? </p>
<p>Kratz: Nein. </p>
<p>Alpar: Ok. </p>
<p>Kratz: Made in Germany, stay in Germany (lacht). </p>
<p>Alpar: Ok (lachend)  </p>
<p>Kratz: Hört sich jetzt komisch an. Nein, (&#8230;) hier ist dieser Bereich für mich. Internationalisierung, das war wirklich mal interessant, für Hewlett Packard durch die Welt zu reisen und zu machen und zu tun, aber (&#8230;) ich bleibe auch gern im Ländle. </p>
<p>Alpar: Ja, um Himmels willen (lachend), ist ja nichts Schlimmes. </p>
<p>Kratz: Ja (lachend). </p>
<p>Alpar: War nur eine Frage und dann wäre die Frage gefolgt, was ist denn anders? Das war so mein Plan. </p>
<p>Kratz: Nein, also auch digital bleibe ich im Ländle. </p>
<p>Alpar: Ok. (&#8230;) Insbesondere, weil ich eben, in der Muttersprache fühlt man sich am wohlsten, da braucht man sich dann, oder es gibt genügend Opportunitäten hier, als das man nicht woanders schauen braucht. Muss man sich das so vorstellen? </p>
<p>Kratz: Du, (&#8230;) ich kann mal damit anfangen, es hier richtig zu machen.</p>
<p>Alpar: Ok, und dann </p>
<p>Kratz: Und dann kann ich immer noch ein Stück über die Grenze schauen.</p>
<p>Alpar: Genau. Du bist frisch umgesiedelt nach Berlin. </p>
<p>Kratz: Ja.  </p>
<p>Alpar: Super, wie gefällt es denn? </p>
<p>Kratz: Ey, es ist wunder-, wunderschön hier, das ist wie Urlaub. </p>
<p>Alpar: (lacht) </p>
<p>Kratz: (lacht) Doch wirklich, wir haben ein tolles Häuschen gefunden, total liebe Nachbarn und es ist einfach nur toll hier. </p>
<p>Alpar: Ok. Was, ist vom Networking irgendwas anders als im Ländle? </p>
<p>Kratz: Ja. Auf jeden Fall. </p>
<p>Alpar: Ok. Was ist anders? Also die Menge der Leute oder die Art der Leute oder die Zusammensetzung?  </p>
<p>Kratz: Die Menge der Leute natürlich. In Stuttgart ist es ein übersichtlicher Bereich. Irgendwie kennt man dann jeden, der Onlinemarketing-Stammtisch in Stuttgart der ist ja, der wir ja sehr, sehr gepflegt. Und es läuft komplett anders ab. Also die, bei uns Schwaben, also bei den Ex-Schwaben also, ach Gottchen ist das schwierig! </p>
<p>Alpar: (lacht) Ja. </p>
<p>Kratz: (lacht).</p>
<p>Alpar: Keine Sorge, kein Fettnäpfchen erwischt. </p>
<p>Kratz: Nein, es ist so, man macht einen Stammtisch, und zu diesem Stammtisch trägt, machen drei Leute einen Vortrag/ </p>
<p>Alpar: DREI Vorträge? </p>
<p>Kratz: Ja, ja. </p>
<p>Alpar: WOW!  </p>
<p>Kratz: Also/ </p>
<p>Alpar: Das ist ja fast schon eine halbe Konferenz.</p>
<p>Kratz: Das ist eine halbe Konferenz. Nein, es soll ja auch etwas vermittelt werden. Und dann gibt es eine Agenda dazu und danach gibt es dann noch ein bisschen/ </p>
<p>Alpar: WOW. Gibt es dann auch ein Protokoll oder so etwas? </p>
<p>Kratz: Ein Protokoll gibt es nicht, aber/</p>
<p>Alpar: (lacht) Weißt du so Protokoll und Aufgaben was bis zum nächsten Mal, Hausaufgaben gemacht werden soll und so? </p>
<p>Kratz: Naja, es wird schon geguckt, ok wer macht beim nächsten Mal die Vorträge et cetera. Und das habe ich hier in Berlin noch nicht erlebt. Da kommt auch eher so die belustigte Frage &#8220;Häh, ich brauche doch kein Vorträge um einen Stammtisch zu machen.&#8221; Aber das ist da halt so Sinn und Zweck der Sache. </p>
<p>Alpar: Ok. </p>
<p>Kratz: Hier ist es dann mehr das lockere Klönen beim Bierchen, oder bei einem Wodka. (lacht) Oder bei einer Cola genau. </p>
<p>Alpar: Ok. (&#8230;) Woran meinst du liegt das? Das der Unterschied da ist? Also warum gibt es das hier nicht? Weil ich meine, das klingt ja nach keiner blöden Idee, sage ich mal so. Oder hast du einfach noch keinen gefunden, der Lust darauf hat? </p>
<p>Kratz: Keine Ahnung. Wir können es mal initiieren. Dann gibt es ein Onlinemarketing-Grillen mit zwei Vorträgen. </p>
<p>Alpar: Ja, ich muss mal lobend deinen Spruch erwähnen in der Einladungsmail &#8220;Alles unter 300 Gramm ist nur Aufschnitt&#8221;. Ich habe es gerade am Wochenende bei jemandem zitiert. </p>
<p>Kratz: (lacht) </p>
<p>Alpar: Das muss ich noch heute drüber lachen. </p>
<p>Kratz: Der ist nicht von mir. </p>
<p>Alpar: Prima Titel für eine E-Mail. </p>
<p>Kratz: Ja, ist aber nicht von mir.  </p>
<p>Alpar: (lacht) Ok, ok. Einfach aufgegriffen. </p>
<p>Kratz: Mhm (bejahend) </p>
<p>Alpar: (&#8230;) Was sind deine Pläne hier? Wirst du von zuhause aus arbeiten, oder möchtest du mal wieder eine Firma machen irgendwann später? Also was macht der Karl in einem Jahr von jetzt? Oder ist das zu weit weg um darüber nachzudenken?  </p>
<p>Kratz: (&#8230;) Ja. </p>
<p>Alpar: Ist zu weit weg ja, oder ja/</p>
<p>Kratz: Nein, also es gibt, es wird eine neue Firma geben mit einem neuen Produkt, an dem schon eine Weile gearbeitet wird. Und (&#8230;) werde ich jetzt hier aber noch nicht breit treten. Ansonsten werde ich nach wie vor im Onlinemarketingbereich sehr, sehr aktiv sein. </p>
<p>Alpar: Ok. Du hast ja einen Hang zu diesen EXTREM langen Artikeln, also sage ich jetzt mal für meine Verhältnisse. Also ich schaffe ja irgendwie, meine Artikel sind vielleicht hundert bis dreihundert Worte und deine sind ja tendenziell so gegen tausend, 1500, oder? Oder habe ich das schlecht eingeschätzt? Also zum Beispiel, du hast irgendwie zum OMCap deine komplette Präsentation mit Text dazu runtergeschrieben. Nicht draufgesprochen, also das heißt der Aufwand das wegzutippen, also du wirst nicht schneller tippen als ich. Insofern wird der Aufwand schon, sagen wir mal zwei, drei Stunden gewesen sein für so einen Blog-Artikel. Kann das sein? Oder? Also nimmst du dir immer zwei, drei Stunden Zeit für einen Blog-Artikel, oder (&#8230;) tippst du viel schneller, oder schätze ich das ganz falsch ein?  </p>
<p>Kratz: Ich nehme mir keine Zeit für einen Blogartikel. Und ich gucke auch nicht auf die Wortanzahl. Also (&#8230;) ich möchte mir Zeit nehmen für die, die es nachher lesen. </p>
<p>Alpar: Ok. Das heißt eher in den Kommentaren ist die Arbeit drin, also da? Oder wie muss, oder eher in den Gesprächen die auf den Blogartikel folgen, da ist die Zeit drin. Also da wird Zeit/</p>
<p>Kratz: Nein. Es ist mir egal wie lange ein Artikel braucht. </p>
<p>Alpar: Ok. </p>
<p>Kratz: Also wenn ich an einem Artikel (&#8230;) drei Tage sitze, dann sitze ich halt drei Tage daran. Man sieht das dem Artikel nicht an. Ja, aber/</p>
<p>Alpar: Na doch. Meistens sind dann die, also entweder in der Länge oder indem wie sehr geschliffen die Gedanken sind. Es ist ja oft so, dass wenn man viel über irgendwas nachgedacht hat und mit  wenig ausdrücken kann. Und so. </p>
<p>Kratz: Mhm, mhm (bejahend) </p>
<p>Alpar: So etwas gibt es ja durchaus. </p>
<p>Kratz: Ja, klar, natürlich wenn ich drei Tage an so einem Ding rumfeilen würde, dann (&#8230;) hätte das vielleicht eine andere Qualität als das was jetzt da steht. Ich meine/</p>
<p>Alpar: Um Himmels willen, das hat jetzt schon gigantische Qualität, deswegen frage ich ja. Also sehr ausführlich auf jeden Fall. </p>
<p>Kratz: Mhm, mhm (bejahend) </p>
<p>Alpar: Oder? Also jetzt in Relation zu anderen Blogs. Da kannst du auf jeden Fall objektiv sagen, (&#8230;) dass deine tendenziell einen Ticken länger sind. (&#8230;) Oder siehst du das gar nicht so? Habe ich / </p>
<p>Kratz: Die, also es ist wie im echten Leben, die Länge ist mir eigentlich wirklich egal (lachend). Nein, es ist so. Ich beurteile einen Artikel nicht nach Anzahl der Worte. </p>
<p>Alpar: Ja. </p>
<p>Kratz: Ich meine, es ist doch wichtig, was bringt es demjenigen, der seine Zeit investiert diesen Artikel zu lesen. Also gebe ich ihm etwas mit? Kann, es gibt von mir auch ganz, ganz kurze Artikel. Wo ich einfach nur sage &#8220;Ey, fixe Idee, vielleicht bringt es ja jemandem etwas&#8221;. Ja, also/</p>
<p>Alpar: Wie viel, wie kriegst du so Feedback zu deinem Blog? Kommt das meistens irgendwie dann im Nachhinein auf einer Veranstaltung, oder in den Kommentaren, oder rufen die Leute direkt durch?  </p>
<p>Kratz: Wirklich gemischt. Also manche twittern mir, manche schreiben auf Facebook. Sehr viel Feedback sind auch social Signale, also wenn ich sehe, hey, ein Artikel wurde hundert mal retweeted, (&#8230;) dann scheint irgendwas ok daran gewesen zu sein. Wenn ich sehe, hier dachte ich, ich hätte eine ganz tolle Idee gehabt und wird dann/ </p>
<p>Alpar: In den Kommentaren bricht der Krieg aus (lacht). </p>
<p>Kratz: Ja, da wird zehnmal ganz gequält retweeted, davon ist schon einer meiner, (lacht) </p>
<p>Alpar: (lacht)</p>
<p>Kratz: dann habe ich auch ein Feedback wo ich denke &#8220;Ah ja, ok, das interessiert den Rest der einen Scheiß&#8221;. Also so was lasse ich in Zukunft. </p>
<p>Alpar: Machst du dir Gedanken darüber, wie und ob social Suche im Allgemeinen verändern wird? Weil Suche hat ja zumindest mit  zwei großen anderen Marketingkanälen zu tun?  </p>
<p>Kratz: (&#8230;) Ja, mache ich. Es ist ja eine ganz tolle Bestrebung von Google zum Beispiel zu sagen &#8220;Wir möchten die Suche um die social Komponente erweitern&#8221;. Das ist aus meiner Sicht ein sehr, sehr hehres Ziel. Weil (&#8230;) mich interessiert nicht, was meine Umwelt sucht, weil (&#8230;) es ist jeder ein Individuum für sich selbst. Also weshalb soll meine Suchverhalten durch meine Umwelt beeinflusst werden?  </p>
<p>Alpar: Na Umwelt im Sinne von schon Freundeskreis. </p>
<p>Kratz: Genau, richtig</p>
<p>Alpar: Also das wäre es im Idealfall.</p>
<p>Kratz: digitale Umwelt, genau. </p>
<p>Alpar: Naja, also ein Argument könnte sein, ich gebe mal einen wilden Tipp ab, von hundert Leuten in Deutschland kann, ist nur einer fähig Links zu setzen, was quasi eine Empfehlung wäre, aufgrund derer Google sein Algo baut. Aber es sind vielleicht fünf Leute fähig zu leiten oder zu plus einsen oder wie auch immer man es nennen möchte. Dadurch hätte ich quasi fünfmal mehr Informationen darüber wer was empfiehlt und alleine deswegen könnte ich zum Beispiel einen Algo besser bauen. Weil ich eben statt, also die fünffache Menge an Empfehlungsinformationen hätte. </p>
<p>Kratz: Mhm (verstehend) </p>
<p>Alpar: Also das wäre ja quasi EINE Möglichkeit wie man argumentieren kann, warum das die Suche besser machen KÖNNTE. </p>
<p>Kratz: Joa. Obwohl nur vom Interesse, vom Interessensumfeld von jemandem darauf zu schließen, was ihn im restlichen Leben emotional bewegt, da muss ich sagen, das ist noch ein weiter Weg.  </p>
<p>Alpar: Ok. Naja, aber gut, aber das könnte, also das heißt das ist wahrscheinlich jetzt dann quasi in deinen Augen der Anfang von etwas, was irgendwann noch mal kommen kann. </p>
<p>Kratz: Das kann irgendwann kommen. Ich meine da sitzen ultraclevere Leute und eines Tages wird das wahrscheinlich auch kommen. Nur momentan ist es einfach noch zu unausgereift. </p>
<p>Alpar: Super, dann bin ich aus, Fragen leer. Und vielen, vielen Dank für das Interview. </p>
<p>Kratz: Ja, ebenso. Herzlichen Danke. Ciao! </p>
</blockquote>
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		<itunes:subtitle>Heute gibt es das Interview mit Karl Kratz.
Karl Kratz beim OMReport
Das Interview findet ihr auch bei iTunes, Youtube und als Transkription im Post.
&#160;


Alpar: So, heute im OM-Report bei mir der Karl Kratz. 
Kratz: Servus André. Hi! (lachend) [...]</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Heute gibt es das Interview mit Karl Kratz.
Karl Kratz beim OMReport
Das Interview findet ihr auch bei iTunes, Youtube und als Transkription im Post.
&#160;


Alpar: So, heute im OM-Report bei mir der Karl Kratz. 
Kratz: Servus André. Hi! (lachend) 
Alpar: Karl, wie viele Leute von denen, die dich zum ersten Mal sehen, sagen eigentlich &#8220;WOW, du bist ja viel größer als ich dachte.&#8221;? 
Kratz: (&#8230;) Also ich glaube die Absprungrate liegt so bei drei Prozent. 
 Alpar: (lacht) 
Kratz: Also 97 Prozent konvertieren. 
Alpar: (lachend) Und wie kommt das denn? Hast du da irgendwie eine Erklärung für? Also bei mir ging es auf jeden Fall das erste Mal so, dachte ich mir &#8220;WOW, der ist ja viel größer als ich dachte&#8221;. Ich meine, dein Bild, das sieht ja jetzt nicht so (&#8230;) aus als wärest du klein. Also warum denkt man das bei dir zuerst? Oder ist das irgendwie (&#8230;) geht das nur mir so? 
Kratz: Keine Ahnung ob, das Bild ist auch relativ klein auf dem ich bin also. 
Alpar: Und dann denkst du 
Kratz: (lacht)
Alpar: (meinen?) die Leute auch der ist ganz klein (sozusagen?). 
Kratz: (lacht) 
Alpar: Wie groß bist du, wie hoch? 
Kratz: (&#8230;) 1,98. Wenn ohne, also wenn ich meine hohen Schuhe anziehe, dann (&#8230;) ja 
Alpar: Knapp über zwei Meter. (lachend) 
Kratz: (lacht)  
Alpar: Sehr schön.  
Kratz: Genau.  
Alpar: Das ist auch so ein Kernthema eigentlich, nicht? Größe. 
Kratz: Größe? Warum? 
Alpar: Nein, ich mache Spaß. Nein, du hattest mir eine Themenvorgabe gegeben. Das ist mir noch nicht passiert. Und zwar hast du gesagt, ich soll dich was fragen dazu, warte (&#8230;) ich gucke mal in meine Mails: &#8220;Wie Onlinemarketing den Vertrieb unterstützen kann“. (&#8230;) Ich dachte du machst Conversion Optimierung. 
Kratz: (&#8230;) Nein, ich mache Onlinemarketing.  
Alpar: Ok. Und wie kommt es, dass man dich stark assoziiert mit dem Thema Conversion Optimierung? Es ist ja nicht so, dass es das vorher nicht gab. Oder was machst du anders, als die anderen Leute, die sich damit auseinandersetzen? Kann man das vielleicht in Worte fassen? 
Kratz: (&#8230;) In der Conversion Optimierung, (&#8230;) ja ich hatte dazu ja einen Vortrag auf der OMCap, (&#8230;) wo es darum ging, ja Konversionsoptimierung im klassischen Sinn und bitte nicht nur innerhalb vom Konversionspfad optimieren, sondern (&#8230;) baut neue Konversionspfade und lasst die gegeneinander antreten. Das ist jetzt aber eigentlich nur ein Thema, das jetzt temporär bei mir auf der Agenda steht. Ich betrachte schon im Großen und Ganzen die gesamte Onlinemarketing Palette. 
Alpar: Aber das meint, also das heißt, Conversion Optimierung wäre so etwas wie, (&#8230;) nur ein A B-Test und du wolltest es eher lieber breiter gefasst wissen, wie nach dem Motto &#8220;Ich versuche mal, meine Produkte anders zu packagen, oder andere Preise oder so was&#8221;, das man das halt quasi nicht nur auf (&#8230;) Conversion Pfade irgendwie innerhalb des Onlinemarketings was sowieso schon besteht, verstehen, sondern (&#8230;) breiter quasi auf Produktebene, oder wie muss ich mir das vorstellen? 
Alpar: Eigentlich auf Emotionsebene, dort wo die Schlacht wird. Also normalerweise gucken wir uns um und sagen &#8220;Ok, wem kann ich mein Produkt verkaufen?&#8221;. Und ich stelle halt die Frage andersherum und sage (&#8230;) welchen Wert erzeugt praktisch mein Produkt? Welchen Wert hat das Produkt für die Person, für die es das wichtigste Werkzeug in seinem Arbeitsprozess darstellt? Und schwuppdiwupp sind wir auf einer komplett anderen Ebene. 
Alpar: Ist das etwas anderes, als quasi verschiedene Ansprachen zu machen auf unterschiedlichen Landung Pages, für unterschiedliche Kampagnen? 
Kratz: Hm? (fragend) 
Alpar: Ist das etwas anderes, oder ist das im Prinzip das Ergebnis von so einem Gedanken? 
Kratz: Das ist genau das Ergebnis. Es machen nur zu wenige. 
Alpar: Das heißt deine Sorge wäre, die testen blauer Button, grüner Button, roter  Button und Mädel, Junge, Paar (&#8230;)[...]</itunes:summary>
		<itunes:author>Andre Alpar</itunes:author>
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	</item>
		<item>
		<title>Folge 14: Interview mit Jonas Weber</title>
		<link>http://www.omreport.de/folge-14-interview-mit-jonas-weber/</link>
		<comments>http://www.omreport.de/folge-14-interview-mit-jonas-weber/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Nov 2011 08:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andre Alpar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online Marketing Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[google]]></category>
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		<category><![CDATA[search quality]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute findet ihr das Interview mit Jonas Weber von Webhelps. Das Interview findet ihr auch bei iTunes, Youtube und als Transkription im Post. &#160; Transkription des Podcast: &#160; Alpar: So, wir sind hier beim OM-Report heute mit dem Jonas Weber. &#8230; <a href="http://www.omreport.de/folge-14-interview-mit-jonas-weber/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute findet ihr das Interview mit <a href="http://www.webhelps.de/">Jonas Weber</a> von Webhelps.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-320" title="OMReport.de - Jonas Weber" src="http://www.omreport.de/wp-content/uploads/2011/09/DSCN0956-225x300.jpg" alt="Jonas Weber" width="225" height="300" /></p>
<p>Das Interview findet ihr auch bei <a href="http://itunes.apple.com/de/podcast/id460951174?l=de">iTunes</a>, <a title="Interview mit Jonas Weber bei Youtube" href="http://www.youtube.com/playlist?list=PL9941F3FAFC943C36">Youtube</a> und als Transkription im Post.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span id="more-319"></span></p>
<p>Transkription des Podcast:</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>Alpar: So, wir sind hier beim OM-Report heute mit dem Jonas Weber.</p>
<p>Weber: Hallo, wie geht es?</p>
<p>Alpar: Ja, alles fein. Du bist mir fast entkommen. Das Interview wäre fast daran gescheitert, dass die Batterien alle waren. Aber tatsächlich haben wir in einer beliebigen Kneipe mitten in Berlin, haben die freundlichen Kellnerinnen Batterien. Ist das auch was, was du in München erwarten würdest?</p>
<p>Weber: München, weiß ich nicht. Ich kann eher von meiner schwäbischen Heimat sprechen. In Stuttgart wären sie wahrscheinlich viel zu sparsam, um Batterien herauszurücken.</p>
<p>Alpar: Sehr gut. Zumal eben kein Preis vorher vereinbart wurde, ein Traum. Würde man sich vom freundlichen Berlin gar nicht glauben. Jonas, was hast du denn früher für Musik gehört, während du dir Internetseiten angeschaut hast, um sie vielleicht anders zu beurteilen?</p>
<p>Weber: Ich habe selbst gar keine Musik gehört. Gegenüber von mir, da war einer, der hat sehr stark Heavy Metal gehört. Und so laut aus seinen Kopfhörern, dass ich nichtmal meine Kopfhörer aufsetzen musste, um meine Musik einzulegen. Sondern habe bei ihm mitgehört.</p>
<p>Alpar: Okay. Und hast du irgendwie so ein Gefühl für so eine Statistik, in welche Musikrichtung die meisten Quality Mitarbeiter von Search Quality, Mitarbeiter von Google tendieren? Sind die meisten eher so Heavy Metal-mäßig unterwegs oder gab es so eine starke Klassikfraktion oder so Gangster Hip-Hop vielleicht auch so?</p>
<p>Weber: Ich würde sagen, es war von allem ein bisschen dabei. Es war sehr vielfältig. Und ja, es gab aber auch natürlich sehr viele Heavy Metal-Personen und ich glaube, das kam auch ein bisschen auf die Tagesstimmung drauf an. (lacht) Und dementsprechend ging das dann auch so weiter. Aber ja, es gab auch viele, die haben sich wirklich nur auf ihren Job konzentriert. Und es gibt ja auch ein paar strategischere Arbeiten, die man da angehen muss und nicht nur hier/ (lacht)</p>
<p>Alpar: Okay. Okay. Bei Google ist ja oft alles irgendwie sehr bunt im Office. Da hast du auch irgendwie total lustige, knuffige Tierchen auf deinem Schreibtisch gehabt oder irgendwas besonders Spleeniges? Oder kann man auch ohne Spleens bei Google sein?</p>
<p>Weber: Also die schöne Zeit war ja auch immer, wenn es dann die Fußball-WM oder -EM gab. In einem europäischen Office, das werdet ihr ja von euch auch kennen in eurem international ausgerichteten Office. Und als Deutschland dann relativ erfolgreich während der EM gespielt hat, hatte mir mal irgendwann jemand den German Hammer geschenkt, ja? Das war so ein ganz großer aufblasbarer Hammer in den deutschen Nationalflaggen. Und hat sich eigentlich auch ganz gut für meinen Job als kleines Symbol geeignet. Und der lag dann eigentlich die ganze Zeit auf meinem Tisch herum. Und als wir dann gegen die Türkei gewonnen haben, dann habe ich den bei den Türken drüben hingelegt. Die haben ihn dann zurückgeworfen. War ganz witzig. (lacht)</p>
<p>Alpar: Ja, aber der Hammer ist in Dublin geblieben oder ist er mitgekommen zu webhelps?</p>
<p>Weber: Ja, der Hammer ist in Dublin geblieben.</p>
<p>Alpar: Ach, Mist. Aber dein neuer Job, der ist doch auch hammer. Ich habe gerade in der Website-Boosting eine Agentur im Portrait gesehen von euch. Ist ja ziemlich beeindruckend. Also ich glaube, es ist zumindest das erste von mir bewusst wahrgenommene Agenturinterview in der Agenturportrait, in der Website-Boosting. Wie viel hat das gekostet?</p>
<p>Weber: Kein Kommentar.</p>
<p>Alpar: (lacht) Nur Spaß. Ich vermute fest, dass Mario das nicht bezahlt gemacht hat.</p>
<p>Weber: Ja, also der Mario sagt ja selbst, dass es bei ihm oft Anfragen gibt, ob man PR einkaufen kann. Und er verneint das. Also bei ihm kommt es wirklich auf die Inhalte drauf an.</p>
<p>Alpar: Das und die Menge Links.</p>
<p>Weber: (lacht) Genau. Also ich denke, er macht einen so guten Job in allen Bereichen, dass er es gar nicht braucht, sich hier Links/ Also er kann wirklich natürlichen Linkaufbau betreiben, google-konformen, weil er da so gute Arbeit leistet. Nee, aber es hat sich einfach so ergeben. Auch weil ja die Ausgabe davor in der Google-Story drin war und wir dann so im Anschluss eben als ehemalige Google-Mitarbeiter eigentlich auch ganz gut reingepasst haben.</p>
<p>Alpar: Ja. Wie groß ist webhelps mittlerweile?</p>
<p>Weber: Jetzt sind wir gerade bei elf Mitarbeitern.</p>
<p>Alpar: Okay. Und wie teilt sich das auf? Das sind dann Ariel und du als/ Wie teilen sich die Aufgaben der anderen auf? Also was machen die so? Sind die dann eher Technik oder Redaktion? Oder sind die eher marketingtätig?</p>
<p>Weber: Genau. Also im Consulting-Bereich gehen eigentlich nur der Ariel und ich heraus. Wobei das ganze Backoffice et cetera natürlich dann aus dem Büro gesteuert wird. Und alle anderen, die dort arbeiten, kümmern sich eigentlich um den Betreuungsbereich, in dem wir hauptsächlich dann Ärzte betreuen. Haben auch ein paar andere Kunden, aber eigentlich sind es hauptsächlich Ärzte und das wollen wir auch stärker fokussieren. Und das sind dann Designer, Programmierer, Texter, Journalisten, Marketingkommunikation, Backoffice et cetera, Assistenz.</p>
<p>Alpar: Meinst du es gibt irgendwie irgendwas Besonderes an Ärzten, was die so interessant macht, um sich darauf zu fokussieren?</p>
<p>Weber: Ja, wenn man sich schonmal überlegt hat, die Nase zu korrigieren oder auch mal ein paar andere Dinge korrigieren wollte, dann ist es natürlich schon/ hat man festgestellt, dass der Preis sehr hoch ist. Das heißt, da gibt es natürlich sehr hohe Margen, die da im Spiel sind, dementsprechend. Und es ist auch ein sehr anonymes Business. Das heißt, zum Beispiel gibt es viele, die aus München kommen, sich dann aber nicht in München operieren lassen, sondern vielleicht eher nach Stuttgart gehen, weil in München eben doch/</p>
<p>Alpar: Man möchte sich nicht treffen.</p>
<p>Weber: Man möchte sich nicht treffen.</p>
<p>Alpar: Im Wartezimmer.</p>
<p>Weber: Im Wartezimmer. Genau, richtig. Man will hier nicht irgendwie dann noch bei einem Kaffeekränzchen irgendwie als Hauptthema in Erscheinung treten, ja? Und dementsprechend ist es dann in dem Business sehr gut, dann auch in andere Bereiche zu gehen. Aber Hauptsache, deswegen dann auch das Internet als Informationsquelle, die ein bisschen anonymer ist. Und da geht eigentlich das Hauptgeschäft dann über das Internet. Und dementsprechend plus die hohe Marge, macht es Sinn, sich hier dann auch zu spezialisieren.</p>
<p>Alpar: Hast du das Gefühl/ Entschuldige jetzt die Sprünge, aber ich habe dich eben schon vorgewarnt. Hast du das Gefühl, dass die Karriere von Ariel und dir als jetzt quasi ja hoffentlich erfolgreiche Agenturinhaber zum Einen, meinst du, wird die beobachtet von Ex-Kollegen aus? Und zum Zweiten meinst du, das inspiriert Ex-Kollegen auch, ebenfalls das in Erwägung zu ziehen? Also Agenturen zu gründen?</p>
<p>Weber: Ich weiß, dass wir natürlich auch ein bisschen beobachtet werden, keine Frage. Wir haben auch immer mal wieder Besuch aus Dublin auf der Website. Beziehungsweise sind wir da teilweise auch noch gut in Kontakt.</p>
<p>Alpar: Wegen dem Quality Content auf dem Blog. Deswegen.</p>
<p>Weber: Ja, das natürlich auch. Ist absolut richtig. Und aber wir müssen auch ganz klar sagen: Alles, was wir an Optimierungsmaßnahmen betreiben, würde ich auch jederzeit den ehemaligen Ex-Kollegen auch sagen, was wir da machen, weil ich/</p>
<p>Alpar: Ach so, ach so. Nee, sowas … Ich hatte gar nicht Sorge, dass du das irgendwie anders machst als Google konform. Meine Frage wäre eher, ob Ex-Kollegen durch das, was ihr sozusagen vormacht, inspiriert sind, das Gleiche vielleicht eben auch zu machen in anderen Ländern oder anderen Branchen. So, dass die einfach sagen: Jetzt hier, französisches Team, Ex-Google Search Quality, findet sich und macht in Frankreich eine Agentur und in Spanien und Italien und Polen und dies und das?</p>
<p>Weber: Genau, sowas in der Art gibt es ja auch schon, da gab es ja auch schon Abgänge. In Spanien haben wir jemanden, in Frankreich haben wir jemanden.</p>
<p>Alpar: Die dann wirklich selbst Agenturinhaber sind oder Mitarbeiter in einer Agentur? Das ist ja schon ein großer Unterschied, ob man dann selber Personalverantwortung, wirtschaftliche Verantwortung trägt oder eben einen anderen Arbeitgeber hat.</p>
<p>Weber: Ja, die sind dann geschäftsführend tätig beziehungsweise als Consultants. Als Consultant hat man es ja oft ein bisschen einfacher. Da hat man nicht unbedingt immer Personalverantwortung da. Aber natürlich ist es schon eine gewisse Barriere, die dann einige, die ja vielleicht auf der anderen Seite, also noch bei Google, sitzen und es vielleicht auch gerne machen würden, ja denken: &#8220;Oh je, da müsste ich auch so viel andere Dinge machen, dass ich kaum noch zum Kerngeschäft komme.&#8221;, dass sie es dann vielleicht nicht machen. Das ist schon richtig. Ein erster Schritt wäre Consulting. Nächster Schritt wäre dann, hier vielleicht tatsächlich eine eigene Agentur aufzubauen oder eine eigene Firma, wenn man hier ein bisschen unternehmerischer veranlagt ist. Was aber allerdings wenige machen, ist es dann, zu anderen Firmen wechseln. Habe ich eigentlich noch gar nicht gesehen. Außer wenn es dann in einen ganz anderen Bereich geht, ne? Also/</p>
<p>Alpar: Okay. Heisst die wechseln nicht in eine Online-Marketingagentur zum Beispiel rein?</p>
<p>Weber: Hat es auch schon gegeben den Fall, aber eigentlich sehr, sehr selten.</p>
<p>Alpar: Okay. Wie erklärst du dir das? Weil das wird ja doch für eine Online-Marketingagentur auch Sinn machen können, einen Ex-Search-Quality-Mitarbeiter anzustellen. Oder?</p>
<p>Weber: Ja, also ich denke einfach, wahrscheinlich denken sich viele unter Umständen, ohne vielen zu nahe zu treten, aber wenn man die Arbeitsbedingungen bei Google kennt und die sicheren Verhältnisse und auch das, was man verdienen kann, dann können Online-Marketingagenturen sowohl vom finanziellen Anreiz, als auch von der Herausforderung her das unter Umständen nicht genügend bieten, um ehemaligen Googlern hier auch/</p>
<p>Alpar: Vielleicht ist der Leidensdruck durch das Leben in Dublin hoch genug irgendwann, dass man auch zu schlechteren Bedingungen bereit ist, irgendwo anders zu arbeiten?</p>
<p>Weber: Könnte möglich sein. Könnte möglich sein. Gerade im Sinne der europäischen Krise jetzt auch, gerade in südlichen Ländern, könnte sowas schon möglich sein. Als ich in Irland angefangen habe, da war der Sommer 90 Tage ohne/ also 90 Tage Regen am Stück. (Alpar: Oh Gott!) Und da kann ich mir schon vorstellen, dass da der ein oder andere auf morgen hin die Zelte abbricht und dann woanders hingeht. Also man muss vielleicht auf das Wetter schauen in Irland. Wenn es dann 90 Tage am Stück geregnet hat, kann man vielleicht ein paar abwerben. (lacht)</p>
<p>Alpar: Also meinst du, der aktuelle Berliner Sommer, der ist so nah an Dublin?</p>
<p>Weber: Ja, das könnte jetzt möglich sein, dass sich vielleicht ganz, ganz viele in Dublin bewerben, weil der Sommer hier genauso schlecht war. (lacht)</p>
<p>Alpar: Aber wir haben hier ein bisschen mehr Auswahl an Nachtleben. Führe ich hier gerade vor, hoffentlich.</p>
<p>Weber: Ja, absolut. Absolut.</p>
<p>Alpar: Super. Du hast ja den Weg gewählt, dass du dich schon irgendwie versuchst, so ein bisschen mit dem ehemaligen Feind, nicht ins Bett zu legen, aber zumindest zu vernetzen oder zumindest in Dialog zu treten oder nehme ich das falsch wahr?</p>
<p>Weber: Mit dem ehemaligen Feind.</p>
<p>Alpar: Na ja, also in Clichés ist es ja so, der SEO denkt sich: &#8220;Der Search Quality-Mitarbeiter ist mein Feind.&#8221; Oder ist das wirklich übertrieben?</p>
<p>Weber: Ich würde es als übertrieben sehen. Also so persönlich sieht es bei Google eigentlich keiner.</p>
<p>Alpar: Aber der Hammer, der böse Hammer, der deutsche Hammer.</p>
<p>Weber: (lacht) Der deutsche Hammer. Der hat natürlich Symbolwirkung, absolut richtig. Aber ich würde das eher als Katz-und-Maus-Spiel sehen und natürlich gibt es dann diverse Personen, die dann sagen: &#8220;Don&#8217;t mess with my index.&#8221; Er ist ja auch absolut gerechtfertigt. Aber jeder vertritt ein bisschen auch seine Interessen. Also ich sehe das nicht so, dass das ein Feindspiel war. Das wird eigentlich viel extremer auf der anderen Seite, also auf dieser hier, so praktiziert. Dass viele Google als den Bösen sehen, der jetzt doch evil geworden ist. Und ja, wie kann man Tante Google manipulieren et cetera? Also ich sehe das nicht so dramatisch. Und ich glaube auch die, auch in der SEO-Branche, die sich schon tagtäglich damit auseinandersetzen und auch die Grenzen bei Google austesten, die sind alle schon mit dem ein oder anderen Projekt auf die Schnauze gefallen. Aber sehen das eigentlich eher sportlich als persönlich.</p>
<p>Alpar: Wenn du jetzt mal aus dem Bauch heraus schätzen müsstest, ganz, ganz, ganz ohne Festlegung auf Bereiche oder sonst irgendwas: Bei tausend kommerziell relevanten Begriffen, wenn du dann die Top-Ten-Ergebnisse anguckst, wie viele davon, meinst du, verstoßen gegen keine Google-Richtlinie? Aus dem Bauch heraus, einfach mal ein Gefühl, eine Zahl in Prozent.</p>
<p>Weber: (lacht) Wenige.</p>
<p>Alpar: Also mein Gefühl wäre es auch. Also ich würde vielleicht so ein Viertel schätzen, dass die sauber, also nie keinen Dreck am Stecken jemals gehabt. Ein Viertel, denkst du das ist zu viel oder weniger oder mehr? Ein Viertel, die total sauber spielen?</p>
<p>Weber: Nee, sehe ich genau so. Leider ist es noch so, dass natürlich Google viel predigt. Es natürlich immer schwierig ist, es komplett zu skalieren und es dann auch in die Tat umzusetzen. Aber das, was der Matt Cuts zum Beispiel vielleicht vor zwei Jahren gesagt hat und alle noch müde drüber gelächelt haben, heute leiden sie drunter, dass sie vielleicht tatsächlich damals nicht schon Initiative ergriffen haben, um da auch gewisse Änderungen zu vollziehen. Ist ja auch immer eine Frage, was ist die Schwere der Abstrafung? Und ich meine, im Linking-Bereich, dass da viel im grauen Bereich gearbeitet wird, keine Frage. Und das ist dann auch ein Katz-und-Maus-Spiel. Aber ich würde schon sagen, dass die schweren Vergehen, auch gerade mit Cloaking et cetera natürlich schon deutlich zurückgegangen sind und längst nicht mehr so funktionieren, wie sie früher funktioniert haben. Cloaking als Beispiel. Gibt es natürlich noch viele andere Bereiche. Aber dass im Linking zum Beispiel noch extrem viel passiert, keine Frage. Aber auch hier weiß man nicht, ich meine, Google sagt es ja selbst: Viele Links können inzwischen entwertet werden. Und wer weiß jetzt, wenn er Links einkauft, ob sie noch zählen oder nicht?</p>
<p>Alpar: Machst einfach so viel bis es funktioniert, würde ich sagen. Aber andererseits ich würde das auch nicht machen natürlich.</p>
<p>Weber: Natürlich nicht. (lacht)</p>
<p>Alpar: Wie ist das denn, rätst du denn all deinen Ärzten und Kunden auf Google plus aktiv zu sein?</p>
<p>Weber: Nee, bisher noch nicht.</p>
<p>Alpar: Okay. Aber weil das Ärztegeschäft ein anonymes ist oder muss man vielleicht irgendwie jetzt allgemein/ Würdest du sagen, Firmen sollten auf Google plus aktiv sein?</p>
<p>Weber: Es kommt auf die Firma drauf an. Und grundsätzlich bei unseren Ärzten ist es zum Beispiel so, die haben ein begrenztes Budget zur Verfügung und da muss man natürlich gucken, wie kann man das sinnvoll streuen? Und ich glaube nicht, dass Google plus der erste Kanal wäre, in den ich investiere. Davor kommt mit Sicherheit noch natürlich die klassische Suchmaschinenoptimierung oder auch Google AdWords.</p>
<p>Alpar: Okay. Das ist natürlich im starken Kontrast dazu, dass jetzt alle Welt sagt: &#8220;Nee, Social Search ist das nächste Ding.&#8221; Oder meinst du, dass die Entwicklungen einfach noch nicht so fortgeschritten sind, als dass man da systematisch investieren sollte? Das heißt, man muss erst warten, bis die Wirkung mehr da ist, bevor man da mehr investiert drauf?</p>
<p>Weber: Ja, natürlich sollte man ein Auge drauf haben und haben wir natürlich auch in anderen Bereichen. Und ich würde mal behaupten, Themen, die hipper sind und modischer, da macht es natürlich mehr Sinn, in den Bereich zu investieren und natürlich auch in unserer Industrie, keine Frage. Aber die Ärzte sollten da erstmal noch ein bisschen abwarten und gucken, wie sich das verhält, ne?</p>
<p>Alpar: Wie ist dein Bauchgefühl bezüglich Social Search? Ist das das, was Suche, also inhaltlich qualitativ, Suche beeinflussen wird in Zukunft? Oder was könnte es noch sein?</p>
<p>Weber: Also es ist ja so, dass sehr, sehr viele Faktoren eine Rolle spielen und dass das einer von vielen Faktoren wird, der da schon eine Rolle spielt. Halte ich durchaus für sehr interessant. Also ich beschreibe es immer so, dass es die drei Hauptranking- oder früher zwei, inzwischen drei Hauptrankingfaktoren gibt, nämlich die Relevanz, die Reputation, inzwischen auch den Benutzer, den User. Und genau dieser Bereich würde natürlich in den User hinein spielen. Und wenn dann gute, sage ich mal, gute Google Accounts, die man an diversen Kriterien schon messen kann, ob es ein guter oder nicht so guter ist, auch mit Historie et cetera, auch ein vertrauenswürdiger Google Account ist, dann diverse Google plus Ratings abgibt, dann würde ich das schon als gute Stimme zählen, absolut.</p>
<p>Alpar: Was ist der Unterschied zwischen Relevanz und Reputation? Das klingt für mich doch beides nach: &#8220;Wie viele tolle Links habe ich?&#8221;</p>
<p>Weber: Nee, man spricht ja auch in der SEO-Sprache gerne von On- und Offpage. Also das ist einfach eher in diesen Bereich übersetzt. Und dann gibt es natürlich eine inhaltliche Relevanz und aber auch eine technische Relevanz. Und auch ein Link &#8230;/</p>
<p>Alpar: Was ist denn technische Relevanz? Also ist jetzt ein Shop/ Wie ist ein Shop technisch relevanter oder nicht?</p>
<p>Weber: Ja, ein Shop wäre jetzt technisch/ Also bei der technischen Relevanz geht es im Prinzip darum, dass die Suchmaschine versteht, was für Inhalte die Website anbietet.</p>
<p>Alpar: Also Crawlability und solche Sachen, interne Verlinkungen.</p>
<p>Weber: Genau. Also ich meine, man muss es so verstehen, dass wir mit diesen Begriffen auch Suchmaschinenoptimierung den Unternehmen näher bringen oder man muss es einem Arzt in drei Minuten erklären können, worum es geht. Und wenn ich dann mit Onsite und Offsite und et cetera komme und Linkbuilding und Linkpop und Domainpop, dann bringt das niemandem was.</p>
<p>Alpar: Dann fragt er, welche Musikrichtung ist das jetzt genau? Linkpop, Domainpop, gell?</p>
<p>Weber: Genau, richtig. Ja.</p>
<p>Alpar: Popmusik.</p>
<p>Weber: Popmusik, absolut. Nee, und da geht es dann eben um diese Bereiche. Und Reputation geht es eigentlich eher um das klassische Linkbuilding dann. Aber eine Reputation muss man sich ein Leben lang aufbauen oder ständig ausbauen und beim Linkbuilding ist es ähnlich.</p>
<p>Alpar: Ja.</p>
<p>Weber: Beim einen geht es schneller, beim anderen ein bisschen langsamer. (lacht)</p>
<p>Alpar: Ja, ist richtig. Das ist richtig. Es gibt doch diese klassischen Sachen, wo sich alle Leute immer wieder widersprechen. Zum Beispiel legst du bei den Websites deiner Kunden eine xml-Sitemap an?</p>
<p>Weber: Bei großen Seiten, die ständig frische Inhalte bereitstellen, würde ich es machen. Bei unseren Kunden, die wir jetzt persönlich betreuen, ist es jetzt nicht so extrem wichtig, durch eine gesunde interne Verlinkung. Bei eher zeitloseren Seiten ist es eigentlich nicht so wichtig.</p>
<p>Alpar: Okay. Das ist ein klares Statement. Mehrsprachigkeit: Unterschiedliche TLDs, Subdomains oder Unterverzeichnisse? Was ist dein Favorite? In der Reihenfolge, in welcher Reihenfolge magst du sie?</p>
<p>Weber: TLDs und dann Unterverzeichnisse und dann Subdomains.</p>
<p>Alpar: Was? Unterverzeichnisse vor Subdomains?</p>
<p>Weber: Ich bin kein Fan von Subdomains.</p>
<p>Alpar: Oh mein Gott. Aber das behauptet doch nur Google, dass Unterverzeichnisse funktionieren. Es gibt doch kein lebendes Beispiel für. Bitte! (lacht)</p>
<p>Weber: (lacht) Nee, eigentlich ist es egal, ob man Subdomains oder Unterverzeichnisse nimmt. Wahrscheinlich aus strategischerer Sicht wäre es sinnvoller, Subdomains zu verwenden, weil dann kann man es auch auf unterschiedlichen Servern hosten.</p>
<p>Alpar: Und Google Webmaster Tools versteht auch Subdomains / &#8230;überhaupt mit dem Canonical Tags? Und wenn, wofür?</p>
<p>Weber: Wir arbeiten damit und es funktioniert sehr, sehr gut. Man muss natürlich aufpassen, dass man es nicht in die falsche Richtung leitet. Weil sonst kann es auch ordentlich/</p>
<p>Alpar: Hast du schonmal einen lustigen Unfall erlebt? Das hat ja irgendwie fast jeder schonmal einen Canonical-Unfall erlebt.</p>
<p>Weber: Nee, eigentlich nicht. Aber was mich immer wieder erstaunt, wenn man es tatsächlich googled, und selbst Google hat ja den Artikel veröffentlicht, dass man Canonical Tags einsetzen soll. Hat aber kein Beispiel gebracht, an Hand dem man es konkret einsetzt. Also den Sourcecode veröffentlicht, wie man es dann einpflegen würde. Und dadurch kann ich mir dann schon vorstellen, dadurch dass es keine wirkliche Quelle gibt, die zeigt, wie man den einsetzt oder auch gerade bei dem Cross-Domain-Canonical-Tag, kann ich mir schon vorstellen, dass es dann unter Umständen viele falsch ansetzen und dadurch dann viel Unfug passiert.</p>
<p>Alpar: Hast du das gesehen mit dem Canonical Tag im HTTP-Header? Fällt dir irgendein sauberer Anwendungsfall dafür ein? Es gibt einen Canonical Tag, den du nicht im Head machst, im HTML, sondern im HTTP-Header.</p>
<p>Weber: Nee, habe ich jetzt noch nicht mich damit beschäftigt, ja.</p>
<p>Alpar: Also mir fallen ganz viele tolle Anwendungen dabei ein. Sie haben nichts mit Google-Richtlinien zu tun.</p>
<p>Weber: Okay. Muss ich mal den Ariel fragen.</p>
<p>Alpar: (lacht) Ich kann dir das dann mal erklären, was ich meine.</p>
<p>Weber: (lacht) Okay.</p>
<p>Alpar: Wie wichtig findest du das mit der lokalen IP? Beziehungsweise wie geht das, wenn jemand ein Content Delivery-Netzwerk benutzt? Dann ist ja immer die IP auch noch wechselnd. Die ist ja nicht immer unbedingt lokal. (&#8230;) Jetzt geht es tief rein. (lacht)</p>
<p>Weber: Ja, jetzt geht es richtig tief rein, ja. Das ist absolut richtig. (&#8230;) Also ich muss ehrlich gestehen, mit solchen Themen behan/</p>
<p>Alpar: Überspringen. Wir überspringen. (lacht)</p>
<p>Weber: Wir überspringen, ja. Das ist nicht so unbedingt das, wo wir uns tief mit beschäftigen.</p>
<p>Alpar: Nee, ist ja auch eher speziell.</p>
<p>Weber: Also das würde ich auch eher an Ariel abgeben und sagen. &#8220;Mache mal.&#8221; (lacht)</p>
<p>Alpar: (lacht) &#8220;Ariel, mach du mal. Ich bin gerade, ich muss noch etwas regeln.&#8221;</p>
<p>Weber: Ich bin halt doch eher der BWLer. (lacht)</p>
<p>Alpar: Ja. Wie ist denn das? Wie muss man sich denn das Zusammenspiel zwischen Ariel und dir vorstellen? Was macht denn wer?</p>
<p>Weber: Ich versuche, bei den Kunden Kompliziertes einfacher rüberzubringen. Und der Ariel macht Kompliziertes noch komplizierter.</p>
<p>Alpar: Sehr gut. (lacht) Also je nachdem, ob der Kunde gerade verwirrt ist, dann kommst du. Und wenn der Kunde gerade klar sieht, dann kommt der Ariel und so haltet ihr ihn ewig, den Kunden.</p>
<p>Weber: Ja, beziehungswei/ (lacht) Genau. Ist dann auch wieder ein Katz-und-Maus-Spiel. Nee, aber im Prinzip bin ich dann wahrscheinlich eher der, der sich dann auch mit den strategischen Entscheidern unterhält und auch versucht, Suchmaschinenoptimierung als wichtige Disziplin im Unternehmen generell zu platzieren. Wohingegen der Ariel dann eher der ist, der sich dann mit dem Programmierer noch bis tief in die Nacht über ganz komplexe Probleme unterhält und dementsprechend auch hier dann sein Bestes von sich gibt. Und ich denke, es ist auch ein Trend, der sich im SEO-Bereich zeigt. Ist da ganz klar, dass man nicht auf allen Disziplinen gleichzeitig Experte sein kann. Und sieht man auch an Universal Search, dass da wirklich viele einzelne Bereiche inzwischen dazu kommen. Und ganz alleine kann man nicht jeden Fall lösen. Und gerade auch, wir waren beide bei Search Quality, haben teilweise auch beide unterschiedlichere Meinungen manchmal, unterschiedliche Meinungen. Und wenn man dann gegenseitig diskutiert, kommt man manchmal schon zu so einem gewissen Conclusion und es ist dann auch gut so, ja. Also es ist besser. Unterschiedliche Meinungen sind immer wichtig, ne? Und es gibt auch oft nicht den Goldenen Weg.</p>
<p>Alpar: Und wie ist das jetzt mit Ariel? Der ist ja auch nicht immer in Deutschland, oder? Ich habe jetzt schon verstanden, dass ihr auch international irgendwie einiges machen wollt.</p>
<p>Weber: Genau, also der Ariel ist ja auch als Muttersprachler eigentlich, er hat zwar nicht die brasilianische Staatsbürgerschaft, aber ist vom Muttersprachlichen her oder da ist er am meisten aufgewachsen, in Brasilien tätig. Da ist es auch ein bisschen anders. Da hat er eigentlich ein sehr konkurrenzloses Feld, würde ich mal behaupten, wo er auch teilweise berät. Und er lebt dann das Jetset-Leben und hüpft dann eigentlich zwischen Brasilien und Europa eigentlich ständig hin und her. Seine Freundin lebt noch in London. (Alpar: Oh.) Und ja, da gibt es dann immer noch/</p>
<p>Alpar: Er lebt viel im Flieger.</p>
<p>Weber: Er lebt viel im Flieger und ich sehe ihn eigentlich auch nur zu den Workshops. Nee, nicht ganz, aber/ (lacht) Aber ja.</p>
<p>Alpar: Okay, aber er macht dann keine Personalführung bei webhelps, sondern ist eher beratend tätig?</p>
<p>Weber: Nee, nee. Also er ist absolut nur der Berater. Und gerade auch natürlich vor allem im technischen Bereich und alles andere nehmen wir von seinen Schultern weg. Absolut, klar. Dafür ist er auch viel zu kostbar und hat ja auch nur sein begrenztes Zeitbudget, gerade als Berater. Und da muss man natürlich gucken, dass man die Sachen, die einen nur aufhalten, auch von den Schultern nimmt. Aber gleiches versuche ich bei mir natürlich auch.</p>
<p>Alpar: Okay. Wie ist das denn? Du bist ja öfter mal auch als Speaker auf Konferenzen. Wie ziehst du dir denn das nächste Thema aus der Nase? Also wie kommst du denn darauf, worüber du als nächstes mal referieren könntest?</p>
<p>Weber: Ja. Heute bin ich ja dann/ Am Besten ist, wenn man eine gewisse Zeit offline unterwegs ist. Ist unglaublich, da kommen einem echt die besten Einfälle. Entweder ist es beim Joggen oder heute bin ich eigentlich den halben Tag durch Berlin gelaufen. Also ich bin heute vom Ku&#8217;damm hier rüber gelaufen zum Prenzlauer Berg. (Alpar: Wow! Das ist eine ordentliche Strecke.) Und habe da schon echt ein paar witzige Ideen wieder aufgeschnappt, die ich dann unter Umständen als Thema verwenden könnte. Und ein paar gute Fotos kann man immer schießen, die man auch in Präsentationen einbauen kann. (Alpar: Ja.) Gerade im kreativen Berlin. Das ist dann in München teilweise schon immer ein bisschen schwieriger.</p>
<p>Alpar: Da gibt es nicht so viele Wandschmierereien.</p>
<p>Weber: (lachend) Genau.</p>
<p>Alpar: Wir schicken euch ein paar, kein Problem.</p>
<p>Weber: (lacht) Absolut, ja.</p>
<p>Alpar: Super. Okay. Dann vielen Dank für das Interview.</p>
<p>Weber: Dankeschön. Hat mich sehr gefreut.</p></blockquote>
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		<itunes:subtitle>Heute findet ihr das Interview mit Jonas Weber von Webhelps.

Das Interview findet ihr auch bei iTunes, Youtube und als Transkription im Post.
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Alpar: So, wir sind hier beim OM-Report heute mit dem Jonas Webe[...]</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Heute findet ihr das Interview mit Jonas Weber von Webhelps.

Das Interview findet ihr auch bei iTunes, Youtube und als Transkription im Post.
&#160;

Transkription des Podcast:
&#160;
Alpar: So, wir sind hier beim OM-Report heute mit dem Jonas Weber.
Weber: Hallo, wie geht es?
Alpar: Ja, alles fein. Du bist mir fast entkommen. Das Interview wäre fast daran gescheitert, dass die Batterien alle waren. Aber tatsächlich haben wir in einer beliebigen Kneipe mitten in Berlin, haben die freundlichen Kellnerinnen Batterien. Ist das auch was, was du in München erwarten würdest?
Weber: München, weiß ich nicht. Ich kann eher von meiner schwäbischen Heimat sprechen. In Stuttgart wären sie wahrscheinlich viel zu sparsam, um Batterien herauszurücken.
Alpar: Sehr gut. Zumal eben kein Preis vorher vereinbart wurde, ein Traum. Würde man sich vom freundlichen Berlin gar nicht glauben. Jonas, was hast du denn früher für Musik gehört, während du dir Internetseiten angeschaut hast, um sie vielleicht anders zu beurteilen?
Weber: Ich habe selbst gar keine Musik gehört. Gegenüber von mir, da war einer, der hat sehr stark Heavy Metal gehört. Und so laut aus seinen Kopfhörern, dass ich nichtmal meine Kopfhörer aufsetzen musste, um meine Musik einzulegen. Sondern habe bei ihm mitgehört.
Alpar: Okay. Und hast du irgendwie so ein Gefühl für so eine Statistik, in welche Musikrichtung die meisten Quality Mitarbeiter von Search Quality, Mitarbeiter von Google tendieren? Sind die meisten eher so Heavy Metal-mäßig unterwegs oder gab es so eine starke Klassikfraktion oder so Gangster Hip-Hop vielleicht auch so?
Weber: Ich würde sagen, es war von allem ein bisschen dabei. Es war sehr vielfältig. Und ja, es gab aber auch natürlich sehr viele Heavy Metal-Personen und ich glaube, das kam auch ein bisschen auf die Tagesstimmung drauf an. (lacht) Und dementsprechend ging das dann auch so weiter. Aber ja, es gab auch viele, die haben sich wirklich nur auf ihren Job konzentriert. Und es gibt ja auch ein paar strategischere Arbeiten, die man da angehen muss und nicht nur hier/ (lacht)
Alpar: Okay. Okay. Bei Google ist ja oft alles irgendwie sehr bunt im Office. Da hast du auch irgendwie total lustige, knuffige Tierchen auf deinem Schreibtisch gehabt oder irgendwas besonders Spleeniges? Oder kann man auch ohne Spleens bei Google sein?
Weber: Also die schöne Zeit war ja auch immer, wenn es dann die Fußball-WM oder -EM gab. In einem europäischen Office, das werdet ihr ja von euch auch kennen in eurem international ausgerichteten Office. Und als Deutschland dann relativ erfolgreich während der EM gespielt hat, hatte mir mal irgendwann jemand den German Hammer geschenkt, ja? Das war so ein ganz großer aufblasbarer Hammer in den deutschen Nationalflaggen. Und hat sich eigentlich auch ganz gut für meinen Job als kleines Symbol geeignet. Und der lag dann eigentlich die ganze Zeit auf meinem Tisch herum. Und als wir dann gegen die Türkei gewonnen haben, dann habe ich den bei den Türken drüben hingelegt. Die haben ihn dann zurückgeworfen. War ganz witzig. (lacht)
Alpar: Ja, aber der Hammer ist in Dublin geblieben oder ist er mitgekommen zu webhelps?
Weber: Ja, der Hammer ist in Dublin geblieben.
Alpar: Ach, Mist. Aber dein neuer Job, der ist doch auch hammer. Ich habe gerade in der Website-Boosting eine Agentur im Portrait gesehen von euch. Ist ja ziemlich beeindruckend. Also ich glaube, es ist zumindest das erste von mir bewusst wahrgenommene Agenturinterview in der Agenturportrait, in der Website-Boosting. Wie viel hat das gekostet?
Weber: Kein Kommentar.
Alpar: (lacht) Nur Spaß. Ich vermute fest, dass Mario das nicht bezahlt gemacht hat.
Weber: Ja, also der Mario sagt ja selbst, dass es bei ihm oft Anfragen gibt, ob man PR einkaufen kann. Und er verneint das. Also bei ihm kommt es wirklich auf die Inhalte drauf an.
Alpar: Das und die Menge Links.
Weber: (lacht) Genau. Also ich denke, er macht einen so guten Job in allen Bereichen, dass er es gar nicht braucht, sich hier [...]</itunes:summary>
		<itunes:author>Andre Alpar</itunes:author>
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	</item>
		<item>
		<title>Folge 13 &#8211; (Übersetztes) Interview mit Duane Forrester</title>
		<link>http://www.omreport.de/folge-13-uebersetztes-interview-mit-duane-forrester/</link>
		<comments>http://www.omreport.de/folge-13-uebersetztes-interview-mit-duane-forrester/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 08:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andre Alpar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online Marketing Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[bing]]></category>
		<category><![CDATA[bing seo]]></category>
		<category><![CDATA[bing webmaster outreach]]></category>
		<category><![CDATA[microsoft]]></category>
		<category><![CDATA[seo usa]]></category>

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		<description><![CDATA[In diesem Artikel findet ihr die deutsche Transkription des englischen Duane Forrester Interview. Wer Duane nicht kennt: Der ist sowas wie Matt Cutts nur von Bing Wenn ihr das Interview direkt sehen wollt findet ihr es bei iTunes oder Youtube, &#8230; <a href="http://www.omreport.de/folge-13-uebersetztes-interview-mit-duane-forrester/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Artikel findet ihr die deutsche Transkription des <a href="http://www.omreport.com/episode-1-interview-with-duane-forrester/">englischen Duane Forrester Interview</a>. Wer Duane nicht kennt: Der ist sowas wie Matt Cutts nur von Bing <img src='http://www.omreport.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-large wp-image-210" title="OMReport - Duane Forrester" src="http://www.omreport.de/wp-content/uploads/2011/07/P3240198-1024x768.jpg" alt="" width="512" height="384" /></p>
<p>Wenn ihr das Interview direkt sehen wollt findet ihr es bei <a href="http://itunes.apple.com/podcast/id460956810?l=en">iTunes</a> oder <a href="http://www.youtube.com/playlist?p=PL3938D2E7DB0BC322">Youtube</a>, oder auf dem OMReport.com Podcast unter <a href="http://www.omreport.com/episode-1-interview-with-duane-forrester/">OMreport.com &#8211; Episode 1: Duane Forrester</a> als Podcast.</p>
<p><span id="more-119"></span></p>
<blockquote><p>Alpar: Heute haben wir im OMReport ein spezielles Interview. Stell dich doch bitte kurz vor und welche Position du bekleidest.</p>
<p>Forrester: Ja, mein Name ist Duane Forrester. Ich bin Senior Product Manager bei Bing, der Suchmaschine, und mein eigentlicher Job ist die Betreuung des Webmaster Programm für Bing. Also das Forum, die Community, den Blog und die Tools an sich.</p>
<p>Alpar: Okay, wie kommt es das du eine SEO-Clinic während der SES machst? Das ist verwirrend …</p>
<p>Forrester: (Lacht) Weil ich in den letzten zehn Jahren ein In-House SEO gewesen bin. Ich habe mit einer kleinen Firma im Osten von Kanada angefangen und bin dann als SEO zu MSN in den USA gekommen. Ich kenne also das Small-Scale, wie auch auch das Large-Scale SEO-Buisness, weil ich es für ein Jahrzehnt gemacht habe. Nachher wollen wir also ein bisschen rekapitulieren. Es ist eine super Gelegenheit für mich den Leute zu helfen zu verstehen was wirklich relevant ist und ebenfalls das ganze aus der Sicht der Suchmaschinenentwickler zu beleuchten. Nämlich worauf wir wirklich achten.</p>
<p>Alpar: Okay, aber hast du wirklich deine Ansicht verändert? Ich meine als In-House SEO musstest du den praktisch den Algorithmus reverse-engineeren. Hast du jetzt mehr Informationen seid du, du weist schon, auf die andere Seite gewechselt hast?</p>
<p>Forrester: Ich habe mittlerweile ein völlig andere Sicht auf die Sache, ja (Lacht)</p>
<p>Alpar: Okay, okay.</p>
<p>Forrester: Nicht worüber ich sprechen könnte, aber ja.</p>
<p>Alpar: Nein, nein, nein, keine Sorge. Ich kenne einige SEOs die wirklich erfolgreich auf kleinen bis mittelgrossen Projekten sind. Aber wenn du denen eine Long-Tail Webseite mit ein paar Millionen Sub-Pages gibst sind sie verloren. Ausserdem merken sie dann, dass sie noch nicht einmal die Kapazität für das Projekt haben. Woher hast du also gewusst das du MSN stemmen konntest?</p>
<p>Forrester: Nun ja, es war ein Szenario wo ich, wie die meisten Leute, mit meiner eigenen Webseite gestartet bin und einfach ein bisschen rumgespielt habe. Sogar in den Zeiten vor Google, wo man noch einfach mehr Keywords hinzufügen konnte und den Mitbewerber nicht bewertet hat. Dann hat man es sich am nächsten Tag wieder angeguckt und es ist einfach gewachsen. Irgendwann bin ich dann an einen Punkt gekommen, an dem ich zum Online Marketing gekommen bin. Ich habe im Marketing gearbeitet für Casinos in Kanada, welche von Caesars Palace betrieben wurden. Mein Background im Marketing mit meiner Erfahrung im Online Bereich haben mich also zum Online Marketing geführt. Die Firma bei der ich angefangen habe war relativ klein. Wir hatten so zehntausend Seiten und Ich glaube ich war Angestellter Nummer 11 oder 13 oder so. Als ich gegangen bin hatten wir 200 Mitarbeiter und hunderttausende Seiten. Wir sind also erst mit der Zeit gewachsen. Während das passiert, trifft man auf andere Grössenordnungen, denn es ist einfach eine Website auf den Namen eines Pitchers zu optimieren. Es ging in diesem Beispiel um eine Sportwebseite. Aber wenn du das für alle Teams in allen Ligen machen musst wird dass eine ganze Menge Arbeit.</p>
<p>Dann wenn es um Statistik-Seiten geht. Das Zeug ändert sich ständig und wir haben einen extra Layer für den Vergleich der Statistik zwischen Teams gemacht. Diese Seiten wurden dann on the fly generiert. Man lernt also mit der Zeit wie du solche Sachen in einem grösseren Massstab macht. So wie man irgendwann merk, dass man nicht jedes einzelne Title-Tag per Hand schreiben kann. Was man stattdessen machen muss ist mit den Editoren zusammenarbeiten und ihnen beibringen, dass wenn sie etwas schreiben, es immer auf die richtigen Keywords ausgerichtet sein muss. Denn wenn sie dann die Texte produzieren, hast du du am Ende ein Super Produkt. Man muss herausfinden was der beste Weg ist, ein Meta Description Tag zu automatisieren. Nämlich den besten Teil deines Content herauszufinden und dort reinzupacken usw.</p>
<p>Alpar: Hast du dir die ganzen im Alleingang beigebracht, oder hattest du so etwas wie einen Mentor, welcher dir mit schwierigen Fällen geholfen hat?</p>
<p>Forrester: Nun ja es ist interessant anzumerken, dass &#8230; Nein, es ist witzig, weil wenn ich zurück gucke, stelle ich fest,dass ich damals dachte ich hätte schon zu spät damit angefangen. Ich habe in den Foren begonnen, stellte Fragen und habe dann selber welche beantwortet. Ich wurde sogar in einem Forum als Moderator ausgewählt. Ich habe dann sogar wirklich jemanden kennengelernt welcher für mich wie ein Mentor war. Wir habe Ideen ausgetauscht und neue Sachen ausprobiert, es hat einfach gut funktioniert. Er war auch derjenige, welcher mir geraten hat mein erstes Buch zu schreiben (Lacht). Dann habe ich es herausgebracht &#8230;</p>
<p>Alpar: Und so bist du dann zu MSN gekommen?</p>
<p>Forrester: Na ja, es wurde auf meinem Blog gepostet, und durch meine ganzen Arbeiten ist MSN dann auf mich aufmerksam geworden und hat mich auf ein Interview eingeladen. Danach hat sich mein Leben total verändert (Lacht).</p>
<p>Alpar: So, wie viele Mitarbeiter hat Microsoft denn?</p>
<p>Forrester: Weltweit &#8230; weltweit sind es mehr als 1000.</p>
<p>Alpar: Okay.</p>
<p>Forrester: Ja.</p>
<p>Alpar: Wie war dass dann für dich, war es wie das täglich Business Life? Ich meine mit 200 Mitarbeitern kennst du wahrscheinlich jeden zumindest vom sehen, aber Microsoft ist für mich eine solche riesige Firma ..</p>
<p>Forrester: Sind sie auch. Aber du musst beachten, dass innerhalb von Microsoft auch verschieden Abteilungen sind, nicht?</p>
<p>Alpar: Ja richtig.</p>
<p>Forrester: Also, da wo ich bei MSN gearbeitet habe, und auch da wo ich jetzt bei Bing bin, sind es sehr kleine Teams, die sehr spezielle Sachen machen. Wenn du da etwas machen muss, kannst du nach wie vor einfach rübergehen und mit jemanden reden. Der Unterschied ist nur die Grössenordnung. Bei MSN zum Beispiel, wenn du dort sagst: &#8220;Wir müssen ein Title Tag ändern. Das Logo ist aktuell vorne, aber es muss nach hinten.&#8221; Wenn du das bei MSN machst ist die Änderung direkt auf 10 Millionen Seiten, nicht auf 100 oder 1000.</p>
<p>Alpar: Bist du dadurch vorsichtiger, weil sich der Effekt direkt auf so viele Seiten auswirkt?</p>
<p>Forrester: Natürlich, natürlich.</p>
<p>Alpar: Würdest du dann erst Tests auf eine subset von, sagen wir, 10.000 Seiten machen und es danach auf alle Millionen Pages deployen, oder &#8230; ?</p>
<p>Forrester: Nein, typischerweise nicht, denn worauf wir mehr achten müssen ist &#8230;</p>
<p>Alpar: Du hast also ein gutes Bauchgefühl dabei (lacht)</p>
<p>Forrester: Nun ja, das ist sicher ein Teil, nicht?. Ein Teil ist sicher auch, dass man mit einem Team von Experten arbeitet. Denn, du weisst sicher, MSN hat ein weltweites Team von SEO Experten.</p>
<p>Alpar: Wie viel denn ungefähr?</p>
<p>Forrester: Als ich dort war, waren es glaube ich sieben, nur an diesem Standort.</p>
<p>Alpar: Und die waren alle gleich gut, also auf einem Level, oder waren sie eher unterschiedlich?</p>
<p>Forrester: Nein, die waren alle auf einem Level; Aber wir hatten einen, welcher als Teamleader fungiert hat.</p>
<p>Alpar: Der war also gleicher als die anderen, ja.</p>
<p>Forrester: Genau, er musste den Sack voll Flöhe hüten.</p>
<p>Alpar: Und dass warst dann du, oder?</p>
<p>Forrester: Nein, das war mein deutscher Kollege Frank Gosch. Ein super Kerl. Er lebt in London und irgendwie vermisse ich ihn. Was wir dann aber gemacht haben, wenn eine Arbeit zu machen war, haben wir nicht gesagt, hier ist SEO und dass hat Vorrang. Sondern wir mussten auch beachten, dass wir Entwickler brauchen um die Arbeit umzusetzen. Das braucht Zeit und hat eine gewisse Last für unsere Firma. Daher war nicht nicht nur unser Projekt entscheidend, sonder auch welche anderen Projekte für die Firma aktuell wichtig waren.</p>
<p>Alpar: Ihr musstest also abwägen was am wichtigsten ist.</p>
<p>Forrester: Genau. Bevor man also überhaupt zur eigentlichen Realisierung gekommen ist, war man mit allen möglich Sorten des Planens und &#8230;</p>
<p>Alpar: Ich denke du musst halt auch rechtfertigen, ob das Projekt den Aufwand wert ist, oder ob nicht einfach nur die SEO Jungs machen was sie denken, was wichtig ist.</p>
<p>Forrester: Exakt. Und ich meine, versteh mich nicht falsch, aber wir sind eine Gruppe SEO Jungs, die machen was sie denken das wichtig ist.(Lacht). Obwohl wir unseren Finger jetzt auch nicht direkt am Abzug haben oder irgendwelche Knöpfe drücken.</p>
<p>Alpar: Du musst also entscheiden, und sicherstellen, dass es die Arbeit wert ist. Und nicht einfach des Machens wegen gemacht wird.</p>
<p>Forrester: Ja genau. Das ist denke ich auch die grösste Veränderung, wenn du in einer kleineren Firma gearbeitet hast. Dort wirst du als der Experte an der Spitze gesehen. Es ist einfacher für dich einfach rüberzugehen und zu sagen: &#8220;Hey Craig, kannst du das mal gerade für mich machen?&#8221;. Und Craig vertraut mir, also macht er es. Jetzt allerdings ist es &#8230;</p>
<p>Alpar: Ein Prozess &#8230;</p>
<p>Forrester: Das ist WAS ich mach muss. Willst du den Prozess anpassen, sagen was das Ergebnis sein soll, musst du es rechtfertigen. Dann übernimmt das jemand anders und …</p>
<p>Alpar: Und auch die Kosten vergleichen.</p>
<p>Forrester: Genau. Jemand nimmt alle diese Faktoren, Nicht nur von meinen Projekten, sondern für alle. Und dann ermittelt er was am Ende gemacht wird. Danach …</p>
<p>Alpar: Okay. Es ist schwer fur mich mir vorzustellen, wie ich bei MSN arbeiten würde. Würde ich dann Optimierung machen und dann denken: Hey, Google wird mir Traffic schicken? Ist das etwas worüber du nachdenkst, oder …?</p>
<p>Forrester: Oh, na klar!</p>
<p>Alpar: Wirklich?</p>
<p>Forrester: Es ist eine Website wie jede andere auch, oder? Also &#8230;</p>
<p>Alpar: Wenn ich Google wäre … und wahrscheinlich würde ich Microsoft nicht leiden können (lacht) … dann würde ich wahrscheinlich … Na ja denkst du denn das alle Fair-Play spielen?</p>
<p>Forrester: Ja, grösstenteils schon. Und jetzt kommt warum: Der Job der Suchmaschine ist es die Ergebnisse für etwas zurück zu liefern. Also, wenn die Suchmaschine entscheidet, dass eine Mitbewerber aus dem eigenen Index entfernt wird, dann geht das stark auf Kosten der Relevanz im Index. Das ist keine gute User Experience, okay? Das ist einfach keine gute Entscheidung, denn es blockiert den User. Aber das ist ja eigentlich unser Kerngeschäft, deswegen müssen wir es anzeigen</p>
<p>Alpar: Es geht also um die Langezeit Perspektive.</p>
<p>Forrester: Genau. Es ist genau, wie wenn du ein Fenster in deinem Haus hast und ein Stück Pappe vor einen Teil davon hängst. Du bekommst nicht mehr die volle Aussicht und keiner will das.</p>
<p>Alpar: Wer sind denn typische Mitbewerber von MSN?</p>
<p>Forrester: Typischerweise grössere Portale wie Yahoo &#8230;</p>
<p>Alpar: Neue Seiten, oder ähnliche Seiten wie diese sind generell sehr interessant.</p>
<p>Forrester: Ja, Genau. Allgemeine Informationen, Entertainment, solche Sachen halt.</p>
<p>Alpar: Also MSN ist nur der Inhalt. Es ist nicht, wo man auch sein Windows kauft .. dass ist nicht MSN?</p>
<p>Forrester: Nein, das ist ein anderer Bereich.</p>
<p>Alpar: Ok. So, also ihr hattet sieben Leute nur für MSN?</p>
<p>Forrester: Global, ja.</p>
<p>Alpar: Wow! Das ist eine Menge.</p>
<p>Forrester: Ja, ja, aber es ist &#8230;</p>
<p>Alpar: Aber auf der anderen Seite, halt auch die Menge an Seiten &#8230;</p>
<p>Forrester: Es ist ein riesengrosses Projekt.</p>
<p>Alpar: Okay, auf welche Statistiken hast du geguckt? Denn MSN ist ja eher wie ein Publishing Business, da sind keine Leads, keine Sales, oder?</p>
<p>Forrester: Richtig.</p>
<p>Alpar: Ich würde … Ich meine für Hotmail könnte man sicher Leads oder ähnliches generieren.</p>
<p>Forrester: Diese Art von Werbung ist über ganz MSN verteilt.</p>
<p>Alpar: Ja, sicher. Aber nochmal, du zielst doch auf den Maximum Reach denke ich?</p>
<p>Forrester: Ja, Genau.</p>
<p>Alpar: Das hört sich ja wie das typische Ziel eines Verlagshaus an.</p>
<p>Forrester: Ja Genau. Wir optimieren unseren Inhalt um Traffic auf die Seite zu bekommen. Das ist unser Primärziel.</p>
<p>Alpar: War es denn nur US, oder hast du auch Ideen für ….</p>
<p>Forrester: Nein, nein. Jeder Markt, global.</p>
<p>Alpar: In welchem Markt warst du denn besonders aktiv?</p>
<p>Forrester: Mein Hauptgebiet war US und Amerika. Also Kanada, USA, Brasilien, Mexiko, Guatemala und alle Zentral-Südamerikanischen Länder, wo MSN eine Präsenz hat.</p>
<p>Alpar: Okay, lass uns darüber sprechen. Hattest du verschiedenen Content für die verschiedenen spanischen Märkte. Oder hattest du zusätzlichen lokalen Content?</p>
<p>Forrester: Jap! Das hängt vom Markt ab. Es war immer eine lokale Komponente dabei, und meistens gab es gemeinsame Sprachen. Oder etwas war eine lokale Information, dann wurde sie für alle Gebiete verwendet.</p>
<p>Alpar: Okay, was hast du dann mit dem Duplicate Content gemacht?</p>
<p>Forrester: Das ist auch die niemals endende Story, oder? (Lacht) Es gibt … und dass ist die gute Sache daran … Wenn die Suchmaschinen sich auf eine Region angucken, wenn sie dann auf das regionale Level runtergehen, dann gucken sie auch auf diesem Level. Wenn du also nach Kolumbien gehst, könnte ein Artikel in Kolumbien erscheinen. Gleichzeitig erscheint der Artikel auch in Guatemala, weil in beiden Ländern Spanisch gesprochen wird. Es ist die gleiche Sache, aber andere URLs, und somit auch verschiedene Marktplätze. Es ist also nicht wirklich Duplicate Content, da es einen Markt im Fokus hat. Das ist dann der Punkt wo diese globalisierte Suche sich für grosse Publisher auszahlt.</p>
<p>Alpar: Und hattet ihr verschiedene Top-Level Domains für jedes Land. Oder hattet ihr Sub-Folders und Subdomains?</p>
<p>Forrester: Es waren im grossen und ganzen Subdomains, ja.</p>
<p>Alpar: Wie fühlt es sich denn an in diesem Markt zu arbeiten? Ich würde sagen, rein aus dem Bauchgefühl heraus, dass es ein bisschen einfacher und weniger Konkurrenzorientiert ist als im US Markt.</p>
<p>Forrester: Es ist sehr verschieden vom US Markt. Es gibt viel Wettbewerb in den US, aber der Wettbewerb in den anderen Märkte neigt dazu schon sehr stark verwurzelt zu sein. Zum Beispiel der grösste Fernsehsender in Brasilien hat zufälligerweise auch das grösste Internetportal in Brasilien. Damit können sie die Fernsehabdeckung als Hebel benutzen um die Leute auf die Webseiten zu bringen. So wurde es &#8230;</p>
<p>Alpar: Und in jedem Land habt ihr solche Medienriesen mit starken Websites?</p>
<p>Forrester: Richtig.</p>
<p>Alpar: Und MSN ist nur einer davon.</p>
<p>Forrester: Genau. Es wird damit schon zu einer Herausforderung, richtig? Denn es ist nicht wie in den US. Dort ist MSN einer der grössten Player am Markt. In Brasilien sind sie ein weitaus kleinerer Mitspieler. Und wir müssen sehr kreativ sein in dem was wir dort machen. Ich ziehe meinen Hut vor den Leuten in Brasilien, denn sie sind unglaublich, mit dem was sie mit MSN dort machen</p>
<p>Alpar: Okay. So, welcher Markt ist der stärkste? Ist es Brasilien, weil er so gross ist? Oder sind es … nun ja ich kenne mich dort in den Märkten nicht so gut aus.</p>
<p>Forrester: Nun ja, sie sind alle stark, okay? Der brasilianische Markt. Aber es sind ja nicht nur wir die wachsen. Das gesamte Internet wächst dort unten. Weisst du, die Nutzerrate von hohen Mobilfunk-Nutzungen schiess geradezu in den Himmel. Die Anzahl an Leuten, die in Brasilien online gehen ist immens. Ich meine, es ist ein riesen Markt als Land, nicht? Es ist also ein bisschen schwierig zu sagen wer der stärkste ist, denn die Stärken sind verschieden.</p>
<p>Alpar: Okay. Ist da ein spezielles Highlight das dir spontan einfallen würde, was dich an einem der Länder besonders begeistert hat.</p>
<p>Forrester:Also das einzige (lacht), dass für mich wirklich hervorsticht, ist die Arbeit mit den Leuten. Das ist der grosse Unterschied. SEO ist überall gleich, oder? Es gibt einige Unterschiede, wenn es Keyword-Recherche geht und man versuchen muss die Sätze oder Redewendungen von einer Sprache in die andere zu bringen usw. Aber das Arbeiten mit den Leuten … Wenn du mit denen arbeitest, dann ….</p>
<p>Alpar: Du hast also einen verschiedenen Arbeitsstil in den verschiedenen Ländern?</p>
<p>Forrester: Oh, Absolut, absolut. Also, Ich bin nach Brasilien gereist, und ich war völlig aus dem Konzept, weil ich es nicht gewohnt war um 2 Uhr Nachmittags Mittagessen zu essen. Dann Abendessen um 10 Uhr Nachts, Mitternacht ins Bett gehen und erst später am Morgen ins Büro zu gehen. Ich bin da eher der 5 Uhr morgens Typ, der früher ins Büro kommt. Du triffst also auf diese Kulturbarriere und die denkst: „Wow!“ (Lacht) Aber es war eine unglaubliche Umgebung, Ich habe mich gefühlt, als ob &#8230;</p>
<p>Alpar: Wie lange hast du denn gebraucht um dich einzugewöhnen?</p>
<p>Forrester: So ungefähr zwei Tage (lacht). Ja, es war einfach super, einfach super.</p>
<p>Alpar: Das muss doch sicher anstrengend gewesen sein.</p>
<p>Forrester: Klar, Ich meine du kennst all die Leute. Du fühlst dich als würdest du in einer grossen Familie arbeiten, ok? Du bist in Telefon-Konferenzen mit denen jede Woche. Du siehst sie im Büro, se fliegen in die USA, oder du fliegst nach Brasilien. Ich meine du kennst diese Leute richtig.<br />
Alpar: Kannst du denn früh genug aufwachen?</p>
<p>Forrester: Nun ja, ich war sowieso wach, nicht? (Lacht) Obwohl mich die Zeitverschiebung umbringt &#8230; sechs Stunden.<br />
Aber man hat dieses starke Familiengefühl. Wenn ich dann ins Büro gehe, habe ih mich nicht gefühlt, als wenn ich in ein Büro gehen würde. Es hat sich angefühlt, als wie wenn man sich mit Familienmitgliedern tritt. Die Gespräche waren offen, gingen hin und her, die Leute haben Sachen auch sofort mal ausprobiert …</p>
<p>Alpar: Ist es der herzliche Charakter, der hier ins Spiel kommt?</p>
<p>Forrester: Das ist genau das Gefühl das ich habe. Ich habe schon einige Reisen gemacht und es scheint keinen Unterschied zu machen, ob ich Tourist bin oder für ein Meeting unterwegs bin. Es ist der gleiche Vibe, oder? Es ist grossartig, Ich liebe es mit Leuten aus den USA und Europa zusammen zu arbeiten. Ich bin noch keinem bis jetzt begegnet, mit dem ich nicht klar gekommen bin. Jede Kultur die ich bis jetzt kennengelernt habe ist hungrig nach Wissen. Sie wollen Lernen, Wachsen und erfolgreich sein. Und genau das, haben wir alle gemeinsam. Es ist schon ziemlich erstaunlich.</p>
<p>Alpar: Okay. Ist es denn … lass uns ein bisschen auf der SEO Seite bleiben … Ich denke ich bin nämlich etwas abgedriftet(Lacht). Du merkst bestimmt wie gut ich auf das Interview vorbereitet bin. Denkst du jetzt, da Bing an Reichweite gewinn, ist es mehr Spam ausgesetzt, oder weniger, oder …?</p>
<p>Forrester: Ich denke das Konzept, mehr Spam entgegengestellt zu sein, existiert immer, egal welche Grösse du hast. Ständig denkt jemand er kann ein Gebiet völlig ausschöpfen. Die denken die können sie schaffen es zu 100%. Unser Fokus ist also darauf, alles zu tun um damit klar zu kommen. Und das ist ein fortlaufender Prozess. Ich meine er ist immer präsent. Jeden Tag, mehrmals, wird daran gearbeitet, dass wir auf dem neusten Stand sind. Die Gebiete, die wir auf unserer Seite verbessern müssen, wenn wir neue Muster erkennen, dann erfassen wir diese. Dann testen wir sie um sie wirklich zu verstehen. Das ist der Weg wie wir es angehen müssen, immer vorwärts gehen.</p>
<p>Alpar: Also ist dieser Prozess eine Zusammenfassung &#8230; Bei anderen Suchmaschinen, wo die Quality Search Analysts auf der einen Seite von oben drauf gucken. Dann sehen die mehr Kosten pro User Input. Die denken also über Qualität und dann über Feedback nach, ist das richtig?<br />
Forrester: Das einzige was ich dir dazu sagen kann ist, das wir kontinuierlich daran arbeiten. Den eigentlichen Prozess und wie es alles funktioniert, daran kann ich nicht wirklich etwas machen.</p>
<p>Alpar: Okay, wir waren auch in der Session darauf gespannt … in der SEO Clinic, wo du wirklich ein paar mal erwähnt hast …</p>
<p>Stimme: Drei Mal</p>
<p>Alpar: Drei mal mindestens, drei oder vier mal, etwas über Keyword Dichte. Das ist etwas worüber ich mir nicht so viele Gedanken mache.<br />
Sind es wirklich solche Sachen die du für Wichtig erachtest und überprüft ihr wirklich alle Keywords auf der Site? Oder reduziert ihr die Sachen auf den Wortstamm und überprüft dann die prozentuale Auftrittswahrscheinlichkeit. Und dann ….</p>
<p>Forrester: Also, ich habe niemals Keyword-Dichte gesagt. Diese Wörter habe ich nie benutzt.</p>
<p>Alpar: Keyword-Stuffing, das hast du gesagt.</p>
<p>Forrester: Richtig, Keyword-Stuffing habe ich gesagt. Es ist interessant, dass du die Keyword-Dichte erwähnst, da …</p>
<p>Alpar: Also du hast dich auf diese Information bezogen &#8230;</p>
<p>Forrester: Ja, ich musste über das automatische Keyword Tagging sprechen, weil die Leute sprichwörtlich die Keywords stapeln und dass sollte nicht so sein. Was auch eigentlich klar sein sollte.</p>
<p>Alpar: Du meinst also, die Beispiele waren nicht gerade Expertenwissen &#8230;</p>
<p>Forrester: Genau. Aber das Thema Keyword Dichte, dass ist ein Thema wo die Leute drauf stossen und wirklich sagen: „Ich muss das wirklich auf den Punkt bringen, Ich muss die prozentuale Verteilung kennen.“ Man sollte nicht auf Keyword Dichte optimieren, oder herausfinden ob 9% Keywords oder 5% Keywords richtig sind. Man sollte guten Content schreiben. Sich auf ein Keyword fokussieren und den Content darauf optimieren, unique sein und es sich laut vorlesen. Wenn es sich gut anhört, wenn man es laut vorliest, dann ist es mit ziemlicher Sicherheit gut. Wenn es sich so anhört, als würde man das Keyword zu oft erwähnen, sollte man es auch weniger erwähnen.</p>
<p>Alpar: Okay, denkst du führende SEO&#8217;s stimmen da mit dir überein?</p>
<p>Forrester: Manche ja, manche nein. (Lacht) Es ist … ich meine, dass ist typisch … jedesmal<br />
wenn man sich mit SEO&#8217;s unterhält bekommt man eine Fülle an Antworten. Vor Fünf oder Sechs Jahren war ich ein grosser Verfechter von Keyword Dichte. Darüber herauszufinden, was es genau war und es dann darauf einzustellen und alles darauf zu optimieren. Dann fiel mir eines Tages auf, dass jede einzelne Seite gegen jede andere gewertet wird, gegen die sie kämpft. Es gibt also keinen Weg, herauszufinden wo die beste Keyworddichte liegt.</p>
<p>Alpar: Aber man ja anfangen zu analysieren, wenn man auf eine begrenzte Menge an Themen abzielt. Man kann analysieren was die durchschnittliche Keyword Dichte für einen Themenbereich ist und dann die Keyword-Dichte ein bisschen über diesen Durchschnittswert legen.</p>
<p>Forrester: Okay.</p>
<p>Alpar: Das macht doch Sinn, oder?</p>
<p>Forrester: Wie viel Zeit kostet dich das …?</p>
<p>Alpar: Das muss natürlich automatisiert werden, das geht nicht in Handarbeit.</p>
<p>Stimme: Mit einem Skript.</p>
<p>Alpar: Mit dem Skript, Ich meine &#8230;</p>
<p>Forrester: Du produzierst den Content also streng nach Plan und es wird also kein Unique Content?</p>
<p>Alpar: Nein, nein; Ich meine man kann schon Unique Content haben. Sagen wir, typische Sachen wie … Ich meine das sind ziemlich fortgeschrittene Themen nicht?</p>
<p>Forrester: Ja.</p>
<p>Alpar: Also wer würde so etwas machen? Wahrscheinlich eine Preisssuchmaschine, welche praktisch nur von SEO lebt, richtig? Die würden also &#8230; sagen wir in den Kategorien haben die überall Unique Content. Den haben sie legitimerweise. Dann aber, gibt es wieder Bereiche auf der Seite, wo man das ein oder andere Keyword hinzufügen kann, wenn mann denkt, dass es für diesen Themenbereich Sinn macht. Und man halt ein bisschen über dem Durchschnitt der Mitbewerber liegen will. Das würde schon Sinn machen oder?</p>
<p>Forrester: Es kann. Es kann Sinn machen &#8230;</p>
<p>Alpar: Das ist sehr speziell, es ist also nicht für jeden gedacht. Wenn ich etwas verkaufe, z.B. T-Shirts, dann ist das zu komplex. Wenn man dann nur 10 verschiedene Artikel hat ist es viel zu komplex. Wenn du aber eine grosse SEO Sache machst, dann macht das sehr wohl Sinn. Da würdest du mir recht geben oder?</p>
<p>Forrester: Ja schon. Aber für mich ist das nichts wo ich Zeit rein investiere. Sogar E-Commerce im grossen Stil, alle diese Sachen, dass sind keine Bereiche wo ich Zeit rein investiere. Einfach weil ich weiss, wonach die Suchmaschinen suchen, sie suchen nach Content. Tiefgehender, relevanter und vertrauenswürdiger Content. Wenn du mir also beweisen kannst, dass dein blauer Sweater der beste Sweater im Internet ist für jemanden der nach blauen Sweatern sucht. Dann werde ich diese Page wahrscheinlich als das Top-Resultat ausliefern. Wenn du das machst indem du ein paar Keywords auf der Seite hinzufügst … zusätzlich ist das nämlich nicht extra Content hinzufügen, sondern einfach nur ein paar Sachen mehr auf die Seite setzen. Wir können das erkennen, wir erkennen, dass es kein zusätzlicher Content ist, also kein zusätzlicher Text um das Produkt mehr en Detail zu beschreiben. Wir erkennen, dass es nur ein paar extra Worte sind, welche keine Relevanz haben.</p>
<p>Alpar: Okay. Was denkst du über Bilder und Videos? Ich denke, es hilft definitiv mit der Absprungrate und hilft dabei, dass die Leute die Seite besser wahrnehmen. Dann wiederum<br />
muss man sagen, dass Suchmaschinen dumm sind. Sie verstehen kein einziges Bild und kein einziges Video. Sie verstehen es einfach nicht. Ja, ich kann den alt-Text angeben, ich kann mein Audio und es transkribieren. Ich habe es in die Beschreibungs-Bereiche gepackt, aber sie haben die Bilder trotzdem nicht erkannt. Sie verstehen nicht was auf dem Bild zu sehen ist. Ich weiss, dass einige Suchmaschinen kleinere Firmen gekauft habe, welche versucht haben hier den Durchbruch zu schaffen. Was ist deine Meinung dazu? Es ist einfach so viel Arbeit diese grossen Bilder und grossen Videos zu erstellen, aber die helfen mir nur auf der User-Ebene. Sie helfen mir nicht mit dem On-Page Stuff und auch nicht mit dem Off-Page Stuff. Und das hört sich sehr teuer an.</p>
<p>Forrester: Es hat also einen Wert für dich, oder? Du würdest also darauf klicken, oder? Es ist also ein User Experience Thema, oder? Du willst sicher sein, dass wenn ein User auf deine Website kommt, dass sie auch lange darauf bleiben. Das machst du mit Videos, du machst das mit Audio. Mit Bildern und dem ganzen Zeug, denn das ist es, wonach Leute suchen. Sie suchen nach den vielen Fotos des einen Produkts, nach dem z.B. dem Video des RC-Helikopter in Aktion. Ein Freund von mir zerstört seinen mehrmals die Woche, er sucht also immer nach neuen.</p>
<p>Alpar:Wir haben nur einen in der Firma, und der wurde in weniger als einer Stunden zerstört. Das waren dann mal direkt 200 Euro dahin. (LAcht)</p>
<p>Forrester: Genau. Und du willst Video sehen von dem Ding, bevor du die 200 Euro ausgibst ….</p>
<p>Alpar: (Lacht) Es war ein kurzes Video.</p>
<p>Forrester: Aber es hat gereicht. Aber das ist der Punkt, nicht? Es ist die User Experience.<br />
Stell dir vor, wenn ich dir als das erste Ergebnis zeige und der User klickt darauf, geht auf die Website und bleibt auch darauf … Sie gucken auf die Fotos von dem Helikopter, sie gucken die Videos an, sie gucken die ganzen Sachen an und sind damit beschäftigt. Das ist es was ich sehe, ich sehe wie mich diese User bewerten, wie der User etwas anklickt und wie er meine Seite verlässt und auf diese Website geht.</p>
<p>Alpar: Und dann dort für eine Weile bleibt.</p>
<p>Forrester: Ich sehe sie nicht, wie sie wiederkommen, nicht? Das ist der grosse Unterschied zwischen uns beiden.</p>
<p>Alpar: Eine Frage direkt dazu. Du weisst, Page Speed … Page Speed ist auch ein wichtiger Faktor. Es fühlt sich an, als wäre es von fast irrelevant auf „richtig relevant“ angewachsen. Wenn du also 10 Bilder pro Produkt hast und drei Videos, dann wird meine Seite lange zum laden benötigen, wenn ich nicht auf Ansätze wie lazy Loading z.B. durch Ajaxrain setze. Denkst du Leute müssen mehr über Page Load und Content Erreichbarkeit nachdenken?</p>
<p>Forrester: Definitiv, es gibt dort eine Balance? Die meisten Webseiten, selbst wenn du dort etwas mehr Videos und Bilder hinzufügst, müssen sich keine Sorgen darüber machen.<br />
Weisst du, es ist etwas was man kennen sollte, weil es einen negativen Effekt auf die User-Experience haben kann. Wir sehen dass, wir senden einen Ping and die URL und die Uhr fängt an zu laufen und wir wundern uns worauf wir warten. Wir kennen natürlich auch den Unterschied zwischen einer langsamen Internetverbindung und einer durch die Komponenten der Website verursachten Verzögerung. Es ist also nicht, wie wenn du dir das von zu Hause angucken würdest und du feststellst: „Hey ich bin super schnell“, oder „Oh Ich bin so langsam, das ist ein Problem“. Das ist kein zuverlässiger Test.</p>
<p>Alpar: Man muss also beides in die Waagschale werfen und für sich einen Kompromiss finden.</p>
<p>Forrester: Wenn es meine Website wäre, würde ich in Richtung User Experience gehen. Das ist es worauf ich gucken würde, okay?</p>
<p>Alpar: Weil das Internet mit der Zeit sowieso schneller wird, oder weil du ….</p>
<p>Forrester: Alle diese Sachen, ja. Wir denken wir sehen ein Anwachsen der Bandbreite, wir sehen einen Geschwindigkeitsschub, wir sehen eine ganze Menge was sowieso passiert. Aber viel wichtiger ist, dass ein User wenn er kommt und nach etwas sucht, dann will er es auch finden. User warten generell ein bisschen, bis die Seite geladen ist. Der richtige Kick aber ist, wenn du dem User eine blitzschnelle Seite bietest, aber dort kein anschaulicher Content ist, den man betrachten kann oder woran man Gefallen findet. Du sagst praktisch: „Ich weiss es ist 09:30 nachts, ich weiß du hattest einen langen Tag und ich habe dir gerade 1000 Worte gegeben, die du durchlesen musst. Aber dafür liefere ich dir die absolut beste Beschreibung eines Helikopters.“ Weiss du was dann passiert? Der User geht wieder zurück, weil zu dieser Uhrzeit, mit den Kindern im Bett, da will der User entspannen. Was er will ist ein kurzes Video zum angucken und Bilder mit denen man schwärmen kann, was man sich als nächstes kauft. Du musst also sicher stellen, dass das auf deiner Seite zu finden ist. Du solltest also nicht hingehen und 50 Bilder von diesem Produkt hochladen, alle 10 Megapixel groß oder so, nicht? Leute verlieren sich manchmal in sowas. Dann kaufen sie sich eine Kamera und drehen die auf volle Power. Dann haben sie ein kristallklares Bild, auf dem sie Details zeigen wie jede kleine Schraube auf dem Teil. Niemand braucht ein derartiges Detaillevel. Denn wenn sie das Produkt dann kaufen, sehen sie die kleine Schraube schon (Lacht). Vor dem Kauf braucht der User nur eine gute Vorstellung von dem Produkt, richtig? Ich erinnere mich, vor fünf oder sechs Jahren, da war die Richtlinie für die Bildersuche bei einer Empfehlung für eine Grösse von 250&#215;250 Pixel.</p>
<p>Alpar: Was eigentlich echt klein ist. Ich würde sagen es ist zu klein.</p>
<p>Forrester: Für damals, war es eine akzeptable Grösse um es auf der Seite zu haben. Wenn man es angeklickt hat, konnte man ja die Grösse Version sehen. So dass &#8230;</p>
<p>Alpar: Es ist wie die mittlere Grösse? Nicht das Thumbnail, sondern die mittelgrosse Version des Bildes?</p>
<p>Forrester: Genau, es war also praktisch wie ein grosses Thumbnail, welches einem erlaubt auf das Suchergebnis zu klicken. Dann als separate URL, konnte man das Bild in voller Grösse sehen.</p>
<p>Alpar: Was ja immer noch Sinn macht. Kann ich ein bisschen springen mit dem Thema? Also lass uns sagen, wenn wir mal auf Brasilien zurück kommen. Sagen wir ich habe ein Content Website mit 200 Unterseiten. Ich bin ein einfacher lokaler Service, keine starke Konkurrenz in meinem Gebiet, und ich habe einen Sitz in Portugal und Brasilien. Ich kann also den exakt gleichen Content benutzen und ändere nur die Adresse, also eine Top Level Domain zielt auf Portugal, also pt, und die andere Brasilien. Wie ist deine Ansicht dazu.</p>
<p>Forrester: Du musst sehr darauf achten, es so Unique für den Markt zu machen wie möglich. Es sind zwar beides portugiesische Sprachen, aber zwei völlig verschiedene Märkte. Also …</p>
<p>Alpar: Ok, sagen wir meine portugiesischen Website bekommen 10 portugiesische Links und die brasilianische Seite bekommt 10 brasilianische Links. Aber der Content ist der gleiche.</p>
<p>Forrester: Das ändert nichts an meiner Antwort. Du musst versuchen, so Unique für den Markt zu sein wie möglich, richtig?</p>
<p>Alpar: Okay, aber innerhalb Brasiliens ist diese Website Unique. Die andere zielt ja nicht auf Brasilien ab, oder?</p>
<p>Forrester: Da stimme ich zu.</p>
<p>Alpar: Also sagst du für Portugal zu …</p>
<p>Forrester: Aber es werden Sachen in Brasilien passieren, welche nichts mit Portugal zu tun haben, und umgekehrt. Du wirst also ganz natürlich unterschiedliche Inhalte erzeugen.</p>
<p>Alpar: Denkst du? Aber schau, wenn ich &#8230;</p>
<p>Forrester: Das Fussball-Team, welches in Brasilien spielt ist nicht das gleiche wie in Portugal.</p>
<p>Alpar: Nein, aber … Du hast ein graues T-Shirt an, sagen wir ich verkaufe graue T-Shirts.</p>
<p>Forrester: Okay, ja, ja.</p>
<p>Alpar: So, Ich habe also eine graue Website, wie ein Webshop für graue T-Shirts. Und ich verkaufe graue T-Shirts in Portugal, weil es die einzige Sprache ist, die ich spreche. Ich verkaufe aber auch T-Shirts in Brasilien, weil ich dort jemand kenne der da die Logistik macht. In diesem Fall ist es also das gleiche T-Shirt. Es ist der selbe Sales Pitch den ich gebe, es ist die gleiche Beschreibung über das Produkt usw. Wie sieht es damit aus?</p>
<p>Forrester: Stell sicher, dass du uns die richtigen Signal gibst. Denn wenn alles was du machst, ist zu sagen: „Okay, copy und paste auf diese Seite’, dann müssen wir verstehen, dass dieses graue T-Shirt /</p>
<p>Alpar: Ich habe 10 lokale Links. Das ist das einzige Signal, dass ich gebe</p>
<p>Forrester: Aber … aber verlass dich nicht nur auf die Links, ja? Geh in deinen Webmaster Account. Stell sicher, dass du die Geo-Targeting Tags in deinem Header richtig hast. Stell sicher, dass du nicht nur 10 Links benutzt, sondern auch andere Sachen, welche unterstreichen dass du in zwei Märkten agierst. Denn du hostest zwei Websites in zwei unterschiedlichen Ländern, oder hostest du nur in einem Land?</p>
<p>Alpar: Ich hoste nur in einem Land, den USA. Beide.</p>
<p>Forrester: Okay. Dann ist alles was wir brauchen &#8230;</p>
<p>Alpar: Ist das sehr verwirrend für euch?</p>
<p>Forrester: Nein, wir brauchen nur so viele Signale wie möglich, die ihr uns geben könnt um zu sagen welche Domain auf welches Land zielt. Je mehr Signale du uns gibst, desto mehr können wir dir vertrauen, dass es zutrifft. Dass das Ergebnis welches wir von euch übernehmen und das Ergebnis was in den Lokalen Markt geht, auf den Markt auch zutreffen.</p>
<p>Alpar: So, wir sind also wieder zurück bei unseren portugiesischen und brasilianischen Websites.. Du sagst also wir müssen mehr Signale geben. Innerhalb der Webmaster Area definiere ich: Dieser Content ist gedacht für diese Location. In den Meta-Tags mache ich das gleiche und ich habe die lokalen Links. Denkst du das ist ausreichend, oder denkst du Ich sollte den extra Schritt gehen und diese hundert Seiten die ich habe mit unterschiedlichem Inhalt füllen? Nur um unterschiedlich zu sein?</p>
<p>Forrester: Du solltest immer diesen extra Schritt für uns machen, für uns ist das keine Frage.Wir müssen sicherstellen, dass das Resultat, welches wir zurückgeben, auch für die entsprechende Region bestimmt ist. Denn wenn wir das Resultat in den Index übernehmen, müssen wir es verstehen und validieren können.</p>
<p>Alpar: Aber die Uniqueness des Content ist etwas anderes, als das Targeting auf bestimmte Bereiche, nicht?</p>
<p>Forrester: Ja, ist es.</p>
<p>Alpar: Angenommen ich möchte weder für graue T-Shirts in Brasilien, noch für graue T-Shirts in Portugal optimieren. Sondern einfach nur für graue T-Shirts. Duplicate Content ist dann das Stichwort worüber ich mir Gedanken machen und nicht die geographische Region auf die ich ziele.</p>
<p>Forrester: Wenn du den Content aber in zwei unterschiedlichen Regionen benutzt, dann ist er ja auch kein Duplicate Content. Denn der eine Content ist für das eine Land bestimmt, und der andere halt für das andere. Wenn du uns also glaubhaft zeigen kannst, dass diese Unterscheidung besteht, dann kannst du auch das Duplikatproblem umgehen, okay? Du kannst das Problem auch umgehen, indem du den Content in der Hinsicht modifizierst, dass du einfach manche Sachen ein bisschen anders schreibst.</p>
<p>Alpar: So … was würdest du denn machen, wenn du der Verkäufer der grauen T-Shirts wärst.</p>
<p>Forrester: Wenn Ich entscheiden würde, würde ich mit dem Unique-Content Ansatz fahren, keine Frage. Es ist einfacher, Straight-Forward und sehr zuverlässig. Du kannst dich zurücklehnen und sagen: „Das habe ich für Portugal geschrieben und Das für Brasilien.“ Es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten über graue T-Shirts zu sprechen, versprochen (Lacht). Dennoch &#8230;</p>
<p>Alpar: Es gibt den portugiesischen Weg und den brasilianischen Weg (Lacht).</p>
<p>Forrester: Genau, richtig. Man guckt sich die Sache an und sagt: „Nun ja, es ist zwar die gleiche Sprache, aber wie gehen wir das vom kulturellen Gesichtspunkt an? Also gucken wir uns das ganze mal aus &#8230;“</p>
<p>Alpar: Ich gebe dir ja völlig recht, aber es gibt Leute von anderen grossen Suchmaschinen, welche das Problem wirklich zu sehr vereinfachen. Es ist sehr interessant von dir eine andere Meinung zu hören. Ich denke Sibata, der hier schon die ganze Zeit zuhört, hat auch noch eine Frage.</p>
<p>Sibita: Ja. Während der SCS 2011 in New York, haben wir über Absprungraten gesprochen. Diese Absprungrate, oder Bounce-Rate, wird immer relevanter für Suchmaschinen.Was denkst du darüber? Denkst du das ist nicht so einfach zu handhaben, weil es z.B. sehr offen für Spammer ist? Was denkst du über die Absprungrate, ist sie relevant?</p>
<p>Alpar: Ob sie manipuliert werden kann? &#8230; Oh, Ich denke das ist eine andere Frage, tut mir leid.</p>
<p>Forrester: Nein, nein. Ist schon okay; Und da ist wirklich nicht viel was ich zu diesem Thema sagen kann. Um ehrlich zu sein, es ist ein Signal das wir uns sicher angucken wollen. Es ist eine Absicht, oder ein Zeichen der Zufriedenheit, was der User uns damit anzeigt, okay? Aber, wenn wir uns Signale angucken, dann gucken wir immer auf Signale im grossen Maßstab, okay. Und danach gucken wir uns die Sache im sehr kleinen Maßstab an. Wir erkennen also damit die Muster. Wenn ein Mitbewerber also konstant auf eine Website kommt, oder auf unsere Website kommt und eine Suche macht. Dann aber die ganze klickt und zurück geht und klickt und zurück usw. … Ich meine wir erkennen dieses Muster sehr einfach.</p>
<p>Alpar: Aber möglicherweise klickt er und geht zurück, weil das Resultat ihm zeigt, dass es nicht meine Website ist. Also nicht das gute Resultat (Lacht)</p>
<p>Forrester: Nein, dass ist nicht der Fall (Lacht). Wir zeigen nur die besten Resultate. Aber wenn jemand dieses Spiel mit dir treibt, dann ist das Muster doch offensichtlich, oder? Dann können wir das Muster also einfach ignorieren und man kann sagen &#8230;</p>
<p>Alpar: Wenn es zu aussergewöhnlich ist, dann ist es verdächtig.</p>
<p>Forrester: Richtig. Weil wir ein Verständnis davon haben, was wir aus gewöhnlich bezeichnen. Z.b. wenn jemand seinen Robot auf dich los lässt und es entstehen fünfzigtausend Back-Actions jede Minute. Das ist mit grosser Wahrscheinlichkeit ein Problem, denn &#8230;</p>
<p>Alpar: So wie eine TV Werbung schalten.</p>
<p>Forrester: (Lacht) Nein, das ist ein ziemlich gutes Signal, dass etwas nicht in Ordnung ist. Aber das wichtigste was die Leute über die Bounce Rate wissen müssen, ist nicht die Absprungrate selbst. Es ist der Grund für die Absprungrate. Also warum der User das tut, was er tut und ob es etwas mit der Landing Page zu tun hat. Oder mit dem Content, oder der Präsentation des Content. Ist es etwas das ich auf der Website mache, was den User dazu bewegt wieder zurück zu gehen?</p>
<p>Alpar: Ich denke das ist auch ein wichtiger Faktor für den Wettbewerb. Es ist ja nicht allein die Bounce Rate, sondern die muss mit anderen Mitbewerbern verglichen werden, die für mein Keyword ranken.</p>
<p>Forrester: Genau. Denn was du mit der Zeit feststellen wirst &#8230;</p>
<p>Alpar: Wenn du eine 90%ige Absprungrate hast und alle anderen haben eine 95%ige, dann ist das immer noch gut.</p>
<p>Forrester: Richtig. Und das ist ein sehr kritischer Punkt. Alles steht mit allem in einer gewissen Relation zueinander. Absprungraten können höher oder niedriger sein, natürlich will man sie so klein wie möglich halten. Das ist wonach man schauen sollte. Aber wenn die mittlere Absprungrate bei 20% liegt und du bist bei 10%, dann bist du dem Durchschnitt klar voraus.</p>
<p>Sibita: Die grössere Frage ist ja, war das manipuliert &#8230;</p>
<p>Alpar: Es kann manipuliert werden.</p>
<p>Sibita: Ja. Is das nicht bekannt, dass das sehr einfach manipuliert werden kann? Mein Gott!</p>
<p>Forrester: Wenn es etwas ist, dass sehr einfach manipuliert werden kann, dann ist es kein gutes Signal. So, na ja wir gucken nach solchen Sachen die ganze Zeit.</p>
<p>Es ist nicht so, als wenn wir besonders gewieft wären. (Lacht). Wir sitzen also nicht da und sagen: „Weisst du, vielleicht merkt es ja keiner und wir lassen es einfach so“. Wir nehmen wirklich ein paar Anstrengungen auf uns, wenn wir etwas betrachten und sagen: „Ok, was ist der logische Schluss aus der ganzen Sache?!“. Denn wenn wir uns auf etwas verlassen wollen, müssen wir sicherstellen, dass es vertrauenswürdig ist, bevor wir es aktivieren. Das ist ein kritischer Punkt für uns</p>
<p>Sibita: Es ist also nicht Long Tail?</p>
<p>Forrester: Es macht keinen Unterschied wo es angewandt wird. Es ist eine Sache auf die wir immer achten. Und alles worauf wir achten ist relevant, egal ob es Head Tail oder Long Tail ist. Für uns macht es keinen Unterschied, richtig? Die Theorie dahinter ist immer die gleiche.</p>
<p>Alpar: Okay. Wie ist deine Einstellung zu SEO Tools, die scheinen sich ziemlich profiliert zu haben in den letzten ein oder zwei Jahren.</p>
<p>Forrester: Ja! (Lacht). Ich liebe sie.Ich denke einige von denen sind absolut fantastisch. Und manche von denen sind wirklich nicht so gut, oder? Es gibt viele wirklich ausgereifte Tools da draussen, welche dann eher die sind, die mich ansprechen würden. Ich bin ein Fan davon, Tools zu bauen, die genau auf meine Bedürfnisse abgestimmt sind. Was wir auch bei MSN getan haben /</p>
<p>Alpar: Was ja das ist, was jeder Ingenieur tut, nicht? Das Erfinder Syndrom?</p>
<p>Forrester: Naja, nicht ganz. Ich bin ja kein Ingenieur … also … mein Ansatz dafür ist, dass wir irgendwie mit dem grossen Maßstab zurecht kommen müssen. Und um das zu schaffen, müssen gewisse Faktoren stimmen. Viele fertige Systeme versuchen immer noch diese Faktoren in den Griff zu kriegen, welche ich gebraucht habe. Aber es gibt auch viele, die perfekt dafür geeignet sind, nicht? Und es gibt Tools auf dem Markt, die genau dafür gemacht sind mit der grossen Last fertig zu werden. Vor drei Jahren waren die noch nicht so weit, heute schon. Ich denke ja, die Tools sind fantastisch, aber du musst wirklich vorsichtig sein, was sie dir ausgeben und wie du damit umgehst. Du musst sicherstellen, dass der Datenbestand korrekt ist, dass die Regeln mit denen sie arbeiten dir auch die Schlüsse ziehen die du haben willst. Dann das immer die neuesten Updates eingespielt sind. Schlimmer ist noch, wie spielt man die neusten Updates ein? Denn als ein SEO, weisst du nie was das Update direkt bedeutet und ob es irgend etwas ändert. Du weisst schon: „Muss ich etwas umschreiben“ oder „Hat das jetzt eine höhere Relevanz“, solche Sachen. Du musst also sicherstellen, dass, was du da benutzt sehr stabil ist. Ich bin kein grosser Fan von Tools, welche Ranking Resultate scrapen. Leute sollten solche Tools vermeiden, es ist &#8230;</p>
<p>Alpar: Warum? (Lacht). Ist es, weil die Serverlasten die wir damit erzeugen zu gross sind?(Lacht)</p>
<p>Forrester: Die Suchmaschinen finden das nicht gerade gut. Und wir sehen wo der Traffic her kommt.</p>
<p>Alpar: Aber dennoch, es funktioniert, oder?</p>
<p>Forrester: Nun ja, es gibt dir ein Ergebnis und wir sehen wo es herkommt. Willst du uns also wirklich verärgern, oder &#8230;</p>
<p>Alpar: Aber du weisst ja nicht, welches Resultat der Suche die Suche auch abgesetzt hat. Es kann ja sogar jemand sein, der gar nicht für die Suche ranked?</p>
<p>Forrester: Richtig. Aber wir sehen die IP Adresse, wir sehen alle Hintergrunddetails des Requests. Und wenn wir darin ein Muster erkennen ….</p>
<p>Alpar: Ich denke damit haben die Tool Provider die ganze Zeit zu tun.</p>
<p>Forrester: Absolut. Aber generell, Daemon Tools sind kein Problem. Dennoch, wenn sie überstrapaziert werden, dann kann das ein Problem werden. Und wenn wir zu hart belästigt werden, dann wehren wir uns.</p>
<p>Alpar: Okay. Also &#8230;</p>
<p>Sibita: Benutzt ihr auch Captchas?</p>
<p>Forrester: Wie bitte?</p>
<p>Sibita: Benutzt ihr auch Captchas? Wenn zu viele &#8230;</p>
<p>Alpar: So etwas wie ein Captcha System, wenn zu viele &#8230;</p>
<p>Forrester: Oh, Ja! Das ist ein natürlicher Bestandteil. Aber es ist komisch, ich sehe diesen Trigger manchmal, sogar wenn ich etwas manuell mache (Lacht).</p>
<p>Alpar: Das kommt, weil wir etwas auf deinem Computer installiert haben (Lacht), einen speziellen Trojaner. Aber keine sorge, das ist ganz normal (Lacht). Okay, eine letzte Frage, weil das hier ein deutscher Podcast ist. Hast du Kontakt mit SEOs in Deutschland und denkst du über sie.</p>
<p>Forrester: Nun ja, ein Teil des Teams mit dem ich gearbeitet habe war in München. Ich denke es ist sehr komisch, es gibt gewisse Gruppen von Leuten, welche wirklich durch Online Marketing und SEO durchgestiegen sind. Deutschland ist eine solches Land.</p>
<p>Alpar: Wo sind denn solche Gebiete noch?</p>
<p>Forrester: Portland, Oregon. Kenne ich noch! (Lacht).</p>
<p>Alpar: Noch nie gehört (Lacht). Da muss ich mal hin.</p>
<p>Forrester: Ich weiss. Es ist nur einen Staat unter mir, an der Westküste, ein fantastischer Ort. Aber diese Kultur wird erwachsen, nicht? Die Leute engagieren sich mehr und kommen zusammen und dass ist es was die Kultur ausmacht. Es ist so toll, wenn du mit Leuten sprichst, diese Erfahrung die du gewinnst. Die Sachen die sie verstehen, die Aufgaben die sie schon bewältigt haben. Die Sachen die sie sich ausgeguckt haben und gesagt haben: „Wow das funktioniert“ und dann weitergemacht haben. Fantastisch.</p>
<p>Alpar: Super, danke für deine Zeit.<br />
Forrester: Kein Problem.<br />
Sibita : Danke auch.</p></blockquote>
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